Folge 73 - Tierheim Essen - Michaela Schalk-Morsbach

Shownotes

160 Katzen. Rund 40 Hunde. Dazu Notfälle, Fundtiere, beschlagnahmte Tiere.

Im Albert-Schweitzer-Tierheim in Essen geht es nicht nur um Hund und Katze. Hier geht es auch um Menschen und unsere Stadt. Um Einsamkeit, Geldnot, Krankheit, Trennung, Überforderung – aber auch um Liebe, Verantwortung und erstaunlich viel Hilfsbereitschaft.

Seit Kurzem leitet Michaela Schalk-Morsbach das Tierheim. Eine Frau mit ungewöhnlichem Lebenslauf, viel Energie und einer alten Bewerbungsmappe, die nach zehn Jahren plötzlich wieder auftauchte.

Dazu: Katzenstreichler als Ehrenamt, Tiere aus Messie-Wohnungen, Menschen, die alles für ihr Haustier tun – und was sich bei Ihnen im Körper verändert, wenn erst einmal eine schnurrende Katze auf Ihrem Bauch liegt.


In "Zuhause in Essen" spricht die Sparkasse Essen nicht über die gute alte Zeit. Wir sprechen über das, was Essen schon heute besonders attraktiv macht und was nach der Zeit der Ruhrkohle noch Magisches passieren wird. Immer mit Gästen, die Gegenwart und Zukunft auch gestalten. Und wenn WDR Moderator Tobias Häusler einmal in den Rückspiegel schaut, dann nur um die Spur wechseln zu können.

Jeden zweiten Dienstag im Monat ein spannender Gast - aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Kultur, Ehrenamt… Und ein ungewöhnlicher Blick auf unsere schöne Stadt.

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00:00:02: Jedes Tier ist unterschiedlich, jedes Tier braucht seine spezielle Zuwendung und jedes Tier kann auch "mit mir reden".

00:00:09: Also, ich liebe Tiere. Und es ist einfach eine große Freude, mich mit denen mich zu beschäftigen, zu kommunizieren.

00:00:16: Ich hätte gedacht irgendwann ist man Managerin und sieht dieses eine Tier nicht mehr,

00:00:19: aber Sie haben wirklich zu jedem eine kleine Geschichte.

00:00:22: Also ich könnte im Büro sitzen und meine normale Arbeit tun und gleichzeitig ein Katzenbaby füttern.

00:00:27: Da habe ich überhaupt kein Problem mit.

00:00:29:

00:00:30: Zuhause in Essen, ein Podcast der Sparkasse Essen mit Tobias Häusler.

00:00:37: Herzlich willkommen gerade Ihnen ganz persönlich!

00:00:41: Ich war im Tierheim für Sie in der Grillo-Straße und ich hatte vergessen wie nah dieses ziemlich große Gelände mit kleinen Häusern, großen Häuseren, Stallungen, Käfigen.

00:00:51: Mit auch einem Teich also auch einer kleinen Oase wirklich direkt an der Innenstadt liegt, an der nördlichen Innenstadt im Univiertel.

00:00:59: Und ich nehme Sie mit in dieses pralle Leben denn das Thema der Sparkasse ist ja nicht wie toll früher alles war sondern was heute schon gut funktioniert und wo wir alle noch mit anpacken können.

00:01:09: Und ich glaube, da sind wir an der richtigen Stelle.

00:01:12: in diesem Albert-Schweizer Tierheim ist übrigens kein städtisches Tierheim.

00:01:16: dahinter steht der Tierschutzverein Großessen.

00:01:20: Und seit kurzem gibt es hier eine neue Chefin die sich das zumuten möchte Mit viel Leidenschaft Das werden sie hören mit vielen neuen Ideen Michaela Schalk Morsbach!

00:01:31: Ich bin voller Eindrücke, ich bin volle Geräusche, Gerüche, voller Bilder.

00:01:36: Als ich da reingekommen bin, brauchte ich erst mal einen Moment um zu verstehen was da passiert.

00:01:40: Das ist unglaublich wuselig, unglaublich wirbelig!

00:01:43: Da stehen Kartons neben Spielzeug, neben Decken, nebendem überfüllten Schrank voller Hundeleinen und zählige Tafeln auch mit so handgeschriebenen Dankesbriefen, tausende Tierfotos... Ich frage mal haben sie sich schon dran gewöhnt?

00:01:58: Ist ja ein neues Bild also es ist ja ein Wimmelbuch als Arbeitsplatz.

00:02:02: Das is richtig Aber ich bin da sehr belastungsfähig und es sind halt auch viele sehr schöne Sachen, die man hier sieht.

00:02:10: Da kann man sich schon gut aufhalten!

00:02:12: Mit welchem Gefühl kommen Sie hier morgens zur Arbeit?

00:02:14: Ich freue mich.

00:02:15: Tierschutz gehört schon immer in mein Leben und das war eigentlich ein Traum von mir auch endlich mal einen Tierheim zu leiten.

00:02:23: Es ist ja auch eine sehr bunter Weg.

00:02:25: wie es dann dazu kam am Ende.

00:02:27: Die ganze Leben ist sehr schillernd.

00:02:29: Es ging eigentlich immer um Fürsorge oder es ging immer ums Herz grob

00:02:34: So kann man das sagen, ja.

00:02:35: Mensch und Tier!

00:02:36: Auf was achten Sie denn wenn sie hier morgens zur Arbeit kommen?

00:02:39: Schauen Sie erstmal auf die Gesichter der Menschen oder gehen Sie alle Stelle mal ab, alle Käfige...

00:02:45: Also erst einmal schaue ich in meinen Terminkalender und dann entscheidet sich das immer relativ spontan.

00:02:52: also wenn eine Not-in-Opputnahme ist ein Tier ankommt Wenn ein Mitarbeiter ein Problem hat Das kann man ja noch nicht vorhersehen da muss man sich jeden Tag wieder neu darauf einstellen.

00:03:03: Wie geht es den Tieren allgemein, wenn man das sagen kann?

00:03:06: Sind die gestresst spüren, dass das nicht ihr eigentliches Zuhause ist.

00:03:09: Das wird mal abgesehen von der Schildkröte, der ich vielleicht nicht zutraue.

00:03:13: Also erstmal kommen die Tiere hier an je nachdem ob es ein Mensch ist, der sein Tier leider abgeben muss aus Krankheit oder vielleicht auch aus finanziellen Gründen.

00:03:21: Ein eigener Krankheit zum Beispiel ja oder auch finanzielle Gründe, wenn das Tier krank geworden ist und man sich das einfach nicht mehr leisten kann.

00:03:28: Das ist natürlich eine ganz schlimme Situation.

00:03:30: Oder es gibt auch in der Obhutnamen, wo das Tier spontan aufgenommen werden muss aus schlechten Haushalten, Tiere aus Messiewohnungen, wo die Pflegesituation entsprechend miserabel war.

00:03:43: Da haben Sie uns ja gerade mal Tiere gezeigt ... Schrecklich!

00:03:47: Dieses Mitleid können Sie ja nicht dauerhaft empfinden?

00:03:50: Ja also ich bin da so eingestellt wenn die Tiere erst einmal hier sind dann haben sie eigentlich in vielen Fällen schon das schlimmste hinter sich.

00:03:58: Die Mitarbeiter sind sehr liebevoll, kümmern sich gut um die Tiere.

00:04:02: Es gibt Gassigänger mit den Hunden rausgehen und Katzenstreichler, die sich wirklich liebevoll um die Tiere kümmern.

00:04:09: Ehrenamtliche

00:04:10: Katzenstreichler-Winnen?

00:04:12: Wo ist es?

00:04:13: Können sie auch werden?

00:04:14: Da kommt man hierher, streichelt dann so ... Wie lange?

00:04:17: halbe Stunde?

00:04:18: Wie viel man Zeit hat.

00:04:19: Auch

00:04:20: stundenlang kann man da rumstreichen.

00:04:22: Ja, man guckt immer... Natürlich die Leute haben ja auch nicht ewig Zeit aber grundsätzlich jede Katze hat zu ihren Bedarf und wir haben viele Katzen.

00:04:29: Wir haben hundertsechzig Katzen gerade!

00:04:32: Da werden viele Hände gebraucht

00:04:34: Wenn man hier durchgeht.

00:04:35: ich glaube man könnte an jeder Tür stehen bleiben und Geschichten erzählen über jedes einzelne Tier.

00:04:40: Wir gehen mal einen Schritt zurück und sprechen über sie übers Tier am Ansicht was man vielleicht auch als Seismograph, so Tierheim als Seismograf über die Stadt hier ablesen kann.

00:04:50: Wir legen los!

00:05:01: Was

00:05:02: hat dieser Sommer hinterlassen?

00:05:04: Jetzt die Sommerferien, die jetzt zu Ende gegangen sind ... Wo stehen Sie?

00:05:08: War's so schlimm wie sie befürchtet haben noch schlimmer?

00:05:11: Na ja ich bin seit dem fünftzehnten sechsten, sechsundzwanzig hier im Tierheim.

00:05:15: Ganz frisch.

00:05:16: Das ist also ganz frisch und ich bin damit beschäftigt gewesen erst mal alles aufzunehmen.

00:05:21: Wie Sie schon festgestellt haben es halt Unfassbar wuselig hier, es gibt viele Mitarbeiter.

00:05:27: Es gibt ehrenamtliche ... Es gibt eine Tierheimstruktur und da muss man sich erst mal reinarbeiten.

00:05:34: Ich kann nicht feststellen, dass es im Sommer mehr Abgaben gab als zu anderen Zeiten.

00:05:39: aber wie gesagt ich bin noch ganz frisch dabei.

00:05:42: Ist ein Klischee, dass man sagt okay jetzt wo wir auch drei Wochen in die Britanie fahren wollen ist eigentlich nur gute Gelegenheit sich von dem Tier zu lösen das man an Weihnachten verschenkt hat.

00:05:53: Das scheint nicht ganz so zu sein.

00:05:55: Nein, also wir haben alle unsere fünf Tiere tatsächlich mit in die Britanie genommen.

00:06:00: Also drei Hunde und zwei Katzen!

00:06:02: Und auch wieder zurück?

00:06:03: Absolut!

00:06:04: Wie

00:06:04: voll ist es

00:06:05: denn?!

00:06:06: Ich habe auch leere Käfige gesehen und dachte hier wäre alles vollkommen überladen aber das scheint nicht für jedes Tier zu gelten.

00:06:12: Ja, also die Außenzwinger, die wir uns vorhin angesehen haben sind natürlich nicht immer belegt weil die Tiere im Innenbereich sind.

00:06:20: Jedes Tier hat eigentlich schon einen relativ guten Platz zur Verfügung.

00:06:24: Wir müssen natürlich auch immer gewährleisten, dass wir Notaufnahmen schnell umsetzen können.

00:06:29: Wenn das Veterinäramt eine Beschlagnahmung hat, müssen wir schnell handeln können.

00:06:34: Und

00:06:35: wie voll ist es?

00:06:36: Voll!

00:06:37: Also wir haben jetzt, wie gesagt, hundertsechzig Katzen hier im Tierheim ungefähr ... Wir haben aber noch die gleiche Anzahl in Pflegestellen, wo zum Teil Mütter mit ihren Kitten untergebracht sind bei den Katzen Und wir haben natürlich auch eine ganze Menge an Hunden.

00:06:52: Also, vierzig Hunde sind es bestimmt im Moment und wir haben gerade gestern fünf Notfallaufnahmen gehabt.

00:06:59: Wann ist denn Schluss?

00:07:00: Und was passiert dann mit dem Tier?

00:07:02: Ja also zum einen gibt's natürlich noch andere Tierheime in den umlegenden Städten wobei die im Moment auch sehr voll sind.

00:07:08: Ich hab mal Tierheim eingegeben als Suchbegriff bei der Watz!

00:07:12: Es kommt im Grunde immer die gleiche Schlagzeile aus jeder Stadt wie knapp es ist andere Ressourcen, Menschen, Geld und Platz.

00:07:19: Also wir haben wahrscheinlich wirklich flächendeckend ein großes Problem?

00:07:22: Ja nach Corona ist es nicht unbedingt angestiegen also sind ein paar mehr Hunde nach Corona natürlich abgegeben worden.

00:07:29: das war schon eine schwierige Zeit aber grundsätzlich ist die Entwicklung natürlich so dass die Tiere die abgegeben werden auch häufig sehr schwierig sind.

00:07:38: also wir haben mit Misshandlungen zu tun mit Verwahrlosung und wir haben auch mit Verhaltensauffälligkeiten zu tun.

00:07:46: Und dann sehen sie ja nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen, die Sie hierher bringen oder denen, die Tiere weggenommen wurden.

00:07:54: Wie sieht ein Mensch aus, der hier einen Tier abgibt?

00:07:56: Sind die traurig, schämen die sich und erleichtert?

00:08:00: Erleben Sie auch Gleichgültigkeit?

00:08:01: Das ist sehr unterschiedlich!

00:08:03: Es gibt tatsächlich Menschen, denen ihr Tier plötzlich egal geworden ist weil es krank und alt ist... vor einiger Zeit sich, nachdem sie das alte Tier abgegeben haben direkt nach einem jungen neuen Tier erkundigt haben.

00:08:18: Aber das sind extreme Ausnahmen.

00:08:20: in der Regel wenn eine ältere Dame ihr Tier abgeben muss weil sie aus Krankheitsgründen es nicht schafft Weil Sie keine Familie hat die einspringen kann weil sie auch kein Geld für ne Tierpension hat oder jemanden anderen im Umfeld der sich wenigstens mal vorüber gehen kümmern könnte dann ist das sehr sehr traurig.

00:08:40: Das geht natürlich auch den Mitarbeitern sehr ins Herz.

00:08:43: Das sind so die Gründe, ne?

00:08:44: Geld ... Tierarzt wird immer teurer.

00:08:46: Tierärztliche Versorgung und Krankheit.

00:08:48: Was haben Sie noch?

00:08:49: Trennungen?

00:08:52: Da ist eigentlich

00:08:53: das gesamte menschliche ... Es

00:08:54: ist unendlich viel!

00:08:57: Natürlich gibt es mal eine Allergie, die ein Kind plötzlich hat, wo man sich nicht mehr in der Lage sieht, das Tier weiter zu versorgen.

00:09:04: Es gibt aber auch Gewalt in den Familien, die sich dann auf die Tiere übertragen.

00:09:10: Es gibt einfach psychische Probleme, die heutzutage ja auch nicht weniger werden.

00:09:14: Die Belastung für den Menschen ist sehr hoch geworden.

00:09:18: Sei es Geld, sei es Kriegsangst oder Existenzangst – wir haben ganz viele Probleme und die meisten Menschen versuchen ihr Bestes zu geben.

00:09:28: aber wenn sie gute Menschen sind und ich kriege es selber für mich nicht mehr geregelt dann denken Sie in der Regel auch daran Ihr Tier abzugeben weil Sie wissen Es ist an anderer Stelle besser auf.

00:09:42: Wir urteilen schnell über Menschen, die den Tier abgeben.

00:09:45: aber sie können auch sagen so ein Tier im richtigen Moment abzugeben kann ein Zeichen von Verantwortung sein?

00:09:51: Absolut!

00:09:52: Sie hören ja auch viele Gründe.

00:09:53: sind es immer die richtigen Gründe?

00:09:54: spüren Sie was der wahre Grund ist?

00:09:56: Naja also man kann den Menschen immer nur vor dem Kopf gucken Aber in manchen Fällen ist schon so dass man denkt naja War das jetzt tatsächlich so der Weg, den das Tier genommen hat oder die Wahrheit, die der Mensch gesagt hat?

00:10:10: Aber darüber will ich nicht urteilen.

00:10:12: Ich finde es immer gut wenn jemand die Größe hat hier mit seinem Tier anzukommen um dann auch möglicherweise den Pass noch mitzubringen, Haustierausweis vielleicht noch ein bisschen zu informieren über das Verhalten des Tiers wie sie in den letzten Jahren gelebt hat seine Vorlieben, vielleicht auch Krankheitsgeschichte.

00:10:31: Das hilft uns natürlich extrem bei der Vermittlung in ein neues

00:10:34: Zuhause.".

00:10:35: Sie lehnen kein Tier ab!

00:10:37: Das ist schwierig.

00:10:38: man kann natürlich nicht immer jedes Tier aufnehmen weil wir wie gesagt auch immer relativ voll sind.

00:10:43: Es kann schon mal sein dass man sagt wir können es diese Woche nicht.

00:10:46: kommen sie bitte oder wir nehmen's auf die Warteliste.

00:10:48: wir kommen sie nächste Woche bitte nochmal wieder wenn das bedrohliche Situation für das Tier ist.

00:10:54: Gibt es Gelegenheiten, dass ich die für die Sommerferien drei vier Wochen abgeben will und danach kommen sie wieder an und holen sie wieder ab?

00:11:00: dann zahlt man halt Pensionskosten.

00:11:02: Das müsste man vorher angeben, spätestens nachher wenn man wieder ankommt?

00:11:04: Ja also es gibt natürlich so Fälle wo einem das schon manchmal durch den Kopf schießt aber ich will da nicht urteilen.

00:11:10: ja also für mich ist wichtig dass der Mensch Vertrauen hat zu uns und er erstmal mit seinen Bedürfnissen bei uns ankommt oder auch mit seinen Schicksalsschlägen bei uns an kommt und er darf alles hier erzählen und dann kümmern wir uns bestmöglich um das Tier.

00:11:26: Wenn ich Ihnen morgen einen größeren Betrag überweisen würde, was würden Sie als Erstes damit machen?

00:11:31: Sie haben eine Menge Menschen hier, wenn man mal durchzählt.

00:11:33: Ja wir haben einige Mitarbeiter hier das ist richtig.

00:11:36: es ist aber natürlich auch ein sehr hoher Arbeitsaufwand.

00:11:38: Fünfzig sagten sie, fünftig fest angestellte bis runter zum Minijob aber auch Vollzeitstellt Das ist ne Menge.

00:11:44: und dann ihren Amt noch.

00:11:46: da kann man glaube ich mit dem Geld könnte man eine Menge machen.

00:11:48: Auf jeden Fall also werden ja gerade das neue Katzenhaus gebaut.

00:11:51: Da ist der Platz halt sehr beschränkt gewesen in der Vergangenheit.

00:11:55: Natürlich kann man nicht unendlich bauen.

00:11:57: Wir haben ja hier so viel Platz drum

00:11:59: herum,

00:12:00: deshalb ist das Haus oder das Tierheim über die Jahre gewachsen und das sieht man auch an der Struktur jetzt im Moment.

00:12:06: es ist etwas unübersichtlich da wir auch die Container im Innenhofbereich hatten um die Katzen notfallmäßig unterzubringen.

00:12:13: Die Sparkasse hat schon großen Betrag überwiesen.

00:12:15: Das war natürlich vor ihrer Zeit aber gar nicht lange her.

00:12:17: zwanzigtausend Euro die sind unsichtbar waren schon damals unsicht bar.

00:12:21: Aber wichtig die Telefonanlage

00:12:24: Ist

00:12:24: präsentiv für eine Sprachkassessen.

00:12:25: Wussten Sie das?

00:12:26: Nein, wusste ich noch nicht!

00:12:27: Aber jetzt bin ich schlauer.

00:12:30: Wie abhängig sind sie dann von uns allen und den Menschen in Essen?

00:12:34: Sollten die auch sagen, dass es unsere Aufgabe ist um die Tiere zu kümmern?

00:12:39: Es ist eine soziale Aufgabe, die eigentlich jeden angeht.

00:12:43: Allerdings ist die Stadt Essen auch noch in der Verpflichtung, Tiere zu finanzieren die in Notobhut oder in Beschlagnahmung zu uns gekommen sind.

00:12:54: Also vor allen Dingen Beschlagnahmungen, die halt durchs Veterinäramt zum Beispiel, durchs Ordnungsamt angeordnet wird oder auch Fundtiere, die zu uns kommen und da muss sie statt essen schon für Einspringen.

00:13:07: Der Rest der Gelder ist natürlich auch ein großer Teil, der muss durch Spenden finanziert werden.

00:13:14: Alle Tiere, die von ihren Besitzern zum Beispiel abgegeben werden müssen durch diese Spenden finanziert

00:13:20: werden.

00:13:34: Jetzt würde ich gerne ein bisschen größer denken gerade wenn ich feststellen muss wie es Tieren in einer Großstadt gehen kann und ich habe sie ja gesehen.

00:13:42: auch diese Verwahrlosung z.T bei einzelnen Tieren die beschlagnahmt werden.

00:13:45: diese langen Krallen das sind stolze Tiere mit einem unfassbar schmalen Bauch.

00:13:51: man sieht's ja von oben dass man wirklich nur denkt um Gotteswillen.

00:13:54: Die passen plötzlich vielleicht bei dem ein oder anderen nicht in die Lebensplanung, sind überfordert.

00:13:58: Vielleicht sind es auch einfach gemeine Menschen?

00:13:59: Man weiß nicht immer.

00:14:00: Niemand fragte nach der Lebensplanungen des Tiere.

00:14:02: Sie haben selbst drei Hunde zwei Katzen!

00:14:05: Warum braucht er Mensch eigentlich aus

00:14:07: Tieren?!

00:14:09: Na ja, also der Mensch braucht die Haustiere wahrscheinlich eher als die HaUSTiere den Menschen manchmal.

00:14:14: Das wäre

00:14:14: fast meine nächste Frage.

00:14:16: Ich sag mal Tiere sind unglaublich gut für die Seele, richtige Seelen tröster.

00:14:21: Sind Freunde, sind heutzutage auch zum Teil Partner, Begleiter im Leben in schweren Zeiten und auch in Krankheitszeiten.

00:14:29: Wir hatten vorhin eine Katze, die gleich schnurrte.

00:14:33: wie verrückt, wenn man sie gestreichelt hat.

00:14:35: Wenn so ein Tier auf einem draufliegt und schnurrt, dann macht das ein unglaubliches Wohlgefühl im Körper.

00:14:44: Bei Katzen heißt es ja auch, dass sie durch diese Schnurren ihre eigene Krankheit heilen können.

00:14:51: Auch bei Katzenbabys ist halt einfach so ein Instinkt die Mutterschnurr, die Katzenbabys fangen an zu schnuren ... behagen.

00:14:59: Und das ist natürlich für einen Menschen unglaublich schön in der heutigen Zeit, wo wir ja nicht immer liebevoller miteinander umgehen.

00:15:07: und wenn ich ein Hund, wenn ein Hund einen anschaut und große Augen macht und man denkt dann so ach mein Güte!

00:15:13: Ja du hast da gerade noch das Käsebrot aufgegessen.

00:15:16: aber egal Du bist mein Schatz

00:15:20: Will ein Tier ein Haustier sein?

00:15:22: oder ist es schon der Punkt wo sich der Mensch sozusagen über jede andere Art des Lebens stellt.

00:15:27: Und sagt, du bist jetzt

00:15:29: meins.".

00:15:29: Ach das kann man so nicht sagen!

00:15:31: Wie immer im Leben es finden sich Individuen und ich glaube viele Katzen haben schon ... Also es gibt ja Katzen die unsauber werden im Haushalt.

00:15:41: Es kann Krankheit sein, es kann aber auch ein Unwohlsein sein.

00:15:46: Ich denke mal jeder Top findet seinen Deckel, jede Katze findet den Besitzer, den sie braucht.

00:15:53: irgendwann Hoffe ich zumindest, vielleicht auch manchmal mit unserer Hilfe.

00:15:58: Auch die Hunde und sei es auch ein Vogel, einen Papagei der jahrelang in Einzelhaltung war, die sich ja sehr an ihre Menschen binden, obwohl das ja überhaupt nicht artgerecht ist.

00:16:10: Ja, auch der vermittelt Liebe und profitiert dann letztendlich natürlich von seinen Menschen im besten Fall.

00:16:17: Welchen Menschen würden Sie sagen schaffen sie sich kein Tier an?

00:16:21: Das kann man so auch wieder nicht sagen, weil jeder Mensch ist ja unterschiedlich.

00:16:25: Wenn man viel Zeit hat, holt man sich einen aktiven Hund der vielleicht auch sportlich genau das trifft was man selber tun möchte.

00:16:34: wenn man eher so die Couchpotato ist, holte man sich eine ältere Katze oder zwei am besten natürlich.

00:16:40: Wenn man gerne beobachtet, kann man sich Reptilien zulegen.

00:16:44: Wo man einfach davor sitzt und diese Langsamkeit der Tiere genießen kann ...

00:16:49: Da kommt aus Tier an?

00:16:50: Das

00:16:50: kommt aufs Tier an.

00:16:51: und die Einstellung.

00:16:52: Wenn ich monatelang im Jahr verreisen möchte, muss ich ein Tier haben, was das entweder mitmachen möchte, kann oder ich hab halt kein Tier.

00:17:02: Oder einen Fisch-Mitfutterautomat.

00:17:04: Auch das fänd' ich nicht

00:17:05: optimal!

00:17:06: Nicht übermonatetein zieh ich zurück.

00:17:22: Was tun denn Menschen aus Liebe?

00:17:23: Sie haben ja alles gesehen, ihnen dürfte auch nichts Menschliches fremd sein hier.

00:17:27: Was tun Menschen aus Liebe was einem Tier überhaupt nicht gut

00:17:30: tut?

00:17:31: Naja also ob das unbedingt Liebe ist oder einfach die Angst nicht dem Tier gerecht zu werden ist ja immer so eine Frage.

00:17:39: Also die Überfütterung ist natürlich furchtbar also wenn der Besitzer meint er müsste seinen tier immer mit leckerchen belohnen.

00:17:47: Aber da ist es auch so, dass man da nicht grundsätzlich urteilen kann.

00:17:50: Es gibt durchaus Menschen, die zum Beispiel an Alzheimer-Demenz erkrankt sind, wo das der einzige Willzugspartner ist.

00:17:58: und wie sollen sie sich daran erinnern?

00:18:00: Dass Sie gerade mit dem Tier schon ein Stück Sahnetort für sich geteilt haben!

00:18:05: Also es gibt ganz viele unterschiedliche Situationen aber es gibt natürlich auch dieses Tierbrauch.

00:18:12: noch ein Leckerchen.

00:18:13: Das Tier frisst gar nicht mehr richtig.

00:18:15: Wie viel Leckerchen hat es heute schon bekommen?

00:18:17: Zeigen Sie mal, wieviel wenn sie die Hand aufmachen.

00:18:21: Ein guter Trick ist einfach um sich selbst dazu überprüfen ich gebe dem tier ein leckerchen und stecke das gleiche lecker in meine linke Hosentasche Und am Ende des Tages hole ich mal die ganzen Leckerchen aus meiner linken Husentasche, lege die auf die Waage und nehm das Mal vier.

00:18:37: Dann hat man ungefähr das Volumen was man so an Futter gefüttert hat.

00:18:42: ja also wenn man jetzt kleine Fleischleckerchen hatte und sie sind getrocknet also es ist natürlich nur der Vierfacher Teil davon.

00:18:49: Das

00:18:49: hoff ich, sonst müsste man sich ja Frischfleisch in die Tasche stecken?

00:18:51: Genau und das ist natürlich dann schon ganz schön immens wenn man sieht dass Tier kriegt normalerweise am Tag hundert Gramm Döschen und da hat man schon zwanzig Gramm Leckerchen geführt.

00:19:02: Ja da hat Man dann auch die Antwort warum

00:19:05: manchmal die

00:19:06: kleine Susi kein Appetit mehr hat.

00:19:08: Kindern kann man sagen jetzt keinen Eis wie wir essen gleich Abendbrot.

00:19:12: das muss man bei Tieren einfach durchsetzen.

00:19:15: Tierhaltung wird teurer, ne?

00:19:17: Das ist auch ein großes Ding.

00:19:18: Also auch zu Hause nicht nur hier.

00:19:19: Wird ein Haustier zum Luxus, würden Sie es so sagen?

00:19:22: Futter wird teuerer und Tierarzt haben wir besprochen, wird teure.

00:19:26: Leider auf jeden Fall ja!

00:19:28: Also gerade, dass Tier auch eigentlich heutzutage ein wichtiger Sozialpartner ist.

00:19:34: Ist das extrem schade?

00:19:36: In

00:19:36: der Vereinsamung ... Ja, es ist ein wichtiger Sozialkontakt.

00:19:40: Haben Sie ja schon ausgeführt.

00:19:41: Ich habe gelesen, soll gegen Depressionen eröffnet und eine Katze in die Anwesenheit.

00:19:46: Dann müsste man jemandem sagen, da reicht wahrscheinlich das Geld nicht.

00:19:49: Furchtbar!

00:19:51: Wenn jetzt jemand zu Ihnen kommt und sagt, ich möchte diesen Hund, für wen suchen sie eigentlich wen aus?

00:19:55: Kommen sie vom Tier oder vom Menschen?

00:19:58: Also, beide müssen sich ja miteinander gut verstehen.

00:20:01: Ich kann jetzt keinen sportlichen Australian Shepherd zu einer älteren Dame vermitteln

00:20:07: ... Das sagten Sie, weil wir gerade einen gesehen haben?

00:20:10: Ja!

00:20:10: Da war die ältere Dame überfordert, weil der mittlerweile zeigt ich hab Kraft...

00:20:13: Ich kann was!

00:20:15: So und ich würde natürlich auch in eine sehr kleine Wohnung In ein Raucherhaushalt wo es vielleicht wirklich nicht ausreichend gelüftet ist.

00:20:25: da kann ich kein Tier hinvermitteln.

00:20:27: Schauen Sie sich die Wohnung an?

00:20:28: In der Regel berichten die Besitzer erst mal über ihr Wohnumfeld und im Zweifelsfall gibt es dann eine Vorkontrolle, ne Nachkontrolle.

00:20:36: Man muss sich in gewisser Weise auch darauf verlassen können was die Menschen einem erzählen aber es gibt natürlich auch die in Anführungsstrichen Kontrollinstanz beziehungsweise Servicetermine.

00:20:46: Immer?

00:20:46: Ja bei den Hunden müssen die Menschen tatsächlich mehrfach auch kommen mit den Hundenspazieren gehen um zu gucken ob dann auch die ja ich sag mal die Fähigkeit besteht den Hund ordentlich an der Leine zu führen.

00:20:59: Vor

00:21:00: der Vermittlung?

00:21:01: Auf jeden Fall!

00:21:02: Und dann kann man sich so ein kleines Bild machen, je nachdem was es für einen Hund ist muss dann auch die Schundeschule gegebenenfalls weiter besucht werden.

00:21:09: Die Hundehalter müssen gegebenenfall eine Halter-Erlaubnis haben.

00:21:14: Sie müssen natürlich mit ihrem Fairmeter vorher sprechen ob das in Ordnung ist.

00:21:17: Die müssen vielleicht einen Hundeführerschein Je nachdem, wenn es ein Listenhund ist, muss hat man noch ganz andere Auflagen zu erfüllen.

00:21:24: Also die als gefährlich geltenden Hunde?

00:21:26: Ja!

00:21:26: Die als gefährliche geltende.

00:21:27: Das

00:21:28: müssen Sie schon zum Schluss haben, weil am Ende sind's die Menschen.

00:21:31: Wie gesagt jeder topf für uns einen Deckel

00:21:33: wie im wahren Leben.

00:21:48: Jetzt müssen wir über sie reden.

00:21:50: wollen sie uns ihr Alter verraten?

00:21:51: bisschen was persönliches eher trage natürlich ein Nein.

00:21:54: Also ich bin fifty-fünfzig gestern geworden und das ist sehr träglich.

00:21:58: Ja, es ist

00:21:58: sehr träglich!

00:21:59: Ich notiere Fifty erträglich, ja... Wo wohnen Sie?

00:22:02: Ich wohne hier in Essen stattweilen.

00:22:04: Das wäre sonst gar nicht zu hängen gekommen.

00:22:07: Wenn ich jetzt in Ihren Lebenslauf lese, da denke ich zunächst,

00:22:10: hä?!

00:22:11: Wie passt das alles zusammen?

00:22:13: Das ist schon bunt.

00:22:14: Sie haben das Ronald McDonalds Haus in Oldenburg geleitet aber auch das in Essen, das wir alle kennen.

00:22:20: Sie haben sich mit Tierernährung selbstständig gemacht, sind ja auch Ernährungsberaterin für Tiere, für Katzen und Hunde.

00:22:26: Engagieren sie bei Hope Hunter – vielleicht springen wir da nochmal eine halbe Zeile drüber!

00:22:29: Und jetzt leiten sie ein Tier heim.

00:22:31: Wo ist der rote Faden?

00:22:32: Haben sie einen roten Faden gefunden?

00:22:34: Na ja, ganz davor hab ich noch mal eine Ausbildung zu Werbekaufrau gemacht und dann Kommunikation- und Artdirektion studiert, Marketing.

00:22:43: Aber mein Herzenswunsch, also Medizinstudium stand auch mal so auf dem Plan ... aber mein Herzenswunsch waren schon immer die Tiere, das ist meine Herzensangelegenheit.

00:22:54: Aber grundsätzlich auch menschenglücklich zu machen, Freude zu vermitteln eine gute Energie zu vermitteln.

00:23:02: Es gibt so viele negative Dinge und ich bin eigentlich ein sehr fröhlicher Mensch, und kann das hoffe ich auch immer gut

00:23:10: vermittlen.".

00:23:11: Das heißt die Arbeit hier mit den Menschen ist fast ein Schwerpunkt?

00:23:15: Die Liebe zum Tier geht ja letztendlich über den Menschen hier bei uns.

00:23:19: Zum einen müssen die Mitarbeiter ein gutes Gefühl haben untereinander, aber auch zu den Tieren.

00:23:24: Und natürlich müssen die Menschen, die die Tiere adoptieren, ein gutes Gefühl haben und wenn sie in so einen Tier heimkommen wo man mit Miese-Petrich empfangen wird dann ist es nicht schön.

00:23:37: Es ist schön, wenn man merkt, es besteht Interesse an meiner Person.

00:23:41: ja ich möchte vielleicht ein Tier adoptieren und man interessiert sich wirklich für mich.

00:23:46: Das strahlen Sie auch aus, wenn ich Ihnen das so sagen darf.

00:23:49: also man kommt rein und man ist sofort warm und herzlich Willkommen.

00:23:53: Wie Sie jetzt aber dann doch in diese Position gekommen sind, ist lustig.

00:23:57: Sie haben sich nicht beworben, aber sie haben sich beworbt!

00:23:59: Wie lief das?

00:24:00: Haben Sie das denn

00:24:01: gemacht?!

00:24:02: Ja ich hätte den Verein Hubhunter, Tierschutzverein auch für Vorrangig-für-Hunde bei dann auch Auslandstierschutz nicht gegründet, hätte ich seinerzeit ehrenamtlich im Tierheim anfangen können.

00:24:15: Ich hab immer wieder mich hier vorgestellt und hatte für verschiedene Aufgaben zur Verfügung gestellt, war auch mal Hundegassigängerin.

00:24:22: Ja?

00:24:22: Und ach, das war dann aber immer ein bisschen eine Schwierigkeit... ...und dann letztendlich habe ich gesagt, ah danke, runde ich meinen eigenen Tierschutzverein!

00:24:30: Man

00:24:31: wollte sie nicht.

00:24:31: also Sie haben sich hier beworben und man hat jetzt nicht die richtige Verwendung.

00:24:35: Das klingt aber nach Einzelpersonen, die da kein Lust auf hatten.

00:24:37: Ja,

00:24:38: so was gibt's im Leben.

00:24:39: Na klar.

00:24:41: Dann hab' ich halt gedacht, ich mach meine... Eigentlich war ein, den habe ich im Jahr jährlich in Essen gegründet.

00:24:47: Den gibt es ja auch immer noch unter anderer Leitung.

00:24:50: Ja und dann hatte ich aber irgendwann als ich mich mit meinem Laden geschöpft Beutejäger selbstständig gemacht hatte ... ... zwanzig fünfzehn habe ich dann gedacht... Ich bewert mich doch nochmal im Tierheim.

00:25:00: Irgendwas war dann wo ich gedacht hab ach das muss man doch besser machen oder ich weiß es nicht mehr genau Und habe dann, in den vergangenen Jahren, einen Initiativbewerbung an das Tierheim gesendet.

00:25:12: Sie haben sich auf diese Position beworben und was passierte dann?

00:25:18: Ehe gut, Sie sind genommen worden.

00:25:20: Nur eben in dem Jahr ist es auch

00:25:21: so.

00:25:21: Ja genau!

00:25:22: Also erst mal passierte gar nichts.

00:25:24: und dann habe ich gedacht, ja gut, ich hab mich angeboten, das ist nicht so schlimm, dann ist das halt so.

00:25:28: Ich hatte ja meinen Laden bin da ja auch ganz glücklich mit und ... Beute

00:25:31: jähriger?

00:25:31: Das ist ein Ernährungsladen?

00:25:33: Ein

00:25:33: Fachgeschäft.

00:25:34: verartgerecht wurde im Katzenernährung.

00:25:35: Frankestrasse?

00:25:36: Den gibt's noch?

00:25:37: Den gibts noch, ja.

00:25:38: Dann kam aber vor Ostern dieses Jahr die Frau Dr.

00:25:41: Essa Wegmann zu mir in den Laden...

00:25:43: Und das ist die Vorsitzende des Vereins?

00:25:45: Die Vorschandsvorsitzenden

00:25:45: des Vereinens, genau Und hatte ein Mäppchen dabei und ich dachte, irgendwie kenne ich die.

00:25:52: So eine Mappe hatte ich auch

00:25:53: mal.".

00:25:54: Ja dann haben wir uns zum Gespräch zusammengesetzt und dann fragte sie mich ob ich nicht Lust hätte, die Tierheimleitung zu übernehmen.

00:26:00: Das mit der Mapp habe ich nie verstanden?

00:26:01: War da ein Logo drauf?

00:26:01: Das war meine Bewerbungsmappe!

00:26:03: Ah das

00:26:03: war ihre Bewerbsreiche zu

00:26:04: stehen?!

00:26:04: Ja die hat dann halt zehn Jahre irgendwo im Regal gestanden.

00:26:09: Gereift!

00:26:10: Gereif sozusagen ja.

00:26:11: Sprung ins kalte Wasser.

00:26:12: oder wussten Sie gleich neinein?

00:26:13: Ich kenn' das hier schon... Zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre lang visualisiert, manifestiert.

00:26:19: Ich weiß genau wo ich jetzt hier anfangen muss?

00:26:21: Gibt's ja manchmal!

00:26:22: Ich hab ja auch relativ lange bei der McDonalds Kinderhilfestiftung gearbeitet und da halt einige Jahre das das Hundertwasserhaus im Gruger Park geleitet vorher in Olinburg dann noch das Kindergesundheitsmobil was ja hier auch durch den Essener Norden gefahren ist es so ein Kooperationsprojekt gewesen mit der Stadt Essen dem Deutschen Kinderschutzbund.

00:26:41: Vom Prinzip her ist diese Struktur ja sehr ähnlich.

00:26:45: Ja, man kümmert sich um Lebewesen und Menschen, um Individuen oder Tiere die halt Hilfe benötigen.

00:26:52: Im Hundertwasserhaus ist es so dass der Verein Eltern Angehörigen ermöglicht während einer Behandlung in der Uniklinik bei ihnen zu bleiben.

00:27:00: also im Grunde ein Wohnhaus?

00:27:01: Genau!

00:27:02: Also die McDonalds-Kinelle Verstiftung bietet dann quasi mit den Häusern ein Zuhause auf Zeit.

00:27:09: Ist noch mal ein anderes Thema.

00:27:11: Die Strukturen sind sehr ähnlich, deshalb ist es für mich jetzt nicht so eine große Umstellung.

00:27:15: Es geht letztendlich darum Menschen zu helfen das tun wir hier ja auch und Tieren dann ein gutes Zuhause zu geben.

00:27:23: ist da noch ein schöner Zusatz

00:27:26: Was haben Sie in den ersten Wochen jetzt gelernt womit sie nicht gerechnet haben?

00:27:30: Ich habe mit allem gerechnet.

00:27:31: Wirklich, ja?

00:27:32: Und

00:27:32: sie haben auch eigene Ideen!

00:27:33: Die kommen hier oben noch mal drauf, ne?

00:27:34: Sie voller Ideen haben sich mir geschrieben.

00:27:36: Ja

00:27:37: das ist leider... Das kann man sehen wie man möchte aber manchmal ist es auch anstrengend weil ich hab unglaublich viele Ideen und wenn ich nur in eine Richtung denke dann denke ich schon wieder ach meine Güte hättest du mal nicht.

00:27:47: Wann sind wir?

00:27:48: ein paar Beispiele?

00:27:49: da freue ich mich darauf.

00:27:50: Also wenn's jetzt um Dekoration geht oder wenn es darum geht wie können wir bestimmte Sachen neu umsetzen das neue Katzenhaus Wie wollen wir das vor je gestalten?

00:28:00: Also es sind ja letztendlich so, wo manche Menschen dann vielleicht vorstehen und sagen, ja weiß ich jetzt auch nicht.

00:28:05: Und dann habe ich schon eine Idee in

00:28:06: Kraft

00:28:08: und häufig nicht immer die Tatkraft um selber alles umsetzen zu können.

00:28:11: Jetzt

00:28:11: haben Sie ein großes Team!

00:28:13: In einem Jahr wollen sie merken, dass war ich.

00:28:18: Das ist meine Handschrift.

00:28:19: Ich würde mich sehr freuen wenn das gesamte Team zusammenwächst, wenn wir vielleicht auch noch ein Tierarzt wieder in Zukunft oder eine Tierarztein in Zukunft haben werden.

00:28:30: Ich würde mich sehr freuen, wenn die Außenwirkung in der Stadt Essen sich auch etwas verbessern ließe.

00:28:36: Ich würden mich freuen, dass wir vielen Tieren ein gemütliches Zuhause hier schaffen können während ihres Aufenthaltes.

00:28:43: Ja viele Wünsche und das ich alles finanziert natürlich!

00:29:01: Ein

00:29:02: Satz, der immer wieder Mahatma Gandhi zugeschrieben wird.

00:29:06: Er stammt wohl von ihm ziemlich sicher nicht, aber der Gedanke ist ganz schön.

00:29:10: Den moralischen Zustand einer Gesellschaft könne man auch daran erkennen wie sie mit ihren Tieren umgeht.

00:29:17: Wie finden Sie den Satz?

00:29:18: Den finde ich sehr gut und da muss man wenn man über den Tierschutz nachdenkt natürlich auch an andere Dinge denken die Massentierhaltung zum

00:29:26: Beispiel.

00:29:28: Die Art und Weise wie mit diesen Tieren Umgegangen wird ist wirklich unmöglich.

00:29:34: auf der einen Seite habe ich die Katze die gehegt und gepflegt wird, die liebevoll behandelt wird.

00:29:39: Auf der anderen Seite habe ich das sehr intelligente Schwein was in einer kleinen Box eingefärcht ist und was als Gebärmaschine missbraucht wird.

00:29:48: Das passt alles nicht zusammen!

00:29:49: Das ist in einer Gesellschaft so eigentlich nicht vertretbar.

00:29:54: Aber wir leben zurzeit in dieser Situation Und wenn es da schon Möglichkeiten gibt Verbesserungen herbeizuführen In der Tierhaltung zum Beispiel dann ist das natürlich ein kleiner Schritt auf dem Weg, den es noch zu optimieren gilt.

00:30:11: Ist ein Tierheim auch ein Seismograph?

00:30:14: Sagen wir mal für unsere Stadt, für auch soziale Probleme denn wenn jemand seine Wohnung verliert oder krank wird und sich trennt oder Geldprobleme hat, dann landet eventuell das Tier.

00:30:25: Dann sieht man daran dass das Tier bei ihnen landet.

00:30:27: Sie müssten also eigentlich Entwicklung relativ früh spüren.

00:30:30: Ja das ist ein schleichender Prozess der immer Intensiver spürbar wird, also die Menschen haben weniger Geld.

00:30:37: Die Menschen haben wenige positive Energie was sich im psychischen Problem auch niederschlägt und dementsprechend ist man manchmal nicht mehr in der Lage sein Tier artgerecht zu halten.

00:30:49: Wird das schlimmer?

00:30:50: Merken Sie das?

00:30:51: Das wird schlimmer gerade auch wegen der Verhaltensauffälligkeit der Hunde vor allen Dingen der Hünde.

00:30:56: Was machen denn die Menschen dieser Stadt gut?

00:30:58: Was erleben sie an Hilfsbereitschaft?

00:31:00: Ach ich kenne ja sehr viele Super Hunde und Katzenhalter, die sich um ihr Tier kümmern.

00:31:08: Die sich belesen, die an Kursenteil nehmen, die die Hundeschule besuchen.

00:31:13: Die einfach sehr engagiert auch ... Eine Katze wird überfahren und liegt am Straßenrand.

00:31:18: Wie viele Menschen fahren daran vorbei?

00:31:20: Es gibt genug Menschen, die diese Katze auflesen zum Tierarzt bringen, um schauen zu lassen, was ist ein Chip in der Katze drin?

00:31:29: Kann man den Besitzer finden?

00:31:32: Und das nimmt natürlich auch den Menschen, die diese Katze vielleicht verloren haben.

00:31:36: Das gibt ihnen eine Sicherheit, mein Tier ist gefunden worden aber das ist nicht selbstverständlich heute.

00:31:41: also es gibt viele Menschen die fahren daran vorbei.

00:31:43: man ignoriert das Leid und fährt einfach dran vorbei.

00:31:48: Da müssen wir gegenhalten.

00:31:49: sie sind da.

00:31:49: ne starke Stimme.

00:31:51: wie nah können Ihnen eigentlich diese Tiere noch einzeln kommen?

00:31:56: Zumindest wenn ich sie beobachte, sehe ich, dass Sie eigentlich eine Freude haben wie eine Besucherin an jedem einzelnen Tier.

00:32:01: Ach guck mal da jetzt möchte ich sie schmusen.

00:32:03: oder hier süß guck Mal!

00:32:05: Also Sie sind da voll drin?

00:32:07: Ja klar jedes Tier ist unterschiedlich.

00:32:10: Jedes Tier braucht seine spezielle Zuwendung und jedes Tier kann in anführenden Strichen auch mit mir reden.

00:32:16: also Ich liebe Tiere und es ist mehr halt einfach eine große Freude mich zu beschäftigen, zu kommunizieren.

00:32:23: Ich hätte gedacht irgendwann ist mein Managerin und sieht dieses eine Tier nicht mehr.

00:32:27: aber sie haben wirklich zu jedem eine kleine Geschichte.

00:32:29: Also ich könnte im Büro sitzen und meine normale Arbeit tun und gleichzeitig einen Katzenbaby füttern.

00:32:35: da habe ich überhaupt kein Problem mit.

00:32:37: Ja und wenn es hier mal so wenig Tiere gibt hab' ich gesehen bringen Sie auch Ihre eigenen mit?

00:32:41: Na das ist nun ne Ausnahme!

00:32:43: Danke schön für dieses inspirierende Gespräch.

00:32:46: Die Sparkasse Est gibt jedem Gast zum Abschluss eine akustische Plakatwand.

00:32:51: Das kann ein Wort sein, das kann ein ganzer Satz sein, es kann ein Song sein, ein kleines Zeichen, ein Emoji... Was haben Sie für uns?

00:32:59: Was würden sie drauf schreiben?

00:33:00: Also für mich gibt es drei Worte die sehr wichtig sind.

00:33:03: Zum einen Mitgefühl, Liebe und Respekt!

00:33:07: Und ich finde gerade, dass jeder Mensch jedes Tier, jedes Individuum und auch aber unsere Natur und die ganze Welt einfach absolut diesen Respekt verdient hat.

00:33:18: Dieses liebevolle Miteinander umgehen und auch Mitgefühl zu entwickeln.

00:33:24: Das ist für mich das eigentlich das Allerwichtigste und ich hoffe wir können es als Menschen auch für die Zukunft noch etwas besser entwickeln.

00:33:32: Michaela Schalk-Morsbach, die neue Leiterin des Albert Schweizer Tierheims hier in Essen.

00:33:36: Dankeschön für Ihre Zeit!

00:33:37: Alles

00:33:38: Gute!

00:33:38: Danke auch!

00:33:40: Ja das

00:33:41: ist der Gedanke den man mitnimmt von dort dass dieses Tierheimen total viel erzählt über Tiere aber vor allem über Menschen und über unsere Stadt.

00:33:50: abonnieren sie den Podcast zu Hause in essen dann meldet sich die neue Folge ganz automatisch.

00:33:56: empfehlen Sie uns auch gern weiter Und hören Sie sich mal durch die vielen, vielen anderen Folgen.

00:34:01: Schauen Sie mal wer da alles schon dabei war!

00:34:03: Die allermeisten Folgen sind zeitlos.

00:34:05: sie erweitern sofort den Horizont und sie erweitern auch die Lust auf magischer Art und Weise hier auf unsere schöne Stadt.

00:34:15: Das war

00:34:15: Zuhause

00:34:16: in Essen ein Podcast der Sparkasseressen.

00:34:19: Die neue Folge jeden zweiten Dienstag im Monat.

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