Folge 72 - Rekord-Freitaucherin Jennifer Wendland
Shownotes
120 Meter Tiefe. Ein Atemzug. Und dann: fallen.
Jennifer Wendland taucht ohne Gerät tiefer als fast jede andere Frau der Welt. Ab etwa 30 Metern beginnt für sie der schönste Teil: der freie Fall. Das Wasser gleitet durchs Gesicht, alles wird still – und was nach Kontrollverlust klingt, fühlt sich für sie nach Freiheit an. Heute nimmt sie uns mit in die Tiefe - in "Zuhause in Essen".
Wie bleibt sie ruhig, wenn ihr Körper nach Luft verlangt? Was passiert in dieser Tiefe? Und warum können wir ausgerechnet beim Freitauchen etwas über Stress, Gelassenheit und mentale Stärke im Alltag lernen?
Eine Folge über Weltrekorde, Ohnmacht, Quallen wie im Weltall – und die Kunst, nicht alles so furchtbar ernst zu nehmen.
Eine kleine BILD-Reportage
Jennifers Homepage
Mal ein Rekord als Beispiel
Und wieder einmal ein Weltrekord
In "Zuhause in Essen" spricht die Sparkasse Essen nicht über die gute alte Zeit. Wir sprechen über das, was Essen schon heute besonders attraktiv macht und was nach der Zeit der Ruhrkohle noch Magisches passieren wird. Immer mit Gästen, die Gegenwart und Zukunft auch gestalten. Und wenn WDR Moderator Tobias Häusler einmal in den Rückspiegel schaut, dann nur um die Spur wechseln zu können.
Jeden zweiten Dienstag im Monat ein spannender Gast - aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Kultur, Ehrenamt… Und ein ungewöhnlicher Blick auf unsere schöne Stadt.
Transkript anzeigen
00:00:02: Auf Zypern hatte ich das mal, dass zwischen siebzig und achtzig Meter so eine Wolke aus Quallen war.
00:00:08: ...als würde man irgendwie durchs Weltall fallen!
00:00:11: Das war so cool, es war schon ein schöner Moment.
00:00:13: So was passiert einem natürlich.
00:00:15: Ich habe ja dann relativ klein komprimierte Lungen ab dreißig, vierzig Meter und gehe den freien Fall über.
00:00:22: Du fällst?
00:00:23: Ich fall einfach und lasse mich von der Schwerkraft in die Tiefe ziehen.
00:00:26: Und das ist die schönste Phase, das ist einfach freier Fall.
00:00:28: Das Wasser fließt durchs Gesicht,
00:00:30: das ist wunderschön.
00:00:31: Genau, das machen
00:00:32: wir jetzt.
00:00:41: Herzlich willkommen!
00:00:42: Gerade Ihnen ganz persönlich.
00:00:44: Unser heutiger Gast, ja, ist wirklich ganz unten angekommen und sie freut sich auch noch drüber Jennifer Wendland.
00:00:51: Sie erreicht damit Rekorde- und Weltmeistertitel.
00:00:54: Diese Folge ist Abkühlung pur übers Ohr. Das kann nur Podcast.
00:00:59: Wir gehen in die Tiefe der Meere.
00:01:02: Wir tauchen gemeinsam, was für eine besondere Erfahrung.
00:01:05: und wir werden nach dieser Episode ganz neu mit Stress umgehen, mit Sorgen, mit Ängsten.
00:01:10: Hat sie Angst vor dem Tod?
00:01:11: wurde Jennifer Wendland gefragt?
00:01:13: Und sie hat sofort ohne zu zögern gesagt nein!
00:01:16: habe ich nicht.
00:01:17: Ich hab schon mit gut vierzig jetzt mehr erlebt als neunundneinzig Prozent meiner Mitmenschen.
00:01:22: Könnt jederzeit vorbei sein, ich will es nur nicht vorher wissen!
00:01:25: Okay...ich bin Tobias Häusler.
00:01:27: das ist schon Folge zwei und siebzig des ältesten aktiven Sparkassen- und Banken-Podcasts in Deutschland.
00:01:33: wir bleiben eben mit der Stadt im Gespräch.
00:01:35: jeden Monat öffnen wir Türen von Essener Persönlichkeiten die sonst verschlossen blieben und wir schauen was macht das Leben in Essen heute schon toll?
00:01:43: wo ist noch Potenzial?
00:01:45: Eine wichtige Bitte Abonnieren Sie diesen Podcast in Ihrer Lieblings-Podcast App, dann meldet sich die neue Folge immer ganz automatisch.
00:01:52: Und hier ist sie – Die Frau, die so tief tauchen kann wie keine andere Deutsche ohne Gerät!
00:01:59: Jennifer Wendland, ganz unten angekommen und Essnerin sind eigentlich all die Rekorde und Titel gleich bedeuten mit «Keine Deutsche kann so lang die Luft anhalten»,
00:02:12: Tatsächlich haben wir unterschiedliche Disziplinen.
00:02:14: Es gibt auch noch Impolstreckentauchen und Zeitauchen, da gibts ne gute Freundin Heike die kann zehn Minuten fast die Luft anhalten.
00:02:22: das ist mir ein bisschen zu lange.
00:02:23: ich tauch lieber tief.
00:02:24: Du taust tief?
00:02:25: Und kannst trotzdem lange die Luft anhalten?
00:02:27: Sieben Minuten?
00:02:27: Ja!
00:02:28: Sehn
00:02:28: Minuten?!
00:02:30: Wenn wir jetzt gar kein Thema mehr haben würde ich dich bitten einfach mal sieben Minuten Luft anzuhalten.
00:02:34: Wir checken das Folge vorbei.
00:02:37: Das machen wir nicht, wir sprechen.
00:02:39: Was du machst, ist durchaus in einem Satz zu erklären.
00:02:42: Du tauchst ohne Gerät so tief wie kaum eine andere Frau auf der Welt.
00:02:47: Abnoei heißt es?
00:02:49: Abnoeetaucherin Freitaucherin.
00:02:51: Ich hab dich in Videos selbst in die Tiefe schwimmen sehen!
00:02:54: Du bist da mit nem Schlitten in die tiefe gezogen worden.
00:02:57: Du hast bis selbstständig aufgetaucht.
00:02:59: Du bist mit ner Art Ballon am Schlitten wieder hochgezogen worden.
00:03:01: was is die Sportart?
00:03:04: Okay, wir haben sehr viele verschiedene Disziplinen.
00:03:06: Und in Wettkämpfen tauchen wir immer aus eigener Kraft in die Tiefe und aus eigenter Kraft wieder rauf.
00:03:13: Da hab ich über hundert Meter mittlerweile gemacht.
00:03:15: Dann gibt's noch die mit dem Schlitten ... da tauchen weh mit diesem Schlitten in die tiefe aber aus eigenner Kraft wieder hoch.
00:03:23: Da mache ich dieses Jahr Weltrekorde in dieser Disziplin.
00:03:26: Genau, dann gibt es noch die, wo man mit dem Hebesack wieder hochkommt.
00:03:29: Aber das ist eigentlich nur für Trainingszwecke, um den Weg nach unten zu üben.
00:03:33: Okay, ich sage schon sehr viele Weltrekorde.
00:03:36: Was sind denn die wichtigsten?
00:03:38: Ich glaube so in den Top ten Frauen tun wir es nicht viel und sind voneinander beeindruckt.
00:03:43: Aber ja, ich habe drei BWM-Titel mittlerweile geholt und drei Weltrekorde.
00:03:47: Und ja, die Weltrekorder jetzt auch zuletzt mit hundertzwanzig Meter Tiefe das war schon ziemlich tief und ziemlich gut.
00:03:55: Das finde ich auch ziemlich tief!
00:03:57: Tiefer als die deutschen Männer.
00:03:59: Äh, ich glaube ja.
00:04:00: Das müsste sein!
00:04:02: Zumindest hatte ich das in einem Video und ich habe sehr viel von dir gesehen.
00:04:05: Sehr gefreut.
00:04:07: Ich kann da unten im Meer Fische beobachten... ...ich kann Korallen sehen ist ja wirklich faszinierend so ein Ozean.
00:04:12: Du tauchst da runter und wieder hoch.
00:04:13: was is der Spaß?
00:04:15: Der Spaß ist die Entspannung.
00:04:18: also man ist wirklich komplett bei sich.
00:04:20: man lässt jeden Mist den man vorher erlebt hat an der Oberfläche zurück sämtliche Ängste Sorgen alles bleibt oben
00:04:27: Und unten
00:04:28: bin nur ich und mir selbst verantwortlich.
00:04:30: Das ist ein unglaubliches Gefühl von Freiheit, das ist natürlich schön da unten.
00:04:34: Es ist blau, es ist ruhig ... und es gibt Fische!
00:04:39: Es gibt Werbekampagnen, da sieht man den Menschen auf einem Berg stehen.
00:04:42: Gibt's bestimmt auch bei der Sparkasse Essen?
00:04:44: Die Arme ausbreiten, schaut in die Ferne kann durchatmen.
00:04:48: Das sind doch das Symbol für Freiheit.
00:04:50: Ich bin da unten, die Arme schleitend schlafen an mich herab so Du kannst nicht weit sehen, es ist dunkel wie du sagst.
00:04:58: Atmen geht sowieso nicht!
00:04:59: Warum ist das Freiheit?
00:05:01: Das ist eigentlich das Gegenteil von Freiheit.
00:05:03: Es eben Freiheit weil mir da keiner reinredet.
00:05:05: Ich bin da ganz alleine niemand ist bei mir.
00:05:08: klar bin ich gesichert an einem Seil für den Notfall aber ansonsten mache ich alles da unten mit mir selbst aus.
00:05:14: kein Mensch der mir da rein redet keinen Flugzeug dass vorbeifliegen kann und meine Ruhe stört.
00:05:20: nichts
00:05:21: Denkste da unten über irgendwas nach.
00:05:23: Ich denke über den Prozess nach.
00:05:25: Also ich bin, man kann sagen in der Art meditativen Zustand also voll fokussiert auf das was ich in dem Moment mache.
00:05:31: Auf jede Bewegung, auf jedes Druckausgleichsmanöver die Entspannung, die auch brauche.
00:05:37: Das hilft mir natürlich auch wenn ich auf diesen Tauchgang fokusiert bin.
00:05:40: ja dass sich keine Angst einschleichen kann.
00:05:43: Ist es ein Talent was du immer schon hattest oder speziell für diese Sportart trainiert?
00:05:47: denn diese diese Fähigkeit brauchst ihr auch als sozusagen Operateur als Chirurg im OP?
00:05:54: Also ich wurde definitiv nicht mit der Fähigkeit geboren.
00:05:56: Das habe ich mir über Jahre antrainiert, klar wenn man den Sport ausübt dann lernt man das nach und nach aber eben auch gezielt über gewisse ja Mentaltechniken und Meditationen.
00:06:05: Und
00:06:05: du kannst es weitergeben darüber wollen wir sprechen also über diesen Reiz warum sich dieses Sportart nicht loslässt was wir aber auch in unseren Alltag übernehmen können lernen können ohne unser Leben zu riskieren.
00:06:16: Da sagst du natürlich, du widersprächst und sagst so gefährlich ist das nicht wenn man sich an die Regeln hält.
00:06:20: aber es sind schon Menschen gestorben in dieser Sportart.
00:06:22: Es ist keine ungefährliche Sportart.
00:06:24: Ja also die Toten die gezählt werden sind in der Regel Personen gewesen die alleine getaucht sind.
00:06:29: Riesenfehler.
00:06:31: Also wer im Wasser die Luft anhält und unmächtig wird Der ist tot solange er nicht gerettet wird.
00:06:36: Das heißt, unsere erste Regel ist tauchen hier allein selbst nicht in der Badewanne auch nicht im Schwimmbad weil das einfach sehr schnell gehen kann.
00:06:44: Das waren halt auch Freunde habe ich verloren auf die Art und Weise gerade in der Corona-Zeit, die dann meinten sie gehen alleine im See trainieren, weil ja alle Schwimme dazu waren und das ist sehr traurig.
00:06:56: Viele Menschen sagen ihr im Sport du musst da über Grenzen gehen?
00:06:59: Und du scheinst da wirklich eine der ganz wenigen Sportarten zu machen denn der sagt Ich muss definitiv eben Wettkampf in meiner Komfortzone bleiben.
00:07:06: Interessant!
00:07:07: Ja, das ist halt das Problem.
00:07:09: Man muss aus der Komfortzone raus, um sich weiterzuentwickeln und das pusche ich natürlich im Training auch vor allem dann im Schreckentauchen oder wenn ich zu Hause auf dem Sofa die Luft anhalte.
00:07:19: Machst du das?
00:07:19: Ja wirklich!
00:07:20: Ja klar!
00:07:21: Das heißt, man guckt mit dir auf einem so versetzten Film und du hältst plötzlich und sagt da mal, möchtest du noch was trinken?
00:07:26: und du antwortest nicht weil du die Luft anhältst?
00:07:29: Ich würde das natürlich vorher ankündigen dass ich jetzt gleich die Luft einhalte und sag dann meinem Mann ja jetzt mache ich eine Atem-Tabelle und er sagt ja mach mal Ja, das ist okay.
00:07:37: Das geht bei Netflix aber meist versuche ich eher eine ruhigere Umgebung zu haben um mich auch auf mich zu konzentrieren in der ganzen Geschichte.
00:07:44: Gibt es noch Leute die Angst haben in deiner Nähe um dich?
00:07:47: Meine Eltern haben immer Angst wenn ich ins Wasser gehe Aber ich glaube mittlerweile haben sie verstanden dass ich das mit Sinn und Verstand mache Und ja nicht aus Lebensmündigkeit sondern aus Freude und dass sich auch sehr viel Wert auf Sicherheit lege.
00:08:12: Böhren Sie diese Folge bis ganz zum Ende, denn es bringt uns am Ende wirklich allen was.
00:08:17: Wir fangen mal vorne an Jennifer, geborenen Essen?
00:08:21: Du hast früh ins Wasser gefunden.
00:08:23: Nicht in Essen geboren.
00:08:23: Das fällt dir plötzlich wieder ein.
00:08:25: Da warst du schon wieder im Trance-Zustand.
00:08:27: Wohnend in Essen, geboren in Mal.
00:08:30: In Mal!
00:08:31: Nicht weit weg.
00:08:32: Du hast früher ins Wasser gefunden, wann wurde Wasser zum Sport?
00:08:35: Boah, das ist eine schwierige Frage.
00:08:37: Eigentlich haben meine Eltern mich schon immer mit ins Wasser genommen und dann habe ich bei der DLRG Schwimmen gelernt.
00:08:41: und da erste Wettkämpfe und irgendwann normales Leistungsschwimmen, irgendwann unter Wasser Rugby und dann wurde Freitauchen draus.
00:08:48: Das heißt du musst dich jemanden angesprochener haben und gesagt haben warum hast du denn ein Rugby?
00:08:51: Ein Rugbyball in der Hand macht doch was Cooles ohne Rugby!
00:08:55: Es war irgendwann so ein bisschen die Frage, was ist mit meinem Privatleben auch leichter vereinbar?
00:08:59: Also eine Mannschaftssportart.
00:09:00: Mit den ganzen Wochenendterminen und dann dem Training abends.
00:09:03: und so war für mich schwieriger mit dem Job vor einbar als zu sagen ... Ich halt halt auf dem Sofa die Luft an.
00:09:09: Klar!
00:09:10: Es gibt ja keine Punkte mehr zu gewinnen, es gibt kein Team mehr zu schlagen.
00:09:13: Das ist schon ne ganz andere Sportart in der man auch einsamer kaum sein könnte.
00:09:17: Einsam fühle ich mich eigentlich nicht weil ich hab immer Sicherungstaucher da Nach und nach auch zu guten Freunden.
00:09:24: Und dann den Tauch-Centern, an denen wir trainieren... Da gibt's ja immer ganz viele andere Freitaucher!
00:09:29: Man ist mit der Zeit so eine Community, trifft immer die gleichen Leute ...und hat dann so ne kleine Ersatzformilie während man weg ist.
00:09:36: Wie nähert man sich dieser Sportart?
00:09:37: Ich hab gelesen zehn Meter tief zu tauchen.
00:09:39: Das geht bei nem gesunden Menschen.
00:09:42: Es wird schwierig wenn es weiter runtergeht.
00:09:44: Also ich würde erstmal jedem empfehlen einen Anfängerkurs machen um eben auch die Sicherheitsregeln zu lernen.
00:09:49: Und dann geht es damit los, dass man erst mal im Trocknen die Luft anhält und merkt was ist ein Atemreiz.
00:09:54: Wie schlimm kann das werden?
00:09:56: Oder vielleicht ist es auch gar nicht schlimm?
00:09:58: Und ja, Tieftauchen, je nachdem wie da die anatomischen Fähigkeiten in den Ohren sind ... Ja, zehn bis zwanzig Meter für einen Anfänger ist gut drin!
00:10:06: Und immer Leuten Bescheid sagen bevor man's
00:10:08: probiert?!
00:10:09: Ja und am besten jemanden haben, der direkt da ist umzusichern.
00:10:11: Also nicht nur Bescheidssagen und derjenige geht sich eine Pommes holen.
00:10:14: Das reicht nicht, also Armlängeabstande...
00:10:18: dann brauchst du jemanden, der dir zeigt was sonst noch so möglich ist.
00:10:20: und das hast du gemerkt immer der nächste Zehnerschritt.
00:10:23: Ist eine gute Motivation?
00:10:25: Kann auch sein ja!
00:10:26: Weil so jetzt zehn Meter, zwanzig Meter und dann verändert sich ja etwas.
00:10:29: wir werden gleich gemeinsam abtauchen und wirklich diese Zehnerschritte mal so durchgehen dass es ganz ganz spannend.
00:10:34: Es ist eigentlich auch ein teurer Sport, ne?
00:10:35: Du musst reisen.
00:10:36: Du brauchst diese Sicherheitstauchoffe von denen du gesprochen hast.
00:10:38: Du hast nicht die größte Medienöffentlichkeit das heißt auch nicht die großen Sponsoren wahrscheinlich.
00:10:42: Äh ja man hat einen Job um Geld zu verdienen und dann sich sein teures Hobby zu leisten.
00:10:47: aber ja es sind schon viele Kosten die zusammenkommen so eine Saison.
00:10:50: um die zwanzig tausend Euro muss man schon rechnen.
00:10:54: Kriegt man das über Preisgelder wieder rein?
00:10:55: Nein!
00:10:56: Brauchst noch Sponsor?
00:10:57: Ich kenne Leute bei der Sparkasse Essen.
00:11:00: Wir sollten reden
00:11:03: Um zu erklären, für Sie als Essenderin der RWE-Turm, Westenergie-Turm und Yvonnec Turm heute ist hundertundzwanzig Meter hoch.
00:11:12: Stellen sie sich unten hin, schauen sie mal hoch!
00:11:14: Das ist grob die Distanz in der es für Jennifer in die Tiefe geht.
00:11:18: Und wieder rauf?
00:11:19: Und wieder auf!
00:11:20: Also vom RWE Tum wieder runter.
00:11:22: Wo trainierst du?
00:11:23: Das ist doch eigenes Sportart für Leute, die am Meer wohnen.
00:11:26: Ja, das ist natürlich die große Schwierigkeit.
00:11:28: Wenn ich in Deutschland bin ... In dem was man so hat, Fitnessstudio, schwimmbart in Rüttenscheid bin ich viel oder jetzt im Sommer auch meinem Krugerbad der Rest zu Hause auf der Fahrradrolle in der Garage die Luft anhalten.
00:11:41: solche Spielchen macht man dann um sich gut vorzubereiten.
00:11:44: Der Rest ist dann ungefähr dreimal im Jahr für einen Monat irgendwo hin wo das Wasser blau und tief ist wo ich ordentlich Tiefe trainieren kann
00:11:52: Plus die Wettkämpfe.
00:11:54: Ja, kommt immer drauf an wie viel frei ich nehmen kann und will.
00:11:58: Und du hast alles zeitlich passt.
00:12:00: Ach so es gibt auch mal Jahre wo du gar keinen Wettkampf machst?
00:12:03: Genau!
00:12:04: Also letztes Jahr habe ich nicht einen Wettkämpf gemacht zum Beispiel.
00:12:06: Das hab' ich zur Vorbereitungszeit genutzt für das was ich dieses Jahr vorhabe.
00:12:10: Und das scheint zu funktionieren.
00:12:11: Du sprach schon über Rekorde.
00:12:13: Was war das?
00:12:13: Ja dieses Jahr schon zwei Weltrekorde gemacht in variablem Gewicht also runterziehen lassen aus eigener Kraft wieder hoch schwimmen
00:12:19: ja
00:12:19: und das mache ich dieses jahr auch nochmal weil das war noch zu einfach.
00:12:23: Ist es nicht viel logischer, aus eigener Kraft runterzukommen und sich dann sozusagen wieder hochziehen zu lassen?
00:12:27: Einfach nur so aus Sicherheitsgründen.
00:12:29: Ja gut könnte man machen aber die Disziplin funktioniert halt so.
00:12:32: also die Regeln habe ich nicht gemacht.
00:12:34: Okay verstehe ja weil ich dachte Motor hat's leider nicht geschafft Aber immerhin schön tief gekommen aber leider nicht wieder hoch.
00:12:41: Also das ist ja kein Sport sein aber du sitzt extrem fröhlich vor mir.
00:12:45: Das heißt es muss funktionieren.
00:12:47: Ich bin ganz aufgeregt weil Du nimmst uns natürlich mit.
00:12:49: Bist du noch bei irgendwas aufgeregt?
00:12:51: Gibt es Stressmomente im Alltag für dich, weil du extrem fokussiert wirkst.
00:12:55: Stressmomenten klar gibt's die vor allem tatsächlich beim Radfahren durch die Stadt.
00:13:00: wenn mal wieder ein Autofahrer mich schneidet mir die Vorfahrt nimmt eine Auto-Tür einfach aufgeht da geht der Puls auf jeden Fall hoch.
00:13:06: ja
00:13:06: aber nicht bei hundert Metern allein unten in der Tiefe des Meeres.
00:13:10: nee weil da habe ich ja den Prozess.
00:13:12: und was passiert unter Kontrolle und im Straßenverkehr?
00:13:15: Ich hab die anderen Leute nicht unter
00:13:16: Kontroll.
00:13:17: Ja das ist wahr.
00:13:18: Also Weltmeisterschaft!
00:13:32: Wie weit du tauchen willst, muss man vorher angeben in einer geheimen Angabe.
00:13:37: Vorher hast Du selbst bestimmt.
00:13:38: das schützt, Athletinnen und Athleten davor dann doch nicht aus Übermut weiterzutauchen als sie sich das selbst zutrauen ist Leben zu riskieren.
00:13:45: Das heißt, Du weißt vorher was Du erreichen willst.
00:13:49: Ganz genau.
00:13:50: Ich sag zum Beispiel hundert-zwei Meter Tiefe an und ich kann mir natürlich vorher so ein bisschen aus den Saisonergebnissen der anderen ableiten, in welche Richtung das gehen kann bei denen.
00:13:59: Aber am Ende ist es ein Pokerspiel, in dem man aber berücksichtigen muss, dass man vielleicht auch nicht seine eigene Fähigkeiten überschätzt.
00:14:06: Das ist wichtig?
00:14:08: Und man hofft, dass die Anderen es tun!
00:14:09: Also heißt sie jemanden, der Hundert sechs angibt, da hoffst du, das klappt dann vielleicht hoffentlich nicht.
00:14:13: Ja, ist natürlich dann schade für die Person, aber gut für mich in dem Moment ja.
00:14:17: Sport
00:14:17: halt.
00:14:17: Genau.
00:14:19: Wir fangen an.
00:14:21: Du liegst da im Meer in diesem hautengen.
00:14:24: Neoprenanzug, Nasenklammer habe ich gesehen und dann so eine spezielle Brille auf dem Wasser... Was muss ich über diese Ausrüstung wissen?
00:14:30: Also diese Brille ist eine Schwimmbrille, die ich aber mit Wasser fülle.
00:14:33: Ich kann keinen Druckausgleich reinmachen, sonst würde es mir die Augen aus den Augehöhlen raushaugen.
00:14:38: Wie meine klassischen Taucherbrille auch über die Nase geht?
00:14:40: Ja genau, die kann man ja über die Nasen ausgleichen und das geht halt bei meiner Schwimmbrille nicht.
00:14:44: dafür hat sie dann ne Linse drin, ich weiß nicht irgendwas, vierzig plus Dioptrin um da diese Wasserbrechung auszugleichen Und dann kann ich damit klar sehen Aber die Größen- und Entfernung sind ein bisschen anders.
00:14:58: Um dich herum, Sicherheitstaucher, Schiedsrichter.
00:15:00: Die anderen Athletinnen und Athleten, die Medien!
00:15:03: Und deine Hauptaufgabe ist jetzt, dich so sehr zu beruhigen wie das es von dir in Zitat zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres.
00:15:10: Genau, das muss der entspannteste Moment meines Jahres sein.
00:15:13: Der Start bei der WM.
00:15:15: Wie
00:15:15: geht das?
00:15:17: Sag mal so... Es funktioniert nicht immer zu hundert Prozent.
00:15:19: Es gibt Tage da läuft das besser, es gibt Tage dann ist das schwieriger kommt auch darauf an wie viel man sich vorgenommen hat natürlich für den Tag.
00:15:26: In der Regel schaffe ich das durch gewisse Atemübungen, die ich nutze.
00:15:31: Durch so ein kleines Mantra, dass ich für mich benutze und mich auf bestimmte Emotionen zu fokussieren, positive Emotion... Ja!
00:15:38: Und dann bin ich einfach voll im Prozess und blende alles aus, was um hier rum passiert.
00:15:42: Magst du uns das Mantra verraten?
00:15:44: Also beim Einatmen denke ich meist an so Dankbarkeit.
00:15:48: weil Dankbarkeit eine extrem intensive Emotion ist.
00:15:51: Also Dankbarigkeit für all die Menschen, die da ihren Urlaub opfern um mir bei dem Tauchgang zuzuschauen.
00:15:55: Gerade um dich herum sind?
00:15:56: Die, die ich eigentlich ablenken müssten ... Da sagst du toll, dass ihr da seid im Kopf!
00:16:01: Genau.
00:16:02: und beim Ausatmen denke ich an Entspannung oder Freude.
00:16:06: also es kommt mal drauf an wo nach mir gerade die Laune ist.
00:16:10: Du legst deinem Wasser Du bist entspannt wie nie zuvor.
00:16:13: Es läuft ein Countdown, den hört man auch?
00:16:16: Ja,
00:16:16: den muss man hören weil ich habe einen Zeitfenster von drei Sekunden in dem ich abtauchen muss.
00:16:20: Das frage ich genau.
00:16:21: Videos teile ich in den Show Notes.
00:16:22: es ist hochspannend aber bitte bleiben sie noch ein bisschen in der Folge.
00:16:26: Der Countdown läuft und das Mädchen taucht nicht ab.
00:16:29: oder denke ich was passiert denn jetzt?
00:16:30: wann wie lange lässt sich seit etwas dreißig Sekunden Zeit ein Fenster in dem du dann abtauchen darfst?
00:16:35: so was passiert dann?
00:16:36: nach meinem letzten Atemzug drehe ich mich um auf dem Bauch und dann tauche ich in die Tiefe.
00:16:42: Dann habe ich die ersten zwanzig Meter noch Auftrieb, weil ich bin ja quasi wie so ein aufgebusteter Ballon an der Oberfläche.
00:16:48: Ja, hier lungen natürlich mit so viel Luft vor, wie es geht und muss erst mal gegen diesen Auftrieb in die Tiefe schwimmen.
00:16:53: Wie
00:16:53: wir alle das kennen wir?
00:16:55: Die ersten zehn Meter, wie immer wenn man in die tiefe tauchten Ring hoch holen möchte... Das geht dir auch so!
00:16:59: Das ist anstrengend.
00:17:01: Ich kann zwar Blei mitnehmen, dass macht das einfacher aber das muss ihr alles wieder rauf schleppen.
00:17:04: also muss man sich schon überlegen, wie viel man da tatsächlich mitnimmt.
00:17:08: Ach das
00:17:08: ist spannend!
00:17:09: Soviel Bleib, wie du magst?
00:17:10: Ja also ich bin meist bei so einem Kilo anderthalb je nachdem wie dick mein Anzug ist den ich mitnehme, den ich anziehe.
00:17:17: aber ja... Das kann ich mitnehmen.
00:17:21: Ein sehr guter Sicherheitstaucher sollte locker aus dem Stand dreißig bis vierzig Meter tauchen können, dass es an sich schon eine menschliche Herausforderung.
00:17:29: was verändert sich nach diesen zwanzig Metern und Dreißig Mettern?
00:17:32: Genau so.
00:17:32: nach den Zwanzigmetern ist für mich auf dem Weg nach unten einer der wichtigsten Phasen Weil da finden wichtige Manöver für den Druckausgleich statt.
00:17:40: Wenn wir das im Pool mal ausprobiert, nach unten zu tauchen dieser Druck in den Ohren der muss ausgeglichen werden sonst reißen irgendwann die Trommelfälle.
00:17:47: und das ist je tiefer man kommt eine sehr schwierige Sache.
00:17:51: und dass ja die wichtigsten Manöva dafür mache ich so in der Tiefe mach meinen Mund voll mit Luft wie ein Hamster weil die Luft brauche ich für den Druckaufgleich bis
00:18:00: hin.
00:18:00: Klar!
00:18:01: Sie kann ja nicht atmen Das heißt es kommt aus der Lunge.
00:18:03: Du lässt nur Luft in die Wangen
00:18:06: Ich presse sie mit meiner Bauchmuskulatur
00:18:08: hoch.
00:18:09: Du hast den Mund voll?
00:18:11: Genau!
00:18:11: Und dann macht das ein Geräusch, du machst so eine Art Luftausgleich ...
00:18:14: Ja es ist quasi so ...
00:18:17: und das macht man ständig.
00:18:18: Das mache ich das letzte Mal bei um die dreißig Meter weil danach geht es überhaupt nicht mehr.
00:18:23: da sind meine Lungen durch den äußeren Druck schon so komprimiert dass sich damit der Bauch muskulatur drücken kann wie ich will.
00:18:28: da kommt keine luft mehr hoch.
00:18:30: Und wo kommt sie dann her?
00:18:31: Anders wie passiert der Druckausgleich, der lebenswichtig ist für die Trommelfälle.
00:18:36: Genau!
00:18:36: Ich hab ja Luft im Mund gespeichert und die muss bis unten reichen für den Ausgleich.
00:18:40: Dann benutze ich meine Zunge wie ein Kolben und schiebe die Luft Richtung Ohren.
00:18:45: Macht das auch ein Geräusch?
00:18:46: Das macht kein Geräusche.
00:18:48: Schade...
00:18:49: ich liebe Geräuschen.
00:18:50: Dann vielleicht noch mal das GeräusCH von Anfang auf.
00:19:09: welche Größe schrumpft die Lunge?
00:19:11: Äh ... ja, ungefähr Faustgröße in der Tiefe.
00:19:15: Dann kommen wir im Bereich, indem nur noch wenige Menschen tauchen.
00:19:18: Da werden hier wenig Menschen begegnen.
00:19:20: hochspannend.
00:19:22: Das heißt, der Wasserdruck von oben und die Erdanziehung von unten werden so hoch?
00:19:28: Dass du dir keine Mühe mehr geben musst, noch tiefer zu tauchen!
00:19:31: Genau ich hab dann relativ klein komprimierte Lungen ab dreißig vierzig Meter und geh den freien Fall über.
00:19:36: Du fällst.
00:19:37: Ich fall einfach und lass mich von der Schwerkraft in die Tiefe ziehen.
00:19:40: Das ist die schönste Phase.
00:19:42: Es ist ein freier Fall, das Wasser fließt durchs Gesicht und es ist wunderschön.
00:19:46: Das ist der schönste Moment?
00:19:49: Genau was im Kopf genau passiert ist.
00:19:51: ich versuche nah am Seil zu bleiben.
00:19:53: Ich versuch möglichst jeden Muskel zu entspannen weil ich baue ja in dem Moment keine mehr.
00:19:56: Ich kann einfach fallen und versuche eine gute Freifallposition haben um keine Zeit zu verlieren.
00:20:02: Und Muskeln brauchen wollen Sauerstoff wenn sie sich bewegen.
00:20:08: Kontrahieren
00:20:10: Du sagst, Widersprüchliche sind Interviews.
00:20:11: Gerade eben hast du es wieder getan und zwar auf der einen Seite sagst du, du kannst alle Sorgen- und Ängste Emotionen an die Oberfläche lassen?
00:20:17: Auf der anderen Seite sagste auch in Zeitschriften all'e Emotionen, die ich oben hatte spürig unten verstärkt.
00:20:24: Nee das ist tatsächlich auch was passieren kann.
00:20:26: deshalb versuche mich eine Oberflächen auf positive Emotionsforsieren wie diese Dankbarkeit und die Freude und die Entspannung weil dann nämlich die mit in die Tiefe wenn ich in einer Oberfläche bin Dann wird das unten nicht besser.
00:20:41: Das kann ich versprechen!
00:20:43: Es gibt einen Punkt, an dem der Körper atmen will.
00:20:45: Du hast gesagt, man kann ausprobieren?
00:20:46: Können Sie auch jetzt beim höheren ausprobierend?
00:20:48: es gibt den Atemreflex wo er glaubt ist wir jetzt ganz gut vielleicht sogar lebenswichtig.
00:20:52: das kann ja panisch sein wenn ich jetzt keine lufthole sterbe.
00:20:55: ich stimmt es dass ab trainiert hast
00:20:58: also würde ich jetzt den tauchgang lang übers sterben nachdenken.
00:21:01: wird das auch nicht funktionieren.
00:21:02: das heißt natürlich ein gedanke den habe ich erstmal nicht.
00:21:05: diesen atm reizten kann man sich tatsächlich Ja, nicht komplett wegtrainieren.
00:21:09: Irgendwann kommt er trotzdem, aber bei mir kommt der so spät und so leicht ... dass der mich eigentlich nicht mehr stört.
00:21:16: Und wenn ich auf dem Weg nach oben bin, weiß ich ja auch, der hat keine Relevanz für mich, weil ich muss eh nach oben.
00:21:22: Kann ich den ein Stück weit ausblenden?
00:21:24: Weil das hilft jetzt eh nichts!
00:21:27: Da ist ein Panik zugeraten, bringt mir nichts.
00:21:29: Dann kann ich es ausblende.
00:21:30: Wie eine Psychotherapie, da kommt ein Gefühl, du sagst, da bist du ja, das ist nur natürlich... Genau.
00:21:34: -...und vielleicht gibt's wieder
00:21:35: Luft.".
00:21:36: Macht ihr keine Sorgen?
00:21:37: Ich hab das im Griff.
00:21:38: Im Prinzip genau so, ja!
00:21:40: Krass!
00:21:40: Es muss dann noch einen anderen Reflex geben der dich warnt wenn du sagst ich schaff's nicht
00:21:44: Naja beim Tieftauchen... Klar gibt's noch andere Dinge, die man spüren kann.
00:21:49: Aber ich hab keine Wahl, wenn ich unten war, musste ich den Weg nach oben!
00:21:53: Also lohnt es sich nicht darüber nachzudenken?
00:21:55: Wenn man kurz vor Sauerstoffmangel ist, dann verengt sich das Sichtfeld ... Bei mir wirds von Bund eher so Richtung Schwarz-Weiß.
00:22:05: Daran merk' ich am ehesten, dass bei mir sehr wenig Sauerstoffs übrig ist.
00:22:09: Wie ist das mit der Temperatur?
00:22:11: Oben geht's mit vierundzwanzig Grad los und dann?
00:22:13: Kommt drauf an, wo man ist.
00:22:14: Also im Mittelmeer unten, vierzehn, fünfzehnt, sechzehn Grad ... In Ägypten, dreinzwanzig in Karibik, achtundzwanziger Grad.
00:22:22: Das ist wirklich sehr unterschiedlich.
00:22:23: Im See hätte man nur noch vier Grad unten.
00:22:26: Sechszig Meter Lase sind vielleicht nochmal dreizehn Grad in manchen Gewässern?
00:22:30: Ja!
00:22:31: Woran erkennst du denn dass du unten jetzt eine Marke erreicht hast die du nicht mehr unterbieten musst das es vorbei ist?
00:22:37: Ich hab ja am Tag vorher oder im Training, bevor ich lostauche gesagt, welche Tiefe ich erreichen möchte.
00:22:43: Auf der Tiefe ist ein Stopper die sogenannte Bottomplate.
00:22:46: Wir tauchten da runter um das aufzuhängen?
00:22:48: Das wird runtergelassen mit dem Seil, nicht unten am Seilfest!
00:22:52: Ja, ich wollte investigativ nachhaken.
00:22:53: Da schau ich irgendeine Frau, die tiefer taucht.
00:22:57: Alles klar, ich mach's unten mal unter zwei fest.
00:22:59: Schöne Vorstellung aber, es wird einfach abgelassen und an dem Seilen bin ich gesichert Aus Sicherheitsgründen natürlich.
00:23:09: Und dann weiß ich, dass ich unten bin.
00:23:10: Hast du die Augen auf oder hast sie zu?
00:23:12: Ich habe sie auf dem Weg nach unten die meiste Zeit auf.
00:23:15: Welche Aufgabe hast du da unten?
00:23:16: Musst du irgendwas erledigen?
00:23:18: Muss ein kleines weißes Tech in der Regel mitnehmen.
00:23:20: Das ist so ein Stück Klett und das klettigt mir an den Beinen.
00:23:23: Da ist das gegen Klett befestigt.
00:23:26: Und das ist der Beweis, was ich unten war.
00:23:27: Bevor wir jetzt gleich wieder auftauchen ... Der Beweis ist erbracht!
00:23:30: Du hast das Ding jetzt in der Hand.
00:23:32: Machen gleich weiter.
00:23:33: gibt es einen Punkt... Für den du das machst, gibt's einen magischen Moment in dem dich ein Glück, eine Beseeltheit erfüllt?
00:23:41: Während des Tauchgangs bin ich so fokussiert ... dass ich da halt auch nicht über nachdenke.
00:23:47: Natürlich passieren mal schöne Momente.
00:23:50: Auf Zypern hatte ich das mal, dass zwischen siebzig und achtzig Meter so ne Wolke aus Qualen war.
00:23:56: Und als würde man durchs Weltall fallen!
00:23:59: Das war so cool.
00:24:00: Es war schon ein schöner Moment.
00:24:01: So was passiert einem natürlich nun wieder.
00:24:03: Aber im Grunde kommt zu der schönsten Moment, wenn man oben ist und weiß was
00:24:07: man geschafft hat.
00:24:08: Genau das machen wir jetzt!
00:24:20: Also es geht wieder hoch mit dir.
00:24:21: du tauchst auf.
00:24:22: Das ist auch der Punkt an dem du da nicht mehr irgendeinen Schlitten hängst oder sowas du dich wirklich selbst bewegst.
00:24:28: spätestens.
00:24:29: ich stelle mir schwierig vor weil du ja bisher Sauerstoff immer durch Entspanntheit eingespart hast und den brauchst ihr ja jetzt und weißt ja nicht ob erreicht bist.
00:24:38: zur Wasseroberfläche oder?
00:24:40: Also ich hab mir natürlich vorher Gedanken gemacht, wie tief ich tauchen möchte und was so meine Fähigkeiten sind.
00:24:46: Von daher gehe ich davon aus, dass der Sauerstoff reicht.
00:24:49: Aber ob er tatsächlich reicht weiß ich erst, wenn ich oben ankomme.
00:24:53: Wobei, sagen wir mal unten ... Wenn man losschimpft geht's einem noch relativ gut.
00:24:56: Da hat man viel Sauerstoffs.
00:24:58: Die Beine sind noch relativ frisch, weil man auf dem Weg nach unten einen Freifall hatte die meistzeit.
00:25:02: Und so ... Ich sag mal, die letzten vierzig, fünfzig, sechszig Meter nach oben, da spürt man dann langsam die Beine.
00:25:09: Und es gibt schon Tauchgänge, da komme ich nach oben.
00:25:13: Das war als hätte ich nichts gemacht so und spür überhaupt keinen Sauerstoffmangel und alles ist easy.
00:25:19: Es gibt Tage, da läuft's nicht so gut.
00:25:21: Da bin ich dann so zwanzig Meter unter der Oberfläche und denke mir, ja wird heute schon knapp.
00:25:25: Konzentriere dich mal besser die letzten Meter aufs Auftauchen und vernünftige Atmen an der Oberfläche.
00:25:31: Klingt gut!
00:25:32: Aber es gibt Momente?
00:25:33: Da reicht der Saustoff nicht.
00:25:35: Äh, ja.
00:25:36: Da hatte ich auch schon ... Ich glaub vier, fünf Mal ist mir das passiert bisher.
00:25:40: Da bin ich zwar bis zur Oberfläche gekommen und hab meinen ersten Atemzug genommen.
00:25:44: Aber es dauert dann halt noch so um die fünfzehn Sekunden, bis der Sauerstoff einmal durch Lungenblut im Gehirn gelandet ist.
00:25:51: Das ist dann der Moment in dem man auch ohnmächtig werden kann, obwohl man aufgetaucht ist und geatmet hat.
00:25:56: Und da bin ich ein paar mal ohnmächtig geworden.
00:25:59: Das sieht schlimm aus!
00:26:01: Es fühlt sich nicht schlimm an.
00:26:02: Nein, man kann es sein, dass man mit dem Rücken nach oben, also mit dem Gesicht unter Wasser ... Man ist ja wirklich bewusstlos.
00:26:09: Ich
00:26:09: hab ja Sicherungstaucher.
00:26:10: Die würden dich erst mal umdrehen?
00:26:11: Ja natürlich!
00:26:12: Die würden dafür sorgen, die sind ganz nah dran an mir.
00:26:15: und wenn sie sehen das ich das Bewusstsein verliere, dann halten die mich fest und sehen zu, dass ich kein Wasser in die Lunge bekomme, kein Wasser einatme.
00:26:23: Und die halten mich da ne Oberfläche bis ich zu mir komme.
00:26:25: Das geht in der Regel drei, vier, fünf Sekunden.
00:26:28: Dann bin ich auch schon wieder da.
00:26:30: Ja,
00:26:32: aber das Ding ist verloren.
00:26:33: Das kann man nicht mehr ... Es gibt dann die rote Karte wie beim Fußball eine rote, die alle Sport da traurig macht?
00:26:38: Das ist bei euch genauso, es gibt ne Rote, aber auch eine Weiße!
00:26:41: Du tauchst auf und sagen mal im besten Fall bist du bei Bewusstsein.
00:26:46: Was passiert dann?
00:26:47: Da ist noch ein kleines Protokoll zu erfüllen.
00:26:48: Genau, also wenn wir auftauchen müssen wir Maske abnehmen, Nasenklammer abnehmen einen Ok-Zeichen geben in Richtung der Kampfrichter und sagen einem OK innerhalb von fünfzehn Sekunden und uns selbstständig mit den Atemwegen über Wasser halten.
00:27:00: gelingt das nicht sind wir sofort disqualifiziert.
00:27:03: Und ja eben es gibt Tage da ist das überhaupt kein Problem.
00:27:05: und es gibt tage da muss man dafür kämpfen
00:27:08: dass du sprichst is n... Das ist ein wichtiges Symbol für den Signal.
00:27:13: Du sollst unbedingt sagen, einem okay?
00:27:14: Ja!
00:27:15: Das geht auch nicht nach dem Motto nur Zeichen Reichtum hoch und es reicht nichts.
00:27:17: Sie wollen nicht sprechen hören.
00:27:19: Genau, das ist ein ganz klares Protokoll in der Reihenfolge
00:27:22: usw.,
00:27:23: wenn man das nicht schafft, dass halt so einen Test, ob man noch bei Bewusstsein oder außenreichend bei Bewusstein ist.
00:27:29: Wenn das nicht klappt, dann ist man disqualifiziert.
00:27:33: Und dann geht die weiße Karte hoch ... Dann sehe ich dich jubeln...
00:27:36: Ja, da ist natürlich Freude pur.
00:27:39: Du sagst, das ist gar nicht mehr so leicht an Wettkämpfen teilzunehmen.
00:27:43: Weil ihr auch mit Dopingen-Thema hat.
00:27:45: bei euch?
00:27:45: Du bist noch zu Zeiten diese Rekorde geschwommen und getaucht, an denen du wusstest, es ist ein absolut sauberer Sport!
00:27:51: Ja,
00:27:51: absolut sauer würde ich jetzt wahrscheinlich nicht für jeden die Hand ins Feuer legen.
00:27:57: aber Doping ist schon bei uns im Sport ein größeres Problem geworden weil eben auch Substanzen bei uns wirken und funktionieren nicht auf der Varda-Dopingliste stehen, also die nicht verboten sind.
00:28:10: Die aber trotzdem bei langfristigem Gebrauch in den Körper extrem schädlich sind und die eigentlich auf der Liste stehen sollten.
00:28:16: Und dadurch dass sie nicht auf einer Liste stehen bringt das Leute dazu, das zu nehmen.
00:28:20: Die ist zum Teil auch Psychopharmaka, die sitzt im Komplettwesens verändert auf dem Boot ... Das ist halt nicht so
00:28:26: schön!
00:28:27: Ja ich mein' ich weiß ja was das für Menschen sind... Ich kenn die aus meiner Freizeit von Abendsessen gehen und wenn die dann da sitzen
00:28:35: macht man sich so schon seine Gedanken.
00:28:37: Ach, bitte!
00:28:46: Ich fühle mal eben ganz seriös das Sparkassenformular aus Jennifer Wendland in Marl geboren.
00:28:52: Magst du verraten?
00:28:53: Das steht dann sofort bei Wikipedia weil das steht da glaube ich aktuell noch nicht wie alt du bist.
00:28:57: Es gibt ein Wikipedia-Eintag
00:28:58: zu mir?
00:28:58: Nein, gibt es nicht.
00:28:59: Guck mal hier, ich erfahre gerade nein, gibt's gar nicht.
00:29:02: Dann schreiben wir gleich einen.
00:29:03: Das wäre lieb.
00:29:04: Ich glaub ist ja immer zu faul dafür.
00:29:07: Das habt ihr auch gar nicht nötig.
00:29:08: Das müssen die Fans machen und ich kümmer mich gleich darum.
00:29:10: Jahrgang
00:29:11: Ja, gang.
00:29:13: Marl Kinder?
00:29:14: Nein.
00:29:15: Du lebst hier in Essen, wo denn genau?
00:29:17: In Bergerhausen!
00:29:18: Aber tu gemacht hier auch studiert also Uni Duisburg-Essenstandort Duisborg was denn
00:29:23: Das war.
00:29:23: internationale Beziehung und Entwicklungspolitik.
00:29:25: Wow
00:29:26: Das klingt gut.
00:29:27: Ja,
00:29:28: das hat auch Spaß gemacht!
00:29:30: Rieti unsportlich klingt das auch...
00:29:32: Also ich habe halt nicht Sport studiert, nein.
00:29:34: Und du hast gesagt, du hast diesen einen Beruf der es möglich macht dann auf das Geld auszugeben für so eine Saison?
00:29:38: Was machst du da hauptberuflich?
00:29:40: Eon hab' ich
00:29:41: gesagt.
00:29:41: Ich arbeite bei Eon im Vertrieb.
00:29:43: Ich würde jetzt mal grob als Vertriebssteuerung bezeichnen.
00:29:46: Hier
00:29:46: in diesem Doppel-Turm?
00:29:47: Ja.
00:29:48: Ach, da war ein bisschen getanzt.
00:29:49: Zweiter Stock.
00:29:50: Es ist unten.
00:29:52: Der Chef
00:29:52: ist oben ganz oben.
00:29:53: Nee.
00:29:54: Der chef ist auch nicht
00:29:55: oben?!
00:29:55: Ja, also ich glaube der oberste Chef ist fast ganz oben.
00:29:58: Aber ich glaube im obersten Stock ist noch was anderes.
00:30:00: Okay
00:30:01: verstehe ja, gute repräsentative Fläche.
00:30:03: Er hat auch übrigens Interesse, er wollte auch nochmal vorbeikommen.
00:30:06: Also das heißt hier gibt sich Eon die Klinke in die Hand?
00:30:09: Ich glaube er hat auch spannende Geschichten zu erzählen, da waren eher aus den Bergen.
00:30:13: Kümmer' ich mich drum!
00:30:13: Genau wir bleiben erstmal bei dir unten.
00:30:16: Von was profitiert das Team bei Eon?
00:30:18: Sie haben ja jemanden sitzen, der so lange tief tauchen kann und solange die Luft halten.
00:30:22: Auch das ist wichtiger.
00:30:23: Entspannt bleiben kann, konzentriert bleiben kann als alle anderen da.
00:30:26: Merken die das?
00:30:27: Nutzen sie das?
00:30:28: Man müsste natürlich die fragen was genau hilft von dem, was ich mache.
00:30:33: Also ich geb den Kollegen teilweise schon auch Entspannungsmethoden mit an die Hand.
00:30:37: also manchmal mach ich eine Freitagssession Und dann dürfen sich alle entspannen.
00:30:41: Toll!
00:30:42: Dann klar bin ich glaube ich in meiner Arbeit meist relativ entspannt und gut strukturiert.
00:30:47: Ich glaube, durch meinen Sport lernt man auch sehr gut im Projektmanagement zu sein.
00:30:51: Weil das ja schon ein großer logistischer Aufwand ist, den ich da betreibe.
00:30:55: Das würde ich sagen, ist eine Stärke die ich habe.
00:30:58: Und du bist ein positiver Typ?
00:30:59: Wenn ihr jetzt eine Mail kriegen würdest, achten und kommen morgen um zwölf mal zur Nadine, die möchte mit dir sprechen ernsthaft, dann bleibst du ruhig!
00:31:06: Ja, ich hoffe dass mir das nicht passiert weil ich so viel emotional Intelligenz hab, dass sich die meisten Dinge vorher ausräumen kann oder dass ich gut gearbeitet habe aber ... Das soll schon passieren.
00:31:17: aus einem Gespräch zwischen zwei Personen.
00:31:19: Bebe ich mit, atmen, ruhe viel Vorbereitung am Ende Vertrauen loslassen!
00:31:24: Welche dieser Elemente in deiner Sportart haben wir alle am stärksten verlernt?
00:31:29: Weil du ja auch Speakerin bist und uns auch Dinge mitgeben kannst.
00:31:33: Ich glaube was wir am meisten vorlernt haben ist tatsächlich Achtsamkeit für uns selbst also zu verstehen... Was ist uns eigentlich im Alltag wichtig?
00:31:41: Was machen gewisse Prozesse, Personen, Orte, Jobs mit uns.
00:31:47: Und da dann halt auch mal Konsequenzen drauszuziehen und Dinge im Leben der einem nicht gut tun vielleicht auch mal sein zu lassen.
00:31:53: Nein so sagen, Grenzen zu ziehen ...
00:31:56: Genau.
00:31:56: Es ist halt das Typische.
00:31:58: Man hat im Alltag so viele Themen vor sich und es ist natürlich auch nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen.
00:32:03: aber sich mal die Frage zu stellen Muss ich das alles machen?
00:32:06: Rauch' ich dass alles, ja.
00:32:08: Muss es jetzt quasi der ... Sag mal, Geburtstagskuchen sein, wo ich fünf Stunden für in der Küche gestanden hab oder reicht auch die Einstundenversionen.
00:32:18: Kann man sich halt schon immer fragen stellen, wie viel Stress man sich da selber macht.
00:32:21: Das ist interessant, weil du über den Sport auch sagst nicht die jüngsten tauchen am tiefsten, sondern es geht sehr viel über mentale Reife und die lässt sich lernen!
00:32:29: Ja, das ist das Schöne, also mentales Stärke kann man tatsächlich lernen noch in jedem Alter durch gewisse Methoden.
00:32:36: Und ... es braucht halt nur, den Willen da dran zu bleiben.
00:32:41: Weil das ist wie im Fitnessstudio.
00:32:42: Wenn ich mich nach Weihnachten anmelde und zweimal hingehe, dann wird nichts passieren.
00:32:47: Ich muss jede Woche ein paar Mal hingehen.
00:32:49: So ist das mit mentaler Arbeit auch.
00:32:50: Wenn man besser werden möchte in meiner mentalen Stärke, muss sich derzeit investieren.
00:32:55: Plus wenn's in der Badewanne ist jemand bescheid sagen vorher?
00:32:58: Ja, und er bleibt daneben sitzen!
00:33:00: Natürlich
00:33:00: selbstverständlich.
00:33:02: Machst du auch so Atemübungen?
00:33:03: Gibt's eine Atem-Übung, die du uns im Alltag jetzt mal so zutraust als Podcast-Hörerin als Podcasthörer.
00:33:07: Ja ich glaub das Einfachste wenn jemand ein bisschen in der Spannung finden möchte ist Boxatmung.
00:33:12: Box daher weil es ja vier Seiten hat beziehungsweise vier Phasen.
00:33:17: Einatmen Luft anhalten ausatmen luftanhalten.
00:33:20: Im Quadrat ja verstehe
00:33:21: genau und dass immer im gleichen Intervall also alles zum Beispiel vier Sekunden oder fünf Sekunden.
00:33:26: Und wenn man das eine Weile macht, so fünf Minuten, zehn Minuten, da kommt man so dermaßen in die Entspannung.
00:33:32: Find ich gut!
00:33:47: Als Essnerin kennst du die Stadt natürlich auch.
00:33:50: Gut, auch wenn die Sehnsucht dich jetzt eher auf die See hin und die Meere treibt ... Du kehrst ja immer wieder zurück in unsere schöne Stadt.
00:33:56: Was ist Essen für dich?
00:33:58: Es ist tatsächlich über die Zeit zu einer Heimat geworden.
00:34:02: Ich hab hier sehr viele Freundschaften gefunden in Vereinen, Tauchvereinen und Radvereinen.
00:34:08: Ich arbeite hier, ich lebe hier ... Ich habe eine ganz tolle Nachbarschaft im Bergehausen.
00:34:12: Also ja, fühl mich rundum wohl!
00:34:13: Ist auch ein schönes Viertel?
00:34:15: Ja!
00:34:15: Und du musst da wahrscheinlich regelmäßig hier fast durch die Straße zum Rüttenscheiderbad.
00:34:19: Ja, da fahre ich dann quasi am McDonald's vorbei.
00:34:22: Alles klar!
00:34:23: Verstehe und du hieß keine Sponsoren bautest die noch?
00:34:27: Okay aber auch Krugerbad ist eine wichtige Adresse.
00:34:31: das weiß Ich weil ich gerade gelesen habe.
00:34:33: wenn wir mit dir über Herausforderungen in der Stadt sprechen, dann hab ich direkt bei LinkedIn von dir gesehen.
00:34:39: Oh nein!
00:34:39: Du regst dich unfassbar auf über diese Eltern?
00:34:42: Über Eltern nicht über die Kinder, über die Eltern.
00:34:44: Ihre Kinder beispielsweise zu dieser Branche Abzeichenprüfung schicken und man ihnen ansieht durchs Weinen und Zittern dass sie vorher gar keine Chance haben sich auf diese Situation einzustellen?
00:34:54: Ja genau da sprichst du was an.
00:34:56: also es gibt in Essen tatsächlich viele Angebote wie man schwimmen lernen kann und wir sind halt auch eine der Städte Jetzt zwar immer weniger Schwimmbäder hat, aber tatsächlich noch vergleichsweise viele Schwimmbäder.
00:35:09: Dann kann man vielleicht mit einem Kind auch vorher mal üben gehen und im flachen Becken das Abtauchen üben, bevor man das zu einem Bronzerabzeichen schleppt.
00:35:16: Wozu es einfach die Fähigkeiten überhaupt nicht hat?
00:35:20: Es könnte sein, dass sich mein Sechsjährigen, als er sich im Stehend geweigert hat, einmal mit dem Kopf unter Wasser ... Ich glaub, es war für Seepferdchen oder Pinguinen runterzugehen und diesen Ring aufsieht, damit ich strenger wurde.
00:35:31: Und dann hat das geklappt!
00:35:33: War ja sehr froh.
00:35:34: Aber ich weiß, was du meinst?
00:35:35: Ein bisschen antreiben muss man Kinder anschauen und sie aus der Komfortone mal ein bisschen rausbringen... Gott
00:35:40: sei Dank!
00:35:40: ...aber jetzt einen Kind ab Prüfungssituationen auszusetzen für die man nicht einmal geübt hat.
00:35:44: Das ist halt nicht gut.
00:35:45: Nee,
00:35:45: nee, das war eigentlich mit Schwimmkursen usw.
00:35:47: So aber er hat ja jetzt Penguin Hatta und Branche mittlerweile auch.
00:35:51: Wo siehst Du eine besondere Chance für unsere Stadt?
00:35:53: also es wird jetzt keinen hundertzwanzig Meter Loch geben in den Du schwimmen kannst obwohl wir schon mal tausend Meter in die Erde gebuddelt haben geschichtlich gesehen nach Kohle.
00:36:01: Wo sind unsere Aufgaben, Herausforderungen?
00:36:03: Also was ich gerade spannend finde ist tatsächlich die Bewegung Essen-Diese.
00:36:07: Dass sich da eine junge Kultur ausbildet und ein Zusammenhalt ausbildt sehr wirklich richtig tolle Sachen hervorbringt.
00:36:14: also das zeigt mir einfach dass dieser Stadt lebendig ist und dass man... Ich glaube grade den Jugendlichen und jungen Menschen hier sehr viel noch ermöglichen könnte sich zu entfalten, dass da sehr viel Potenzial schlummert.
00:36:26: Das sehe ich auf jeden Fall.
00:36:27: Saßen genau da wo du jetzt sitzt!
00:36:29: Genau hier Die drei.
00:36:31: Mit oder ohne Maske?
00:36:32: Ohne Maske!
00:36:33: Und dann fürs Foto wieder mit.
00:36:35: Aber das stimmt, vor allen Dingen merkt man nicht nur eine Solidarität unter Jugendlichen und auch ein gemeinsames Verständnis für diese Stadt und Stolz.
00:36:43: Also es schafft ja Gemeinschaft wenn man gemeinsame Aktionen hat wie das Rüttenscheiderfest und ähnliches.
00:36:49: Das ist einfach schön.
00:36:50: Ja plus irgendwie das Gefühl, dass es hier um Essen geht.
00:36:53: Dass was jetzt hier mit den Jungs in der Art und Weise und mit allen die mitmachen etwas Mögliches, was man jetzt nicht einfach so stumpf auf München übertragen kann, sondern das hat hier was Eigenes.
00:37:04: Definitiv!
00:37:05: Ich meine es ist ja auch über Jahre gewachsen und jetzt so eine Riesen-Community geworden dass ich weiß gar nicht ob es in irgendeiner Stadt genau so funktioniert hat wie hier und so groß geworden ist.
00:37:15: Ich glaube eigentlich nicht.
00:37:18: Du bekommst am Abschluss, oh ich könnte echt stunden damit bitte reden, du bekommest auch ein Plakat.
00:37:22: Es ist Platz genug für ne Botschaft, nen Wort, n Lied, einer Erinnerung.
00:37:26: Was möchtest du uns mitgeben in Essen?
00:37:29: Also, der erste Gedanke, den wir bekommen ist dieser Spruch Why So Serious vom Joker.
00:37:34: Ja?
00:37:36: Weil wir glaube ich teilweise viel zu ernst durchs Leben gehen und viel zu verbissen durch das Leben gehen.
00:37:41: Und wenn man so ein bisschen zurücktritt sich ein bisschen entspannt und ein bisschen wohlwollender auf viele Dinge guckt dann glaube ich kann man gemeinsam sehr
00:37:50: viel schaffen.
00:37:52: Punkt!
00:37:53: Träde Verwendland ganz herzlichen Dank für deine Zeit.
00:37:56: Nicht danke dir.
00:38:00: Ganz ehrlich, ich hatte am Anfang Bedenken dass sich das nur optisch vermittelt.
00:38:03: Dass man ein Video sehen muss und das können Sie auch in den Show Notes habe ich Ihnen einen klassischen Weltrekord von Jennifer Wendland verlinkt.
00:38:11: einfach mal reinkommen da kriegt man ein Bild aber im Grunde vermittlt sich alles hier in der Tiefe des Podcasts.
00:38:17: Ich bin ganz begeistert.
00:38:18: Teilen sie die Abkühlung senden sie diese Folge auch an Freundinnen und Freunde denen es ein bisschen heiß geworden ist Und ich glaube ich höre das Gespräch jetzt einfach selbst nochmal Mit diesem ja oft sehr heißen Sommer hier in unserer
00:38:30: schönen
00:38:31: Stadt.
00:38:32: Das war Zuhause im Essen, ein Podcast der Sparkasseressen Die neue Folge, jeden zweiten
00:38:38: Dienstag im Monat.
Neuer Kommentar