Folge 67 - Ruhrbahn-Chefin Dr. Linda Kisabaka

Shownotes

ÖPNV ist mehr als nett für die, die kein Auto haben. Der moderne ÖPNV will bis 2040 eine ganz neue Stadt. Zumindest eine neue Art, wie wir in Essen unterwegs sind. Tobias Häusler spricht mit Ruhrbahn-Chefin Dr. Linda Kisabaka über Mobilität, den kleinen Frust im Alltag, die großen Infrastrukturpläne und die Frage, warum transparente Informationen oft wichtiger sind als Perfektion. Dazu: Respekt im Alltag, die Magie der neuen Citybahn, Olympia und die Zukunft des ÖPNV in einer echten, gewachsenen Autostadt.


In "Zuhause in Essen" spricht die Sparkasse Essen nicht über die gute alte Zeit. Wir sprechen über das, was Essen schon heute besonders attraktiv macht und was nach der Zeit der Ruhrkohle noch Magisches passieren wird. Immer mit Gästen, die Gegenwart und Zukunft auch gestalten. Und wenn WDR Moderator Tobias Häusler einmal in den Rückspiegel schaut, dann nur um die Spur wechseln zu können.

Jeden zweiten Dienstag im Monat ein spannender Gast - aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Kultur, Ehrenamt… Und ein ungewöhnlicher Blick auf unsere schöne Stadt.

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00:00:02: Was verzeihen die Fahrgäste?

00:00:03: Fahrgäste verzeihen durchaus, wenn etwas nicht zu hundert Prozent funktioniert.

00:00:08: Aber wenn dann die Informationen nicht stimmen, steigt durchaus der Ärger.

00:00:13: Also Fehler dürfen passieren - nur: transparente Informationen!

00:00:16: Genau!

00:00:17: Das ist der Unterschied.

00:00:21: Was sage ich Jürgen?

00:00:22: Ich erkläre, dass die Fahrgastinformation viel komplizierter ist als man denkt.

00:00:28: Würden Sie das nicht bei fast jedem Thema sagen? "Es ist eigentlich alles wesentlich komplizierter, als Ihr denkt!"

00:00:33: Können Sie sich das nicht als T-Shirt drucken? Das ist doch ein täglicher Satz Ihrer

00:00:36: Arbeit?!

00:00:36: Das ist schon ein relevanter Satz, wobei letztendlich den Fahrgast nicht interessiert, wie kompliziert es ist.

00:00:44: Zuhause in Essen – Ein Podcast der Sparkasse Essen mit Tobias Häusler.

00:00:52: Herzlich willkommen - gerade Ihnen ganz persönlich!

00:00:55: Bitte? Ist das schon ein Hauch von Frühling hier in unserer schönen Stadt?

00:00:59: Unser Gast heute hätte sicher nichts dagegen, denn Frühling heißt auch: wieder mit Freude unterwegs zu sein.

00:01:05: Zu Fuß, mit dem Rad oder auch - Achtung!

00:01:07: Mit Bus und Straßenbahn, U-Bahn und Bussi im öffentlichen Personennahverkehr – im ÖPNV.

00:01:14: Und dann kommt nämlich sie ins Spiel.

00:01:15: und vielleicht kann ich es mal so sagen kein Unternehmen hat mit so vielen Menschen jeden Tag hier in der Stadt Kontakt, auch emotionalen Kontakt kommen noch drauf.

00:01:25: In diesem Podcast sprechen wir immer mit Menschen die Essen bewegen heute schon und morgen noch viel mehr aus Politik Wirtschaft Kunst Kultur Ehrenamt Und Heute stimmt's wortwörtlich Die Chefin der Ruhrbahn bewegt uns alle.

00:01:39: sie ist zu Gast Dr.

00:01:40: Linda Kisabaka.

00:01:43: Das ist nicht nur ein Job im Heute.

00:01:45: Es geht um die Zukunft, es geht um große Pläne, dass wir eben bald ganz anders unterwegs sind in einer Stadt, die für Autos geplant warb.

00:01:53: Da zieht sie eine neue DNA ein.

00:01:55: das ist ein großer Plan.

00:01:56: Dass wir hier schon wieder einen Olympischen Gast sitzen haben, ja darauf kommen wir auch später.

00:02:01: Wir treffen Linda Kieser-Baker die in Überruhr wohnt... ...in der Ruhrbahnzentrale in Essen Rüttenscheid!

00:02:08: So für die Strecke überruhr rüttenschalt.

00:02:11: Auch mal Schoffvördienst in der eigenen Straßenbahn?

00:02:14: Ich lasse mich auch chauffieren denn das ist das Beste.

00:02:18: wenn man ÖPNV nutzt als Geschäftsführung dann weiß man, wovon man redet und was das Produkt ist.

00:02:25: Was für die Fahrgäste von uns auch bereitgestellt wird.

00:02:28: Gibt es eigentlich für die Chefin der Rohbahn das Deutschlandticket gratis?

00:02:31: Es gibt das Deutschland-Ticket auch gratis?

00:02:34: ja!

00:02:34: Ja

00:02:34: also ja.

00:02:35: dann wie oft fahren Sie's?

00:02:36: Straßenbahn U-Bahn Bus?

00:02:38: Ich fahre ich sage mal nicht jeden Tag.

00:02:42: Das wäre dann auch dann doch auch Nicht die Wahrheit.

00:02:46: aber ich versuche doch wöchentlich zu fahren.

00:02:48: Der Stauder-Chef hat hier in der Folge verraten, er trinkt jeden Tag Stauda.

00:02:54: Ja...

00:02:55: Ist was anderes!

00:02:57: Was ich mit meinem Sohn gemacht habe, hat mich wirklich fasziniert historische Straßenbahn fahren.

00:03:02: Da gab es ja diese Sommeraktion und ich weiß nicht, ob sich das dieses Jahr wieder gibt von Bredenei zur Zeche Zollverein und zurück?

00:03:07: Das war echt schön, haben Sie das mal

00:03:08: gemacht?!

00:03:09: Ja, ich bin auch schon historische Straßenbahnen gefahren.

00:03:11: Es war nicht diese Strecke!

00:03:13: Ich bin ja noch nicht ganz so lange hier in Essen aber wir haben einen super tollen Weihnachtsmarkt gehabt für die Mitarbeitenden und da gab es auch Straßenbahnfahrten mit der historischen Straßenbahn und das ist wirklich ganz beeindruckend gewesen In der Historie, denn die Rohrbahn ist ja auch schon ein historisches Unternehmen.

00:03:35: Um zu sehen von welcher Tradition wir kommen, war es natürlich sehr beeindruckend gewesen?

00:03:42: Ja!

00:03:42: Erste Straßenbahn, und diese Faszination muss immer noch groß sein.

00:03:48: Noch mal erwähne ich eine weitere Folge Christian Pflug, der Chefredakteur von Radio Essen sagt er könnte sich das wirklich vorstellen vorne im Führerhaus Straßenbahn zu fahren also umzusteigen diesen Job sein zu lassen Und das meint der Ernst.

00:04:00: Also es muss eine Faszination geben!

00:04:01: Ja, das ist super faszinierend.

00:04:03: das zu tun... war auch dabei, als wir einmal die Möglichkeit gegeben haben gerade Frauen auch mal Straßenbahnen zu fahren und daran zu schnuppern.

00:04:14: Und ich werde mich in der Zukunft auch mal dran wagen selber Straßenbahn zu fahren.

00:04:19: das kann nicht natürlich da ich kein Straßenbahnführerschein habe nur ja in besonderen in einer besonderen Umgebung beziehungsweise mit besondere Unterstützung tun.

00:04:30: aber Natürlich ist es super spannend selber Mal fahren zu können und dass zu erleben.

00:04:35: Was könnte daran so spannend sein?

00:04:36: Ich mache das nicht aus den Gründen der Tradition oder der Begeisterung, sondern ich versuche auch mal nachzuempfinden was unsere Fahrer und Fahrerin tatsächlich da draußen im Verkehr erleben wie sie sich durch den Verkehr schlängeln müssen.

00:04:58: Und durchaus auch... Vielleicht andere, eines Straßenbahnenfahrers oder einer Straßenbahnfahrerin im Gegensatz zu einem Zugführer.

00:05:07: Oder Triebfahrzeugführer was ja auch ganz viele super spannend finden.

00:05:10: aber dann eine Straßenbahn zu fahren und gleichzeitig auf die Autos achten müssen, auf die Fußgänger achten zu müssen.

00:05:18: Zu gucken wie Park da jemand komme ich daran vorbei oder nicht?

00:05:22: Das wird für mich glaube ich dann nochmal eine ganz große Herausforderung sein wenn ich das jemals auch selber mal ausprobieren sollte.

00:05:30: Das

00:05:30: stelle ich mir zum Teil auf frustrieren vor.

00:05:32: was sie ansprechen ist Ich teile mir den Straßenraum mit allen anderen

00:05:36: Genau.

00:05:36: Und das ist auch durchaus für unsere Straßenbahnfahrer und Fahrerinnen, aber auch Busfahrer- und Fahrerin dort frustrieren, wo es eben nicht gesonderte Busspuren gibt.

00:05:47: Die stehen dann halt genauso im Stau.

00:05:50: Danach noch sagen wir mal manchmal etwas unhöflich bedacht, dass sie doch zu spät sein und warum Sie den Fahrplan nicht einhalten.

00:05:59: Und insofern wünscht man sich natürlich als Verkehrsunternehmen eigene Busspuren zu haben, eigene Bahnkörper zu haben ohne Straße.

00:06:09: aber in einer gewachsenen Stadt wie Essen ist das natürlich nicht zu hundert Prozent umsetzbar.

00:06:14: Das

00:06:15: wünschen sich ja die... Fahrradfahrer auch und jeder einzelne seine eigene persönliche Strecke, aber sie finden Menschen die das machen wollen.

00:06:24: Oder haben Sie noch Nachwuchsprobleme?

00:06:25: Ich habe gehört, es käme eine Menge Leute nach.

00:06:28: Nachdem es zwischenzeitlich mal schwierig war.

00:06:30: Wir finden Menschen und tun aber auch sehr viel dafür, Menschen zu finden.

00:06:33: Wir machen eigene Ausbildungskurse.

00:06:37: Wir haben auch Ausbildungskurse gemacht für Menschen die dann erst die Sprache lernen und dann bei uns Fahrer oder Pfarrerin werden.

00:06:46: wir haben eine doch starke Akquise Aber wir haben eben den Punkt, dass auch viele Fahrerinnen der Zeit ausscheiden und mit den nächsten Jahren werden es ja auch mehr werden.

00:06:57: Ich glaube das Stichwort Baby Boomer brauche ich gar nicht so zu erklären.

00:07:01: aber derzeit schaffen wir es mehr Leute nochmal einzustellen und haben jetzt auch glaub ich einen guten Stand um für die Zukunft dann auch genug Fahrern fahren zu akquirieren.

00:07:13: Wir sprechen über Straßenbahn, U-Bahn.

00:07:16: Über einen neuen Verkehr in Essen.

00:07:18: Diese Autostadt ist ja eine Autoregion rohgebiet.

00:07:22: Dann was Olympia vielleicht für uns tun kann auch für den Nahverkehr Was Olympia schon für sie getan hat was Sie für Olympia getan haben und das werden alles noch Themen sein.

00:07:31: Herzlich willkommen fangen wir

00:07:32: an!

00:07:46: Vielleicht sage ich das wichtigste mal vorab.

00:07:48: und selbst was wie hier heute besprechen Das ist durchaus sehr wichtig Nicht für die, die kein Auto haben.

00:07:57: So ein öffentlicher Personennahverkehr sondern die politische Vision ist ja das vor mir praktisch die Fahrerin der Zukunft von uns allen sitzt.

00:08:06: fast allen also zuverlässig schnell klimaneutral ist das Stichwort praktisch.

00:08:12: ein neuer Stadtverkehr bis zwei tausend vierzig.

00:08:15: Ja Nahverkehr ist auf jeden Fall für all diejenigen, die keinen Pkw haben sehr grundlegend für ihre Mobilität.

00:08:23: Also wir Als Rugerbahn schaffen es, dass die Menschen in Essen und Mühlheim mobil sind und sich bewegen können.

00:08:31: Dazu kommt natürlich das Thema Nachhaltigkeit.

00:08:34: Wir wollen in der Zukunft es schaffen, dass CO² vermindert wird und wir möglichst emissionsfreien Verkehr umgesetzt kriegen.

00:08:44: Und da kann natürlich der ÖPNV einen ganz großen Beitrag leisten und zwar über mehrere Wege einerseits darüber selber recht klimaneutral unterwegs zu sein, aber auch wenn es ein guter ÖPNV ist das immer mehr Menschen diesen nutzen und so einfach auch Verkehr von der Straße runter kriegen und weniger ihren eigenen PKF hinnutzen.

00:09:07: Und da gibt es durchaus die Idee der Verkehrswende oder Mobilitätswende.

00:09:12: und dann möchten wir als Ruhrbahn natürlich möglichst zu beitragen wobei auch merken, dass die Begeisterung für eine Verkehrswende gerade in so einem Raum wie dem Ruhrgebiet – wo jetzt auch die Finanzierung durchaus schwieriger wird.

00:09:33: Nicht ins Unendliche sich weiter steigert!

00:09:37: Ja ist noch ein bisschen Überzeugungsarbeit zu leisten.

00:09:39: Kommen wir gleich nochmal ausführlicher drauf.

00:09:41: also es ist ja wirklich ihre Arbeit hier nicht Fahrpläne entwerfen oder Fahrerinnen und Fahrer einstellen oder eine Werkstatt betreiben sondern deutlich darüber hinaus.

00:09:48: Ganz kurz vorab, was ist die Rohrbahn?

00:09:50: Ich sprach von der Straßenbahn, die ist ja noch nicht mal zehn Jahre

00:09:54: alt.

00:09:55: Nein!

00:09:55: Die Rohrbahnen wurde circa vor... acht Jahren gegründet.

00:10:00: Sie ist entstanden, aus.

00:10:03: einerseits gab es die EFAC, das sind die Essener Verkehrs AG war das, die zusammen mit der MVG also den Mülleimerverkehrsbetrieben, die auch vorher städtische Verkehrsbetriebe waren oder städttische Betriebe.

00:10:17: wir sind gemeinsam gegründe worden Rohrbahn als Verkehrsunternehmen in Essen und in Mühlheim.

00:10:24: Wir betreiben dort die Stadtbahnen, also auch landläufig als U-Bahn bezeichnet.

00:10:30: Die Straßenbahnen in beiden Städten sowie alle Busse.

00:10:35: bei uns können sie auch das Bussi, also On-Demand Angebot nutzen.

00:10:40: Und was wir auch tun ist gerade im Sinne Mobilstationen, dass entwickelt sich, dass wir dann auch noch alternative Angebote mitbewerben.

00:10:49: Die Frage ist, wer zahlt das?

00:10:51: Also wir zahlen ja Wasser und Strom nach Verbrauch.

00:10:53: Wir gehen in den Supermarkt kaufen da ein und zahlen was wir essen und trinken.

00:10:58: Das ist bei der Rohrbahn anders.

00:10:59: immer schones Deutschlandticket macht es ja nicht leichter sondern noch mal komplizierter.

00:11:04: Wir bezahlen gar nicht wirklich das was wir hier nutzen.

00:11:06: die Tickets bringen gerade ihnen mal einen Viertel.

00:11:09: Also wer bezahlt den Rest dieses teuren Systems?

00:11:12: Ja, die Fahrgäste denken immer wow ich zahl schon so teure Ticketpreise.

00:11:16: Seitdem das Deutschland-Ticket da ist weiß ich nicht es auch nicht mehr so teuer.

00:11:21: aber der Rest nämlich seventy fünf Prozent unserer Kosten übernimmt der Staat also sag' ich mal der Steuerzahler und der größte Teil davon das sind dann jeweils die Aufgabenträger.

00:11:34: also die Städte.

00:11:36: also die Kommunen zahlen uns dafür, dass wir im Sinne der Mobilität für die Mobilität in den stecken sorgen.

00:11:45: Warum machen das die Kommunen?

00:11:48: Warum macht es das Land?

00:11:49: Warum Macht Deutschland das?

00:11:50: was für ein Interesse haben sie daran?

00:11:51: Sie könnten ja auch Autos fördern so dass jeder individuell unterwegs ist.

00:11:55: nicht jeder kann sich ein Auto leisten.

00:11:58: Nicht jeder kann Autofahren, es gibt sehr viele Menschen die nicht die Möglichkeit haben mit einem Auto von A nach B zu kommen oder sich in den Städten zu bewegen.

00:12:09: das ist das eine also im Sinne Daseinsvorsorge.

00:12:12: dann ist das andere dass natürlich auch die Idee ist dass wir im Sinne einer Verkehrswende bzw Mobilitätsstärkung klimaneutral uns bewegen können oder zumindest etwas nachhaltiger bewegen als wenn jeder in seinem eigenen Auto sitzt.

00:12:28: Es gibt schöne Bilder, wenn man sich vorstellen wie viel Platz nehmen die Menschen ein die gemeinsam in einer Straßenbahn sitzen dann kann man sich so die Größenordnung einer Straßenbahnen vorstellen.

00:12:39: und jetzt denken sie sich mal all die Menschen die in der Straßenbahn sind sitzen jeweils in einem Einzelnen Auto.

00:12:47: Ich schaue von hier auf die Alfredstraße, da brauche ich gar nicht viel Fantasie!

00:12:51: Und dann wissen Sie dass alle miteinander im Stau stehen würden wenn es keinen öffentlichen Nahverkehr gäbe.

00:12:57: Dann wären die Straßen tatsächlich total verstopft.

00:13:00: Das merkt man ja schon an so Tagen an denen beispielsweise Streik ist.

00:13:03: Da fahren zumindest diejenigen die die Option haben mit dem Auto zu fahren Auch mit dem auto und sofort sind die Straßen verstoppt.

00:13:11: Haben Sie denn in den Eindruck diese Mobilitätswende, die wollen wir alle?

00:13:14: Hat jeder einzelne verstanden was da kommt dass diese Wände kommen muss aus so vielen verschiedenen Gründen.

00:13:20: Ich denke es haben ganz viele Verstanden das die Mobilitäterswende kommen muss und kommen sollte.

00:13:28: Aber der zweite Schritt nach dem Verstehen ist, was mache ich selber?

00:13:33: Und für mich selber dann festzulegen okay es wäre schon gut wenn meine eigene Mobilität nicht nur über das Auto funktioniert sondern ich vielleicht mein zweitauto abstelle und dann mal mit dem Bus oder der Straßenbahn fahre.

00:13:49: Und im besten Falle dann überhaupt kein zweiter Auto habe oder überhaupt gar keinen diesen Schritt dann selber zu gehen und seine Gewohnheiten tatsächlich zu ändern.

00:14:01: Das ist für die meisten Menschen dann schwierig, es gibt sehr viele Überzeugte, die auch so wohnen dass es für sie gut ist nur über den Nahverkehr beziehungsweise den ÖPNV und ohne Auto zu leben.

00:14:17: aber es gibt eben ganz viele die in ihrem Leben sagen, ja den Schritt kann ich nicht gehen oder den Schritt will ich nicht.

00:14:25: Insofern ist der Punkt des Verstehens und des Umsetzens das sind meistens zwei verschiedene Dinge.

00:14:32: Und dann kommt eben der Moment wo ich gerne von A nach B möchte und da steht das Auto vor der Tür.

00:14:36: Ich steig schnell ein und es regnet auch so wenig.

00:14:38: Es ist schön warm!

00:14:39: Die Musik ist genau meine und ich kann laut auftreten etc.

00:14:42: Das verstehe ich alles, die Frage ist also was brauchen wir umzudenken?

00:14:46: Wo sind die Stellschrauben?

00:14:48: Müssen wir den ÖPNV also das was Sie hier machen bei der Ruban immer besser machen oder müssen wir Autofahren auch unpraktischer machen oder teurer machen?

00:14:56: Es gibt diese beiden Stoßrichtungen.

00:14:59: Der ÖPN muss auf jeden Fall zuverlässig sein Einiger wahrsten wohlfühlen können.

00:15:08: Ich muss meine subjektive Sicherheit dort haben und ich muss wissen, dass er dann fährt wie ich es brauche.

00:15:15: also das ist der ein der einer Aspekt.

00:15:18: Der andere aspekt ist natürlich je schwieriger Es und teurer es ist mit dem auto zu fahren.

00:15:24: Also je weniger Unbequemer der ÖPNV ist als das autofahren eher werde ich mich dann dafür entscheidend, ÖPNV zu fahren.

00:15:34: Eine Mischkalkulation

00:15:35: sozusagen?

00:15:36: Genau!

00:15:37: Das heißt also irgendwie muss ich schon Lust haben nicht besonders teure Parkgebühren zu bezahlen.

00:15:42: das wäre auch nur so.

00:15:43: eine City-Maut ist ja auch so ein Gespenst für alle die Autofahren und dann feststellen da is'n guter ÖPNW der auf mich wartet als Alternative.

00:15:52: Die Diskussionen um Citymaut und Parkgebüren Bin ich der Meinung, einen ganz, ganz eingefleischten Autofahrer werde ich nicht über den Preis kriegen.

00:16:04: Es wird zwar oft gesagt das der ÖPNV auch zu teuer sein.

00:16:08: Ich glaube eher dass es eine Möglichkeit ist ein City-Maut oder Parkgebühren, dass das eher so diskutiert wird, dass man sagt könnte man da nicht Einnahmen generieren und mit diesen Einnahmen den ÖPNVO attraktiver gestalten?

00:16:22: ob sich das derzeit umsetzen lässt und politische Mehrheiten findet, da weiß ich gerade nicht, ob es wirklich realistisch ist.

00:16:44: Schauen wir mal auf die kleinen und großen Ideen der Zukunft.

00:16:47: Also die, die es jetzt schon gibt und die vielleicht bald kommen ... Ein Stichwort was beschäftigt Sie grade an Zukunftsprojekten?

00:16:55: Ja, an Zukunftsprojekten beschäftigen mich im ... wesentlichen zur Zeit und da fangen wir mal mit den Mühen der Ebene an.

00:17:03: Da haben sie eben auch schon angefangen, also wichtig ist für die Zukunft für uns im ÖPNV dass wir finanzierbar sind das wir finanziert werden, dass wir genug finanzielle Mittel vor allen Dingen für Investition bekommen.

00:17:15: und da möchten wir wenn wir dort investieren könnten dann würden wir doch gerne in Hinblick auf einen neuen Betriebshof Das ist ein Thema was uns gerade sehr beschäftigt in Bezug einen Busbetriebshof, dass wir da gerne zukunftsfähig uns aufstellen wollen.

00:17:33: Und wenn nicht?

00:17:33: Ja, Freiheit Emscher ist da oben das Gebiet, was Ihnen vorstellt...

00:17:36: Also wir würden uns wirklich wünschen, dass Wir Freiheit Eamscher als Gebiet bekommen.

00:17:41: Es ist allerdings derzeit ein Investoren-Auswahlverfahren, was läuft und insofern können wir auch als Ruhrbahn gar nicht sicher wissen, dass WIR da den Zuschlag bekommen und werden sehen ob wir dem bekommen wie wir es uns wünscht.

00:17:56: Aber wenn ich in Richtung Zukunftsfähigkeit spreche, beschäftigt uns natürlich auch das Thema Digitalisierung und Automatisierung.

00:18:07: muss man müssen wir uns auch Gedanken machen, wie wird irgendwann mal auch autonomes Fahren entstehen.

00:18:13: Welche Auswirkungen hat das?

00:18:14: Und für mich ist so ein kleines Pflänzchen was bei Weitem noch nicht bei autonomen waren es aber vielleicht die Möglichkeiten dies dann in der Zukunft oder in der weiteren Zukunft geben kann schon ein bisschen beschreibt ist unser Thema Busy also und im Anverkehr Verkehr dass jemand selber auf Bestellung sagt ich möchte von dem einen Punkt Also was weiß ich, man möchte von der Rüttenscheider Straße nach Stele fahren und das dort ja auf Bedarf dann – das machen wir jetzt noch abends bzw.

00:18:47: nachts – ein kleineres Fahrzeug fährt und den Kunden oder den Fahrgast dort nach Bedarf fährt.

00:18:54: aber wenn jemand anderes den gleichen Bedarf hat, der auch zusteigen

00:18:58: kann.".

00:18:59: Es ist interessant dass kaum eine Branche so sehr die Digitalisierung herbeisehend wie ihre dass Autonome fahren, also beispielsweise kleine gelbe-gelblaue Rohrbahenkapseln die mich auch individuell oder von mir aus zu zweit an Ziele bringen.

00:19:13: Das wäre der absolute Game

00:19:17: Changer.

00:19:17: Aber wir sehen ja wie schwierig es ist überhaupt autonomes Fahren auf die Straße zu bekommen.

00:19:24: ich glaube das autonomes fahren von so großen Fahrzeugen wie beispielsweise Bussen, wenn ich mir so ein Gelenkbusse angucke und der soll autonom fahren das ist noch weit weg.

00:19:37: Ich kann mir das, es gibt ja derzeit durchaus die Pilotprojekte.

00:19:42: Warum wir nur in den USA gucken?

00:19:44: Wo kleinere Fahrzeuge eingesetzt werden, kleinere als Gelenkbusse sagen jetzt.

00:19:48: Ja klar!

00:19:49: Und wo's dann immer noch Probleme gibt und gerade in Deutschland im Hinblick auf die gesetzlichen Regelungen wie er auch nicht ganz so weit sind.

00:19:57: aber wenn wäre das ein Gamechanger und wenn man sich vorstellt, man hat ganz viele autonome Fahrzeige wird es auch notwendig sein dass mehrere Menschen in einem Fahrzeug fahren.

00:20:10: Denn sonst haben wir wieder die total verstopften Straßen und dann noch mit autonomen Fahrzeugen, die sich vielleicht auch noch

00:20:16: festfahren.".

00:20:17: Dann arbeiten Sie an der Citybahn!

00:20:20: Da haben sie gerade aufwendig und Millimeter genau wie zu lesen war ein Gleiskreuz verlegt bei Minustemperaturen.

00:20:27: Das ist ein besonderes Projekt.

00:20:29: Kaum eine Stadt baut dermaßen aufwändig überirdische Straßenbahnen neu oder?

00:20:35: Ja, das ist wirklich ein besonderes Projekt und da sind wir auch sehr dankbar dass wir da die Möglichkeit haben an den Neubau einer oberirdischen Straßenbahn ja mitten in der City.

00:20:48: Das gibt es ganz selten!

00:20:50: Wir bringen ja die Straßenbahn wieder zurück vor dem Hauptbahnhof Hinkriegen und dass wir einerseits die Förderung dafür bekommen, aber andererseits es auch geschafft haben das wird es umsetzen.

00:21:05: Es gibt in anderen Regionen ja durchaus die Ideen Straßenbahn Stadtbahn Projekte umzusetzen und da gibt es dann auch durchaus Bürgerbefragungen.

00:21:19: Und ganz, ganz oft fallen die dann durch weil die Bürger sagen nein ich möchte keinen Bau vor meiner Haustür haben und insofern bin ich sehr froh dass wir das hier in Essen umsetzen können und dieses Zukunftsprojekt umgesetzt kriegen.

00:21:35: denn... und das ist ja wieder das spannende sobald irgendwo dann so ein Projekt umgesetzt ist, bei dem vorher alle immer gesagt haben wow diese Baumaßnahmen und wie schrecklich wird es normalerweise extremst angenommen.

00:21:48: Und alle sind froh dass sie das denn auch.

00:21:50: Und da gehe ich auch davon aus, dass das bei der Citybahn bei uns genauso sein wird.

00:21:54: Sie

00:21:54: verbinden ja auch Stadtteile die, die ihr im ganzen Leben noch nie eine gelbe Straßenbahn gesehen haben?

00:21:58: Ja genau!

00:21:59: Insofern wir werden dann in Zukunft wirklich die gesamte West-Ostachse dann auch oberirdisch verbinden und können von der Hausberger Straße dann möglichst auch... Zukunftsfroh, dass dann über Sinein-Fünfzig in der Zukunft dort ein neues Quartier entstanden sein wird.

00:22:22: Das hat auch sehr viel ausgemacht bei... der Entwicklung der Citybahn nämlich ein Quartier dann zu haben, was im Wesentlichen auch über den ÖPNV angebunden wird.

00:22:33: Da sind dann ganz andere Möglichkeiten der Stadtentwicklung als wenn dort eben keine Straßenbahnen lang fährt und dann über den Hauptbahnhof und später, wenn die Städterstrecke dann wieder fertig ist bis nach Stehle beispielsweise durchzufahren.

00:22:48: Fast vor ihr Raustür?

00:22:50: FAST!

00:22:52: Nur noch einmal über die Ruhr.

00:22:53: Was stimmt hier?

00:22:54: Achtung!

00:23:07: Ihr Job, um mal auf alles zu schauen braucht ihr auch gewisse Nehmerqualität.

00:23:10: Also jeder hat ja eine Meinung zur Bahn.

00:23:12: Zur Bahn sowieso zum öffentlichen Personalverkehr auch Sie werden ja auf keiner Grillparty stehen und nur Komplimente bekommen.

00:23:20: Da kommt der irgendein Jürgen auf sie zu und sagt dann zwischen Stauder- und Bratwurst Ich kann meinen Uber trecken ich kann mein Paket trekken.

00:23:28: Warum stimmen nicht einmal die Anzeigetafeln Der Rohrbahn Ja?

00:23:32: Der Straßenbahn?

00:23:33: Was sagen Sie da?

00:23:33: was sagen Sie Jürg?

00:23:36: Was sage ich Jürgen?

00:23:37: Ich erkläre, dass die Fahrgastinformation viel komplizierter ist als man denkt.

00:23:43: Würden Sie das nicht bei fast jedem Thema sagen?

00:23:45: es ist eigentlich alles wesentlich komplizierte als ihr denkt?

00:23:48: Können sie jetzt nicht als T-Shirt rocken?

00:23:49: oder ist das nicht ein täglicher Satz Ihrer Arbeit?

00:23:51: Das ist schon ein durchaus relevantes Satz Wobei es letztendlich den Fahrgäuern nicht interessiert, wie kompliziert das ist.

00:24:01: Aber wir haben ganz viele Systeme die sich auch nicht so einfach von einem Tag auf den anderen umstellen können.

00:24:07: Der Vorteil von einem Uber?

00:24:09: Die haben ein neues System eingeführt und konnten das so entwickeln.

00:24:13: Wir haben viele Dinge, die historisch gewachsen sind Und wo wir jetzt Schritt für Schritt weiterentwickeln und in die Zukunft führen müssen versuchen da auch vieles umzusetzen und wissen durchaus, dass wir gerade in Fahrgastinformationen werden.

00:24:32: Wir jetzt in der nächsten Zeit aber es geht eben auch nicht ganz so schnell, da unsere Schritte tun.

00:24:37: Ein ernstes Thema ist Respekt nach dem Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz ein sehr trauriges, sehr aktuelles Thema.

00:24:45: Wie steht's um den Respekt hier?

00:24:47: In der Stadt?

00:24:47: Sie haben das einmal schon angedeutet mit den Fahrern gegenüber.

00:24:51: Man muss leider konstatieren, dass der Respekt den Fahrer und Pfarrerin gegenüber in den letzten Jahren durchaus gelitten hat.

00:25:05: Die Menschen die für uns und alle Fahrgäste da ihren Dienst tun jeweils ihr Bestes sind auch, sagen wir mal manchmal beispielsweise wenn sie im Stau stehen dann ist es ja nicht ihre Schuld.

00:25:20: Aber wir sind leider jetzt schon so weit, dass für unsere Fahrer und Fahrerinnen ... bestimmte Sicherheitsmaßnahmen umsetzen müssen.

00:25:30: Beispielsweise haben wir so was wie Notrufknöpfe, dass der Fahrer wenn er da drauf drückt das dann der Bus anfängt zu hopen und zu tuten und insofern eine Warnmöglichkeit gibt, dass man von außen auch merkt hey da ist etwas was nicht so ist wie es sein sollte!

00:25:48: Wir haben sowas wie ein Panikraum, dass die Fahrer für sich selbst geschützt bei eventueller Aggressivität aus dem Fahrzeug gehen kann.

00:25:57: Wir tun sehr viel dafür, dass die Sicherheit unserer Mitarbeitenden möglichst hoch ist.

00:26:05: aber und ich glaube das merkt jeder wenn wir so auf die Gesellschaft gucken ist durchaus in den letzten Jahren Jahrzehnten mehr Aggressivität entstanden.

00:26:17: was wir uns wünschen ist durchaus der Respekt beckt den Menschen gegenüber, die ja jeweils auch immer ihr Bestes tun.

00:26:26: Doch bitte gewahrt bleibt das nicht persönlich auf unsere Mitarbeitenden irgendwie zugegangen wird sondern dass jeweils der Mensch dahinter gesehen wird.

00:26:38: Kurz weg vom Menschen.

00:26:39: es kommt die berühmte Fee also der magische Moment.

00:26:43: Sie könnten etwas spontan umsetzen, irgendeinen Herzensprojekt oder ein Problem der Rohbahn lösen.

00:26:49: Etwas in den Köpfen verändern – was auch immer!

00:26:51: Was würden sie sich von dieser Fee wünschen?

00:26:54: Von der Fee würde ich mir... und das hatten wir ja eben….

00:26:59: Ich glaube ganz profan wünschten dass unsere Fahrgastinformationen ... so optimal ist, dass wir jeden mit den Informationen versorgen können die er jetzt gerne hätte.

00:27:13: Ach

00:27:13: da hat also Jürgen auf der Grillparty einen ziemlich wunderen Punkt getroffen?

00:27:16: Ja!

00:27:16: Das war einfach ein Random Beispiel.

00:27:20: Jürger hat wirklich einen wunden Punkt getrofft weil da bin ich wieder bei dem Thema was verzeihen die Fahrgäste?

00:27:27: Fahrgkäste verzeilen durchaus wenn etwas nicht zu hundert Prozent funktioniert aber wenn dann die Information nicht stimmt steigt durchaus dann der Ärger.

00:27:37: Also viele dürfen passieren, nur transparente Informationen?

00:27:40: Genau!

00:27:41: Das

00:27:41: ist der Unterschied?

00:27:42: Genau das ist das was ich insgesamt gerne voranbringe es einfach transparente Information gegenüber Fahrgästen.

00:27:49: aber auch im Unternehmen finde ich es ganz wichtig dass wir miteinander sprechen und transparent sind beispielsweise in welche Richtung das Unternehmen sich bewegt beziehungsweise dass wir gemeinsam verstehen wie die Position des Anderen

00:28:05: ist.

00:28:23: In Wuppertal geboren, in Leipzig und Augsburg gearbeitet aber vor allem in Leverkusen trainiert.

00:28:29: Und jetzt werden wir sportlich.

00:28:31: Sie waren Mitte der Neunziger einer der schnellsten Frauen der Welt.

00:28:35: Ich erwähne mal hier nur olympisches Branche bei den olympischen Spielen von Atlanta, neunzeits sechsund neunzig viermal vierhundert Meter Staffel.

00:28:42: Das ist schon eine Sensation gewesen weil Deutschland nicht zu den schnellsten Nationen gehört eigentlich.

00:28:47: Das war eine Sensation, das war für uns auch ein super Augenblick.

00:28:53: Dass wir dort die Bronzemedaille gewonnen haben.

00:28:56: Wir haben es uns so insgeheim erhofft!

00:28:59: Man rechnet ja als Athlet aber... Es war bei Weiten nicht etwas was von uns erwartet worden ist oder von der Öffentlichkeit erwartet wurde.

00:29:08: Erklären Sie uns mal die Vierhundert Meter.

00:29:09: also bei hundert Metern weiß ich da gebe ich alles Renn ich einfach möglichst schnell.

00:29:13: Aber schon wie eine halbe Stunde Jogge oder ne Stunde Jogi, dann teile ich's mir ein.

00:29:17: Vorne nicht zu schnell hinten nochmal Gas geben... Wie ist das bei vierhundert Meter?

00:29:21: Ist ja genau dazwischen!

00:29:22: Ist es wie hundert Metern nur viel zu

00:29:24: lang?!

00:29:25: Das ist eine sehr gute Beschreibung.

00:29:28: im Grunde genommen muss man vierhundert Meter so laufen dass man so schnell wie möglich anläuft und so gut trainiert hat, dass die letzten Hundert Meter zwar weht wohnen aber man trotzdem noch gut weiter läuft.

00:29:40: Allein die Disziplin, die man da entwickeln muss und zwar nicht nur innerhalb dieser vierhundert oder achthundert Metern sondern ich sprach ja schon von NEMA-Qualitäten.

00:29:47: Sie haben zwölf Mal in der Woche trainiert.

00:29:49: Wie geht das bei sieben Tagen in der Woche?

00:29:51: Oder hat man mehr als Leistungssportler?

00:29:53: Nein!

00:29:54: Man hat wieder als Leistungssportlerin noch als Geschäftsführerin mehr als sieben Tage in der woche.

00:30:00: natürlich rechnet sich das dann also.

00:30:02: Ich habe damals Fünf Tage in der Woche zweimal trainiert und dann an zwei Tagen nur einmal trainiert.

00:30:09: Also, also ein bisschen mehr als vierundzwanzig Stunden am Stück hatte ich dann Pause.

00:30:16: Und dazwischen gab's dann wahrscheinlich ja, da gab es Schule, da gabs die Uni?

00:30:20: Ja vor allen Dingen gabs da die Uni wobei auch eine geraume Zeit im Grunde genommen Profisport gemacht habe.

00:30:29: Da hab' ich zwar in der Zeit meine Dissertation geschrieben Da war schon mein Schwerpunkt, das Training beziehungsweise die Wettkämpfe und damit der Sport.

00:30:40: Hilft Ihnen dieses Leben damals heute noch im Umgang mit Druck?

00:30:46: Mit Rückschlägen?

00:30:47: Mit öffentlicher Kritik?

00:30:49: Ja, das hilft mir sehr.

00:30:51: zum einen der Druck den man hat wenn man in ein gefülltes Olympiastadion geht Möglichst keine Gedanken darüber macht, dass einem vielleicht der Staffelstab runterfallen könnte.

00:31:06: Das sind so ... Situationen in denen man lernt sich zu überlegen was könnte der Worst Case sein und was passiert dann wirklich?

00:31:16: Und damit umzugehen, dass man mit Druck auch dem Stand halten kann und muss.

00:31:22: Das Gefühl haben Sie jetzt wieder, wenn sie eine Aufsichtsratssitzung kommen.

00:31:25: Genau!

00:31:27: Auch dort Überlege ich mir, was könnte der Worst Case sein?

00:31:31: Und für mich ist insofern der Druck und das Standhalten.

00:31:35: Vor allen Dingen die Erwartungen, die auf einen zu laufen eigentlich, ich will nicht sagen ähnlich aber wie man damit umgeht, das ist schon recht ähnlich.

00:31:46: Sport haben wir besprochen.

00:31:47: jetzt dieser Beruf nach einer olympischen Medaille spätestens nach so einer Profikarriere kann sich ja ein Loch ergeben.

00:31:53: Da bricht ja auch ein Teil der Identität weg.

00:31:55: Das eigenen Selbstverständnis, was ich mal war also aus zwölfmal Training in einer Woche wird ein Lehrerkalender.

00:32:00: Wie war das bei Ihnen?

00:32:01: Es ist kein Lehrerkalenda geworden weil ich im Grunde genommen nach zwölfen Mal Training in der Woche für mich beschlossen habe Ich möchte nicht mein Leben weiter in der Sportwelt verbringen ich doch die Möglichkeit hatte, durch dir das Studium aber auch die Dissertation dann direkt in den Beruf zu starten.

00:32:22: und mit ähnlichem Elan wie dem Leistungssport habe ich dann letztendlich meine berufliche Karriere dann auch begonnen ohne da so ein Ziel gehabt.

00:32:34: zu haben wie beispielsweise im Sport, sondern habe da einfach mit meiner Begeisterung und vor allen Dingen mit der Möglichkeit Dinge umzusetzen und zu gestalten bin ich dann meinen Weg gegangen.

00:32:47: Wenn ich jetzt eben in Ihrer Biografie erklären müsste würde ich sagen okay vom Leistungssport dem schnellen Laufen hin wieder in so ein Bewegungsding wie den Nahverkehr.

00:32:56: das ist wahrscheinlich zu platt.

00:32:58: warum haben Sie sich den öffentlichen Person Nahverkehr als Beruf ausgesucht?

00:33:01: Vielleicht ist es zu platt, aber im Nachhinein ist das doch eine ganz tolle Verbindung.

00:33:08: Denn die Bewegung im Laufen habe ich jetzt auch.

00:33:12: Ich bewege Menschen und manchmal ist es so, dass sich solche Dinge durchaus zufällig ergeben.

00:33:19: Aber es passt so schön!

00:33:20: Bewegung ist für mich etwas... etwas sehr Wichtiges und ich kann auch Menschen bewegen als Führungskraft.

00:33:27: Es ist aus meiner Sicht für eine Führungskraft, Geschäftsführungen sind ja diejenige, die dafür verantwortlich ist dass die Menschen, die auch in dem Unternehmen tätig sind zusammen sich in Richtung eines Ziels bewegen und das gemeinsam tun.

00:33:46: und insofern finde ich passt das eigentlich sehr gut.

00:33:48: Nur dass Sie als Sportlerin immer auf sich allein gestellt waren?

00:33:51: Mein größter Erfolg wiederum war in der

00:33:53: Staffel und

00:33:56: hinter jedem oder vor jedem erfolgreichen Sportler bzw.

00:34:01: jeder erfolgreiche Sportlerin stehen ganz, ganz viele Menschen Trainer Physiotherapeuten was ich auch immer wichtig finde auch Trainingskameraden mit denen man zusammen Trainiert, also mir war es ganz wichtig.

00:34:16: Ich konnte immer dann gut trainieren wenn ich mit anderen trainiert habe Also im Team war.

00:34:21: vielleicht steht man dann wenn man die Runde dann läuft als vierhundert Meter Läuferin alleine während dieser Runde auf dem Platz.

00:34:29: aber Es sind ganz viele die einen tragen und auch das ist wichtig in dem Sinne Tragen dass sie unterstützt haben.

00:34:35: Das ist immer spannend.

00:34:37: Die meisten Läuer und Läuberinnen sind in der Staffel schneller als im Einzel.

00:34:43: Das liegt zwar auch am Fliegend laufen, aber auch deswegen weil sie im Team laufen.

00:34:49: Den anderen nicht enttäuschen wollen?

00:34:50: Auch das!

00:34:51: Für die gemeinsame Sache.

00:34:52: Interessant interessant Ja ich erinnere mich, dass haben Sie mir glaube ich nahezu schon mal erklärt auf der Bühne der Sportgaler, die ja auch von der Sparkasse Essen enorm unterstützt wird.

00:35:03: da haben wir glaube ich die Kategorie Trainer des Jahres gemacht.

00:35:07: Trainerin-Trainer.

00:35:07: Genau.

00:35:09: Da

00:35:09: habe ich schon gelernt wie wichtig ein Trainer ist.

00:35:23: Zweifache Mutter.

00:35:24: Wie alt und wie sportlich sind die Kinder?

00:35:25: Ich weiß, eins darf nicht mehr Kind genannt werden!

00:35:28: Genau das eine ist jetzt zwölf geworden, das andere Kind ist zwanzig und die machen Sport keine Leichtathletik aber sind im Schwimmen und im Fußball unterwegs.

00:35:43: Das kann man hier in Essen ja auch sehr gut machen.

00:35:45: Ist es schon in Richtung Leistungssport.

00:35:47: Die

00:35:47: Frage ist wo ist die Abgrenzung beim Leistungssport?

00:35:50: ich würde sagen Leistungsorientierter Breitensport.

00:35:55: Ich frage, weil sich ja Essen jetzt bewirbt.

00:35:57: Zunächst erst mal bei uns allen als Ausrichtungsstätte für die Olympischen Spiele.

00:36:06: Das

00:36:06: sollte uns sehr wichtig sein!

00:36:09: Ich habe die Entwicklung von einigen Olympiasstätten mitverfolgen dürfen.

00:36:15: Also meine ersten Olympische Spiele habe ich im Barcelona erleben dürfen und die Stadt hat daraus sehr, sehr viel gemacht.

00:36:25: Und konnte sich da extremst positionieren, hat aber auch von der Investition in die Infrastruktur richtig profitiert!

00:36:34: Ich habe auch eine Diplomarbeit geschrieben über den volkswirtschaftlichen Effekte Sportlichen Großereignissen.

00:36:42: Ah, das

00:36:42: wusste ich nicht!

00:36:43: Das

00:36:43: habe ich bei der Recherche nicht gefunden als Diplom-Krau-Frau.

00:36:46: Haben Sie das Diplomen zu diesem Thema?

00:36:48: Ja genau.

00:36:49: Dann komme

00:36:49: ich nochmal wieder.

00:36:50: und ein Ergebnis ist eigentlich ganz klar auch wenn man sich München anguckt Wenn eine Stadt oder eine Region olympische Spiele ausrichtet dann wirken einfach die Investitionen in die Infrastruktur so gut dass die Stadt sich dann wirklich gut weiterentwickelt.

00:37:08: Ich

00:37:09: hoffe vor allen Dingen als Geschäftsführerin der Ruhrbahn, dass wenn olympische Spiele hier in Köln rein Ruhr wären.

00:37:17: Das dann bin ich mir ganz sicher das dann auch Investitionen in den öffentliche Nahverkehr fließen würden die auch gar nicht durch die Stadt Essen selber bezahlt werden müssten sondern die eben auch aus anderen Quellen und Töpfen der Region zugutekommen würden.

00:37:36: Da hoffe ich einfach, dass wir da in dem Sinne uns dann wirklich positiv weiterentwickeln könnten und davon profitieren können – und insofern sollte jeder, der hier in der Region ist dieses Vorhaben unterstützen!

00:37:51: Also

00:37:52: Ihr Tipp, neunzehnte April, ja sagen zur Olympia in der eigenen Stadt?

00:37:56: Genau bis zum neunzenthnten April Ja sagen

00:38:00: und

00:38:01: den Brief zurück schicken.

00:38:03: Am besten sofort, wenn der Brief ankommt, ihn zu rückschicken damit man es nicht vergisst!

00:38:08: Okay jetzt ist noch einmal.

00:38:10: letzte Frage natürlich ihre Möglichkeit das ist jetzt nochmal Zeit.

00:38:14: für die Plakatwand haben wir immer am Ende einer Folge also freie Fläche kleines Sparkassen-S in der Ecke oben links Sparkassen Rot.

00:38:21: Der Rest ist für sie.

00:38:22: Das kann ein Satz sein Ein Wort sein Ein Bild sein Ein Song sein

00:38:28: Die Plakatwand, ja.

00:38:30: Über zweitausendfünfhundert Menschen der Ruhrbahn bewegen die Städte Essen und Mühlheim Und die Bitte ist Seien Sie respektvoll uns allen gegenüber und nutzen sie den öffentlichen Nahverkehr.

00:38:48: Ja!

00:38:49: Und Sie bedanken sich mit stimmigen Fahrplaninformation auf der Strecke.

00:38:53: Ich dachte immer, wenn sie eine freie Fläche zur Verfügung haben, schreiben Sie drauf.

00:38:56: Fahren ohne Ticket kostet sechzig Euro.

00:38:59: Da war sie deutlich kreativer!

00:39:01: Dr.

00:39:01: Linda Kieserbacher, danke schön für Ihre Zeit.

00:39:08: Einfach gute Leute.

00:39:09: das stelle ich jetzt schon seit ein paar Jahren fest.

00:39:11: wir haben an wichtigen Stellen hier in der Stadt immer gute Typen.

00:39:14: einfach natürlich ja.

00:39:16: die müssen auch alle abliefern.

00:39:18: da schauen wir kritisch drauf da hacken wir nach.

00:39:20: aber schon jetzt stelle.

00:39:20: Es ist menschlich sehr oft, sehr angenehm.

00:39:25: So wie diesmal wieder!

00:39:26: Ich freue mich über ihr Feedback.

00:39:27: Sie können anderer Meinung sein.

00:39:29: hier in den Kommentaren zum Beispiel Anregungen Gastvorschläge fünf Sterne Bewertungen sehr gern genommen.

00:39:35: was mir persönlich die größte Freude macht es wenn sie die Folge weiter leiten an der Freundin an den Kollegen an die Nachbarin Die eigenen Eltern mach ja auch und jetzt genießen wir schon wieder die Zeitrennt Den ersten Spargel Und natürlich die Sonne hier in unserer schönen

00:39:53: Stadt.

00:39:54: Das war Zuhause im Essen, ein Podcast der Sparkasseressen

00:40:00: Die neue Folge

00:40:02: jeden zweiten Dienstag im Monat.

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