Folge 66 - Olympiasieger Ansgar Wessling und Cross-Country-Hoffnung Vincent Laurich

Shownotes

Was bleibt von einem olympischen Sieg – fast 40 Jahre später? Und was passiert, wenn dieser Moment plötzlich auf die Zukunft einer ganzen Region trifft? In dieser Folge von Zuhause in Essen treffen Generationen, Perspektiven und große Fragen aufeinander. Ein Olympiasieger erinnert sich an ein Finale, das bis heute nachwirkt: Seoul 1988. Kälte. Rückstand. Und dann: ein Zwischenspurt, der Sportgeschichte schreibt.

Wie verändert Gold ein Leben – mental, emotional, beruflich? Und was bleibt davon, wenn der Jubel verklungen ist?

Gleichzeitig sitzt ein 14-Jähriger im Studio. Leistungssport. Sechsmal Training pro Woche. Schule dazwischen. Olympia? Ein Traum. Vielleicht 2036. Vielleicht später. Vielleicht nie. Was treibt jemanden in diesem Alter an – und was braucht es wirklich um dranzubleiben?

•   Übernehmen Sportvereine heute Aufgaben, die Familien nicht mehr leisten können?
•   Warum wird Leistungssport in Deutschland bewundert – aber strukturell so wenig getragen?
•   Und was könnte ein olympisches Großereignis im Ruhrgebiet wirklich verändern: Infrastruktur, Gesundheit, Zusammenhalt?

Die Links:

Podcast: Der Weg zu Olympia - Schubschlag - mit Ansgar Wessling

Der Ruder-Achter von Seoul - das Finale zum Mitfiebern

Olympic Talents Ruhr - Verein zur Förderung von Athlet:innen olympischer Disziplinen


In "Zuhause in Essen" spricht die Sparkasse Essen nicht über die gute alte Zeit. Wir sprechen über das, was Essen schon heute besonders attraktiv macht und was nach der Zeit der Ruhrkohle noch Magisches passieren wird. Immer mit Gästen, die Gegenwart und Zukunft auch gestalten. Und wenn WDR Moderator Tobias Häusler einmal in den Rückspiegel schaut, dann nur um die Spur wechseln zu können.

Jeden zweiten Dienstag im Monat ein spannender Gast - aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Kultur, Ehrenamt… Und ein ungewöhnlicher Blick auf unsere schöne Stadt.

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich glaube, dass Vereine, Sportvereine mittlerweile mehr und mehr pädagogisch, also familiäre Erziehungsaufgaben übernehmen müssen, die Familien mitunter, aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leisten können.

00:00:17: Und deswegen glaube ich, ist die Wichtigkeit von Sport mit all den Strukturen, die dahinter stehen, aus meiner Sicht politisch gar nicht adäquat erkannt und gesehen.

00:00:29: Ich konnte nicht schwimmen und ohne Freischwimmer kein Rudern.

00:00:32: Und es hat dann tatsächlich geschlagene zwei Jahre gedauert.

00:00:36: Bis dann, ich glaube, es war eher aus reinen purem Mitleid des damaligen Bademeisters, dass er mir den Freischwimmer dann aushändigte.

00:00:44: Dann in der Tat, am nächsten Tag, war ich im Ruderverein in Kupferdrian gemeldet.

00:00:48: Das war damals eine erste Bedaille, ne?

00:00:50: Das war sicherlich einer der am härtesten erarbeiteten Erfolge.

00:00:55: Zu Hause in Essen.

00:00:57: Ein Podcast der Sparkase Essen.

00:01:00: Mit Tobias Häusler.

00:01:03: Herzlich willkommen.

00:01:04: Gerade Ihnen ganz persönlich.

00:01:06: Sie machen es richtig.

00:01:07: Dabei sein ist alles.

00:01:09: Das Olympische Motto.

00:01:10: Wir haben ja gerade ein Traum in Essen, die olympischen Spiele hier bei uns.

00:01:14: Wir bewerben uns für im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:01:28: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:01:29: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im

00:01:35: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:01:36: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:01:37: Wir sind der Podcast, der mit den Menschen spricht, die Essen heute schon gestalten

00:01:40: und morgen

00:01:41: noch besser machen wollen.

00:01:42: Und wir fragen einfach mal, warum eigentlich?

00:01:45: Welchen Gewinn

00:01:45: bringen die

00:01:46: Olympischen Spiele in Köln und Essen, also ihnen und mir und uns allen?

00:01:50: Wir haben einen Gast, der eine Ahnung hat.

00:01:53: Er ist Essner.

00:01:54: Olympia-Sieger im legendären Ruder-Deutschland-Achter, in Seoul wurde im Leben danach noch mal erfolgreicher Unternehmer mit Hörsysteme Wessling.

00:02:05: Zu Gast ist Ansgar Wessling.

00:02:07: Wann hat er sein Herzschlag-Finale von Seoul noch mal im Fernsehen gesehen?

00:02:12: Ich ja am Abend vor unserem Gespräch.

00:02:15: Also, vielleicht muss ich da erst mal vorab schicken.

00:02:17: Ich glaube, nach dem Gewinn der Olympienspiele habe ich das erste Mal das Finale-Rennen, ich glaube, einige Jahre später ... Einige Jahre später erst gesehen, obwohl damals ja der Moderator, das war im CTF, ist das übertragen worden, Herr Esser vom aktuellen Sportstudio, hat er sogar, glaube ich, einen Preis für die Moderation des Achterfinales.

00:02:40: Ehrlich?

00:02:41: Ja, weil er das so ... unglaublich emotional und dynamisch euphorisch übertragen

00:02:47: hatte.

00:02:48: Ja, und er hatte trotzdem noch so eine Nuance.

00:02:50: Schauen Sie sich das gerne an.

00:02:51: Ich schreibe das mal mit in die Show-Notes.

00:02:53: Hatte auch so ein bisschen, hat auch so eine Grandetzer von Dressur reiten.

00:02:58: Also alles das, was er dort erlebte, hat eine Schönheit.

00:03:02: Also es war wirklich was ganz Besonderes.

00:03:04: Ja,

00:03:04: es war halt noch so die alte Schule gehört.

00:03:08: Mit einfach Leidenschaft, die Begeisterung.

00:03:11: Und das habe ich das erst mal Jahre später erst gesehen.

00:03:13: und ich glaube das letzte Mal, es ist sicherlich auch schon wieder zwei oder drei Jahre her, dass ich mir das angeschaut habe, wobei auch mittlerweile ja also heutzutage auf Grundinternet und YouTube ist es ja relativ einfach, das Ganze sich dann mal eben zu besorgen und anzuschauen.

00:03:32: Das war aber letztendlich... Vor zwanzig Jahren, so in dem Sinne, rein technisch ja noch gar nicht möglich.

00:03:37: Ich glaube sogar, es war einer deiner Mitrudera, der das online gestellt hat.

00:03:41: Das ist zumindest der erste Link, den man findet.

00:03:43: Also es scheint dann doch einigen im Boot wichtig gewesen zu sein.

00:03:47: Jeder so wie er mag.

00:03:48: So,

00:03:48: ich halte den diesen Titel Olympia-Sieger, gerade wenn er so hart erkämpft wurde wie wie eurer, für einen, ja, meteoriten Einschlag in ein Leben.

00:03:59: Wo liegt der Unterschied zwischen Ansgar Wessling und Olympiasieger Ansgar Wessling?

00:04:04: Das zu beantworten ist, glaube ich, nicht möglich oder hypothetisch.

00:04:08: Weil du das andere Leben nicht kennst.

00:04:09: Weil, nein, ich kenne ja schon sehr bewusst beide Seiten.

00:04:15: Vielleicht versuche ich mal mit dem Ansatz.

00:04:17: Der Sieg dieser Goldmedaille hat dramatischen, dramatischen Einfluss auf meine mentale und emotionale Seite in mir.

00:04:30: Das kann ich heute, dreieinhalb Jahrzehnte, mehr als dreieinhalb Jahrzehnte danach, nicht mehr nachempfinden oder nach fühlen.

00:04:38: Aber rein kognitiv kann ich das noch, noch abgreifen, war das sicherlich also die ersten fünf Jahre danach, wie auf, ich hab den Boden gar nicht berührt.

00:04:51: Also ich bin schwebend ohne Bodenkontakt durchs Leben.

00:04:56: geflogen.

00:04:58: Von daher hat das natürlich massiv Einfluss, aber in der in der Reihen in der substanziell physischen Seite ändert sich dadurch natürlich nichts.

00:05:07: Auf der anderen Seite, dass sich vielleicht dann meine berufliche Karriere ein Stück weit anders entwickelt hat.

00:05:15: Das mag sein, aber ich glaube, dass grundsätzlich Leistungssportlerinnen, Leistungssportler, weil sie sich ständig strukturieren und organisieren müssen und unglaublich auch unter Druck stehen.

00:05:28: Du musst ja versuchen, in diesen vierundzwanzig Stunden viel mehr Programm zu integrieren, als dass Menschen, die kein Leistungssport betreiben, tun müssen.

00:05:37: Und ich glaube, das hat maßgeblich Einfluss.

00:05:40: Also will damit sagen, ich würde jederzeit Frauen wie Männer, junge Leute, die Hochlastungssport getrieben haben, Die müssen kein Olympiasieg sein, ganz im Gegenteil.

00:05:51: Ich würde sogar eher sagen, die A-Linie, die B-Linie, die, die das nicht ganz bis nach oben geschafft haben.

00:05:57: Das sind Top-Leute, die extrem leistungsfähig im Beruf dann auch sein können.

00:06:03: Natürlich hat das von daher Einfluss, aber dennoch ist es losgelöst

00:06:08: davon.

00:06:08: Verstehe, ich sag einfach, los geht's.

00:06:22: Soll der Ruderachter der Bundesrepublik Deutschland, Westdeutschland, kam vor der Sowjetunion ins Ziel.

00:06:29: Das sah erst knapp aus, auch die USA sehr stark, aber dann habt ihr da durchgezogen in den letzten fünfhundert Metern vor allen Dingen.

00:06:36: Hast du eigentlich noch diese Perspektive aus dem Boot?

00:06:39: Weil irgendwann überlagern ja all die Fotos und die Aufzeichnungen, die eigenen Erinnerungen.

00:06:44: Wie kennt das ja aus dem Urlaub?

00:06:45: Kennst du noch den Rücken deines Vordermanns?

00:06:47: Ja, ja, ja, ja, ja.

00:06:48: Den kenne ich noch.

00:06:49: Auch diesem Rennen?

00:06:50: Alleine schon, deswegen auch, weil wir uns regelmäßig treffen.

00:06:54: Wir haben das vielleicht zu Anfang in den ersten fünfzehn, zwanzig Jahren, so alle fünf Jahre gemacht, merken mittlerweile aber tatsächlich.

00:07:04: Auch unser Leben ist endlich.

00:07:05: Und wer weiß, wie lange wir noch zusammenkommen können.

00:07:09: Und haben das mittlerweile von zwei auf jährlich reduziert.

00:07:12: Wir sitzen dann auch mindestens maximal einmal öfter schaffen, was körperlich und von den Händen

00:07:18: gar nicht.

00:07:20: Du bist nicht beim Renten, Alter.

00:07:21: Ja,

00:07:22: ich würde es vielleicht dann auch noch ein zweites Mal hinkriegen.

00:07:24: Aber es ist tatsächlich so, dass so manch einer von meinen Ruderkollegen, die sogar jünger sind.

00:07:30: Die kriegen das nicht mehr hin.

00:07:32: Die sind dann etwas betagter mitunter.

00:07:34: Deswegen, einmal gehen wir dann noch aufs Wasser, dann habe ich auch... meinen Ruderkumpel, der Vorme saß, dann Vorme sitzen.

00:07:41: Das frischt das Ganze natürlich immer noch auf.

00:07:44: Nichtsdestotrotz den Rennablauf von ... ... mit dem Botschaden, der davor passiert ist, mit der Dramatik dazwischen, kriegen wir das repariert, mit dem wir kühlen aus.

00:07:59: Es war ... nicht so warm.

00:08:02: an dem Vormittag, wo das Finale war und mussten dann direkt an den Start.

00:08:07: Das war auch, glaube ich, dann der Grund.

00:08:09: Wir waren dann nicht mehr so in unserem Flow und Rhythmus, dass wir auf den ersten tausend Metern, was ein bisschen ungewöhnlich war, weil die Amerikaner und die Russen bis zur Hälfte der Strecke dann ... Vor uns lagen.

00:08:24: Das hat es in allen anderen Rennen in der zurückliegenden Saison nicht gegeben, aber das ist wahrscheinlich auch dem dann geschuldet gewesen.

00:08:31: Wir waren dann nicht mehr so richtig warm und haben etwas länger gebraucht, um dann wieder in unseren Rhythmus kommen zu können.

00:08:37: Es

00:08:37: ist aber auch umso spannender.

00:08:39: Also später für die Dramaturgie würde ich es schreiben.

00:08:41: Also die Dramaturgie war dadurch natürlich signifikant höher.

00:08:46: Ich habe nur in meiner ganzen Ruderlaufbahn Ein einziges Boot erlebt, wo wir physisch, wie aber auch psychisch in der Lage waren, diesen unglaublichen Zwischenspurt zu tätigen.

00:09:00: Also diese Achter war in der Lage bei der Hälfte des Rends bei tausend Meter.

00:09:05: eine Geschwindigkeitserhöhung über nur zehn Schläge zu tätigen.

00:09:10: Normalerweise andere Mannschaften machen das auch.

00:09:12: Ich habe auch mit anderen achter Mannschaften danach dann noch ähnliche Rennstrategieprogramme gefahren.

00:09:20: Dann erreicht man vielleicht zwei Meter, drei Meter Abstand zum anderen Boot.

00:09:25: Wir waren in der Lage, sieben, acht, neun Meter Abstand zu generieren.

00:09:31: Und dann kam dieser Zwischenspurt und ab da war klar, Das Ding holen wir uns jetzt.

00:09:37: Jetzt machen wir sie fertig.

00:09:39: Kommt das sofort im Kopf an?

00:09:41: Das ist Gold, das verändert auf magische Art mein Leben jetzt?

00:09:46: Also das Verarbeiten eines Olympiasieges, speziell jetzt in meinem Fall, ich glaube, ich kann da auch für alle anderen sprechen, hat Wochen, wenn ich Monate gedauert.

00:09:58: Also das ist nicht mit, ich mach da einen Haken hinter.

00:10:02: Dafür ist es zu außergewöhnlich, zu selten, das ist ja, wer wird schon Olympiasieger.

00:10:09: Also das jetzt nicht nur aufs Rudern bezogen.

00:10:12: Die Leistung als solches ist außergewöhnlich, aber... Es ändert nicht den Mensch.

00:10:16: Das ist interessant, dass du das sagst.

00:10:18: Ich glaube, man kann mit dieser Medaille dann wiederum, wenn man sie nur für sich geholt hat und sie wegschließt und nicht mehr drüber spricht, macht man, glaube ich, ein Fehler.

00:10:26: Wir haben mit Sonja Greinacher genau da, wo du jetzt sitzt, gesprochen.

00:10:30: Und sie sprach auch von einer Verantwortung, die sich daraus ergibt, nämlich vielleicht wenigstens dieses Feuer, eine Jugend weiterzugeben, zu motivieren.

00:10:38: Absolut, das gilt für alle anderen Dinge ja auch, wenn ich außergewöhnliche Leistung erbringe, im Kulturbereich zum Beispiel, egal in welcher Art und Weise, dann habe ich genauso wie im Sport eine Vorbildfunktion.

00:10:52: Und ich meine, ich erlebe das ja seit sechs oder sieben Jahren, rudere ich wieder im Für mich ist es der Altherrenbereich, den Mastersbereich, fahre auch wieder moderate Wettkämpfe und bin dann regelmäßig wieder an meinem Heimatruderverein oder auch an anderen Rudervereinen hier in Essen oder auch in Mühleim und trainiere dort.

00:11:17: Und ja ... Die jungen Menschen, Kinder, die Jugendlichen, die dort sind, obwohl ich ja mittlerweile, das können ja nicht nur meine Kinder, können meine Enkelkinder mitunter sogar sein.

00:11:30: Man merkt schon, da ist so ein Hingucken, vielleicht nicht ein Hochgucken, aber so ein Hingucken.

00:11:36: Und damit hat man auch eine Verantwortung, mit der man entsprechend umgehen sollte.

00:11:40: Ich habe eine Menge Fragen hier noch aufgeschrieben.

00:11:43: Hör dir aber unheimlich gerne zu.

00:11:45: Deswegen streiche ich jetzt erst mal die Fragen, die ich glaube sehr gut beantwortet werden im Podcast.

00:11:53: Schubschlag habe ich gefunden in der Vorbereitung mit Ansgar Wessling.

00:11:56: Da geht es dann mal ganz tief rein in die ganze Vorbereitung.

00:11:58: Auch die Jahre bis zum Ruder Achter.

00:12:00: Warum das ein legendärer Achter wurde.

00:12:02: Alles in den Show-Notes.

00:12:04: Ich darf aber eins noch verraten.

00:12:06: Das waren zwar acht bis neun strahlende Gesichter bei der Sieger-Ehrung, aber acht Freunde wart ihr nicht.

00:12:13: Natürlich nicht.

00:12:15: Es geht ja nicht darum, in die dickste Komplei überzugehen.

00:12:19: Das ist eine Zeckemeinschaft.

00:12:21: Es geht darum, in einem Achter sitzend, zweitausend Meter so schnell wie möglich runter rudern zu können, um der erste werden zu können.

00:12:30: Aber dabei kann es doch nicht helfen, dass sich manche einfach gar nicht mögen.

00:12:33: Doch.

00:12:33: Ja, echt?

00:12:34: Es gab nicht in dem Achtundachtziger Achter, aber es gab in dem Achter danach.

00:12:40: gab es einen Ruderer, zu dem ich ein unglaublich angespanntes Verhältnis hatte.

00:12:47: Wir haben uns auf der Ruderebene, haben wir uns bedingungslos vertraut.

00:12:52: Aber außerhalb des Ruderbootes haben wir uns nicht mal mehr angeschaut.

00:12:57: Keine Beziehung, kein Kontakt, das war völlig distanziert.

00:13:04: Und trotzdem kann man dann ... hochprofessionell Weltmaster werden oder auch andere Leistungen erbringen.

00:13:19: Wir stehen kurz vor unserem Überraschungskast.

00:13:22: Bauen jetzt aber erst mal die Bühne für dich.

00:13:24: Einem kleinen Moment noch Geduld.

00:13:25: Die olympischen Spiele hier im Ruhrgebiet, thirty-six, forty oder forty-four.

00:13:32: Warum lohnt sich die Anstrengung?

00:13:34: Du bist ein Fan der Spiele im eigenen Land.

00:13:37: Also zum einen hätte ich ich als Ansgar Wessling als, ja, von meinem Weg auch als Egoist.

00:13:43: Unglaublich gerne eigene Spiele im eigenen Land.

00:13:46: Ich aktiv erlebt, zumal ich tatsächlich auch Ruderer erlebt habe, die zweiundsebzig in München dabei waren und selbst heute kann ich spüren, wie sehr das noch in den mitschwingt, wenn ich Kontakt zu denen habe und wenn wir uns über München zweiundsebzig unterhalten.

00:14:09: Unabhängig davon glaube ich, dass das Olympische Spiel in unserem eigenen Land, unserem Land und all derer, die wir in unserem Land leben, unglaublich gut tun würde.

00:14:23: Ich glaube, dass das allein nur auf Deutschland und auf uns, wie wir hier leben, bezogen, eine unglaubliche Initialwirkung haben wird, nicht nur Würde, sondern wird und dadurch eben auch Dinge angeschoben, beschleunigt werden können, die ohne in dem Sinne so nicht stattfinden.

00:14:44: Und dann in Bezug jetzt auf die Gesellschaft als solches glaube ich, dass Gesundheitsempfinden, Ernährung, Bewegung, Übergewicht, all diese Dinge, da kommen so viele Faktoren und Prozesse da rein.

00:14:58: Und vielleicht auch das noch, ich glaube, dass Vereine, Sportvereine mittlerweile mehr und mehr pädagogisch, also familiäre Erziehungsaufgaben übernehmen müssen, die Familien mitunter, aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leisten können.

00:15:16: Und deswegen glaube ich, ist die Wichtigkeit von Sport mit all den Strukturen, die dahinter stehen, es wird aus meiner Sicht politisch gar nicht adäquat erkannt und gesehen.

00:15:28: Meine Damen und Herren, unser Spezialgast, genau, fünfzig Jahre nach Ansgar Wessling, kam dieser Mann auf die Welt, es wird also fünfzehn in diesem Jahr.

00:15:39: Sein Name, Vincent Laurich, vielleicht unser Olympia-Held in zwei tausendsechsunddreißig und wenn nicht, dann zwei tausendvierzig oder vierundvierzig.

00:15:47: Herzlich willkommen.

00:15:49: Hallo.

00:15:50: Erzähl mal ein bisschen was über dich.

00:15:51: Wir lernen dich ja jetzt erst kennen.

00:15:53: Wir können also noch keine Fans sein, kommt aber gleich.

00:15:55: Ja, also ich mach Cross Country.

00:15:57: Mountain Biking, auch eine olympische Sportart.

00:16:00: Ich bin jetzt vierzehn und vermach das jetzt, glaube ich, schon seit sechs oder sieben Jahren.

00:16:06: Ja.

00:16:07: Lange, wie heißt der Vereinen Steele?

00:16:09: Da warst du zuerst, ne?

00:16:10: MSV ist ein Steele.

00:16:11: Das

00:16:11: ist ein großer Name in diesem Bereich.

00:16:13: Also Mountain Bike und diese Disziplin Cross Country Bike, das ist dein Ding.

00:16:17: Das ist olympisch seit, ich habe es nachgeschaut, sechsundneunzig.

00:16:20: Also wirklich schon, ja, jetzt dreißig sind es dreißig Jahre, ja.

00:16:23: Was heißt das?

00:16:24: Das heißt, der Sport prägt dein Leben.

00:16:27: Auf eine ganz besondere Art und Weise, du willst das wirklich und Olympia ist dein Ziel?

00:16:31: Ja, also so genau würde ich das jetzt noch nicht sagen.

00:16:34: Olympia ist ja schon vor allem auch, auch in den vergangenen Jahren ist es ja auch zehn Jahre noch hin.

00:16:39: Es ist noch weit weg und Olympia so sich das vorzustellen ist auch.

00:16:44: Bei Ansgar war das vermutlich auch nicht so, dass er jetzt mit fünfzehn oder vierzehn gesagt hat, ja, ich fahre zu Olympia.

00:16:50: So, das kann man sich ja noch gar nicht so vorstellen.

00:16:53: Und man kann es ja auch gar nicht so vorher sagen, ob das jetzt so klappt, kann ja immer vieles passieren.

00:16:59: Erklär mal ein bisschen was erst mal zur Sportart, dass wir das mal kennenlernen.

00:17:02: Ja, also vom Ding her ist es eigentlich, man fährt auf dem Mountainbike einen Rundkurs, meistens so sieben bis zehn Kilometer, manchmal auch kürzer, vielleicht noch nur fünf.

00:17:13: fährt man ca.

00:17:15: eine Stunde bis Stunde dreißig, ein Rennen.

00:17:17: Oh Gott, so lange, okay.

00:17:18: Ja, und da sind unterschiedliche ... Also es geht berghoch, es geht technische Passagen bergunter.

00:17:25: Es

00:17:26: fahren auch ... Also es fahren nicht nur zehn Leute da immer mit, sondern es sind immer Starterfelder von neunzig bis über hundert Leute.

00:17:35: Dann nacheinander.

00:17:36: In einem Massenstart.

00:17:37: Massenstart?

00:17:38: Ja.

00:17:38: Alle gleichzeitig los?

00:17:40: Ja, auf ...

00:17:41: Okay.

00:17:41: Auf die ... Auf dem Schuss geht's los.

00:17:46: Am Ende ist man doch auf solchen Trails, auf relativ kleinen Spuren.

00:17:49: Ist nicht am Anfang schon entschieden, wer dann auch ins Ziel kommt?

00:17:51: Weil du bekommst du kaum an einem Fahrer vorbei.

00:17:54: Berg runter hast du da komplett recht, aber Berg hoch, da sind die Wege meistens ein bisschen breiter.

00:17:58: Oder es ist schon so, dass man überholen kann.

00:18:02: Also so ist es nicht.

00:18:03: Und die Leistungen und Unterschiede sind halt auch irgendwann so teilweise da, dass ich das irgendwann so vom Rennen, dann werden teilweise Leute überrundet und so weiter.

00:18:12: Versteh ich, ja klar, das haben wir bei der Tour de France auch, dass sich irgendwann

00:18:16: auch

00:18:17: noch mal so Felder absetzen, das versteh ich.

00:18:19: Wie sieht dein Leben heute aus?

00:18:21: Wie groß ist dieser Anteil Sport, Leistungssport?

00:18:24: Eigentlich schon ziemlich groß, also eigentlich ist mittlerweile fast täglich Training, also meistens mindestens sechs Mal pro Woche, manchmal auch nur fünf Mal, aber schon sehr groß und meistens ist halt

00:18:36: Schule,

00:18:37: Training.

00:18:38: Und dann muss man noch mal ein bisschen Schule machen und dann geht's schon ins Bett.

00:18:42: Ja, klar.

00:18:43: Also, ja, das ist dann meistens, ist ja schon ein großer Teil.

00:18:46: Nehmen Lehrer Rücksicht auf deine Pläne?

00:18:48: Mhm.

00:18:49: Deine Lehrerin hat uns immerhin erlaubt, diese Podcast-Aufnahme an einem Nachmittag

00:18:55: zu machen.

00:18:55: Ja, genau.

00:18:56: Ich hab da auch eine echt coole Klassenlehrerin, die da sehr fein mit ist und auch für die ganzen Rennen dort die Freistellung erlaubt und da sehr ... Und das hilft auch auf jeden Fall, diese Unterstützung auch zu haben.

00:19:12: Ja, wir haben uns kennengelernt auf einem Abend des Vereins Olympic Talents Ruhr.

00:19:18: Das heißt, da gibt es schon mal Unterstützung, auch über die Broststiftung beispielsweise, die mit drin hängt.

00:19:24: Was brauchst du sonst noch an Unterstützung?

00:19:26: Gut klar, Eltern, die das wollen oder die zumindest nicht im Weg stehen.

00:19:30: Ja, also es ist halt auch wie ... Wahrscheinlich rudern ja auch einfach auch eine krasse Materialsportart, wo es auch einfach viel um Geld geht.

00:19:40: Es ist nicht so krass wie in der Formel I, wo es wirklich um Millionen geht, aber also es ist auf jeden Fall teuer.

00:19:46: Und da braucht man dann im Moment die Unterstützung von meinem Papa, aber der mich krass unterstützt.

00:19:53: Auch diese Vereine Olympic Tell-its Ruhe und so.

00:19:55: Ich habe da ein paar Sachen auch gerne nochmal in den Show-Notes.

00:19:59: Ich weiß nicht, Ansgar, kannst du das sagen, wird da genug gemacht?

00:20:02: Denn immerhin, das muss man auch sagen, Deutschland freut sich ja über alle, die wir dann zeigen können.

00:20:07: Sportliche Leistungen im Ausland gilt ja seit, ja ich würde es was sagen, seit Jahrhunderten ja auch immer als Ausdruck von wirtschaftlicher Kraft, von der Gesundheit eines ganzen Landes.

00:20:19: Nein.

00:20:20: Also der tatsächliche Wert von Sport.

00:20:23: Insbesondere vielleicht jetzt auch dann eben von Leistungssport wird hier in Deutschland nicht adäquat wertgeschätzt.

00:20:32: Das aber jetzt nicht nur in Bezug auf Unterstützung für die Athletinnen und Athleten.

00:20:38: Wenn du in dem Bereich, wie vielleicht jetzt auch bei Vincent, in keinem Kader, ich glaube, du bist in keinem Kader jetzt altersbedingt drin, ne?

00:20:47: Wenn, wenn keine Kader zu Gehörigkeit da ist, dann gibt es kein Geld.

00:20:51: Und selbst mit der Kader Zugehörigkeit hält sich das in Grenzen.

00:20:54: Aber das Ganze geht ja noch weiter.

00:20:57: Wo ist denn die Wertschätzung für Übungsleiter in den ganzen Clubs und Vereinen, für die Trainerinnen und Trainer?

00:21:06: Die Vergütung, als solches dies dafür gibt, wenn es überhaupt eine Vergütung dafür gibt, ist aus meiner Sicht lächerlich.

00:21:15: Und dann wird jetzt diskutiert, ob dann eventuell die dann ehrenamtlich arbeiten, ob dann in irgendeiner Weise denen Gudi noch in welcher Form auch immer gegeben wird.

00:21:26: Also ich erlebe nicht die Wertschätzung als solches, aber am Ende wird dann, wenn und das wird so kommen, warten wir mal ab jetzt auf den nächsten olympischen Spielen Winter wie Sommer, wenn die Medaillenstatistik dann Deutschland nicht da im im oberen Viertel zu finden ist, dann wird gemault.

00:21:46: Aber das eine bedingt das andere.

00:21:49: Ist dir nicht völlig egal, wo du deine Medaillen abholst?

00:21:52: Ich würde sagen, es ist teilweise unwichtig, auch wenn natürlich hinzukommt, dass es sozusagen so ein Bonus ist, wenn man es im eigenen Land oder in der Heimat sich die Medaillen holt oder generell auch teilnimmt.

00:22:06: Das ist natürlich immer cool.

00:22:08: Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass generell irgendwie Olympia Einfach was ganz Tolles ist.

00:22:15: Hundertprozentig.

00:22:16: Das glaube ich auch.

00:22:17: Das hört man ja von allen Sportlerinnen und Sportlern, egal wo es dann am Ende auch stattgefunden hat.

00:22:21: Wir haben ja gerade über Olympia und die Wirkung auf eine gesellschaftenden Land gesprochen.

00:22:25: Sportlerinnen und Sportler gucken nochmal anders drauf.

00:22:27: Wie stellt sie das vor?

00:22:28: So ein Leben zum Beispiel im olympischen Dorf.

00:22:30: Man hört ja die Spanzen im bundesten Geschichten.

00:22:32: Ja, ich weiß gar nicht.

00:22:33: Also das, was man ja auch immer hört, dass das ganz groß und ganz, dass da auch teilweise wie eine große Party ist irgendwie so.

00:22:41: Aber Es ist bestimmt auch mega schön dort, auch mit anderen Leuten aus anderen Ländern, mit denen man sonst nie was zu tun hätte, mal andere Leute kennenlernen und auch aus dem eigenen Land von anderen Sportarten, lernt man vielleicht auch mal was Neues kennen.

00:22:58: Weißt du zufällig, ich glaube, das ist ganz wichtig, wann?

00:23:00: deine Wettbewerbe sind am Anfang oder am Ende der olympischen Spiele?

00:23:04: Ansgar lacht schon.

00:23:05: Es ist ja glücklicherweise nicht wie beim Schwimmen.

00:23:09: wo man dann bei zehn Disziplinen über...

00:23:13: Ja, ja, klar.

00:23:13: Immer was zu tun hat.

00:23:14: Genau.

00:23:15: Sondern es ist ja nur ein Tag.

00:23:17: Ach so, okay.

00:23:18: Also es ist ja nur ein Tag, ein Rennen.

00:23:20: Legt der vorne oder hinten?

00:23:21: Das ist die große magische Frage.

00:23:22: Das

00:23:22: weiß ich gar nicht.

00:23:23: Aber ich glaube nicht ganz am Anfang.

00:23:25: Ansgar, was wünschen wir ihm nicht zuletzt?

00:23:27: Das wünscht man doch jedem.

00:23:28: Dass man relativ früh dann auch bei den Spielen sportlich durch ist und das dann richtig genießen kann.

00:23:33: Nimm ihn mal, nimm uns alle mal mit.

00:23:34: Also das hat Zweifelsohne, wenn man das auf die Fireparty-Ebene bezieht, signifikante Vorteile, wenn man mit dem Zielwettkampf möglichst früh, es muss vielleicht ja nicht gleich der erste Tag der Übelstiele, Übelstiele dauern in vierzehn Tage und wenn du dann so irgendwo vielleicht so nach der Hälfte mit deinem Wettkampf durch bist und dann auch nicht mehr Rücksicht nehmen muss, weil du musst ja dich immer schonen, schonen, schonen.

00:24:02: Und du musst dich da nicht mehr schonen.

00:24:03: Dann kann man natürlich die olympischen Spiele als Party, als solches wesentlich mehr genießen.

00:24:11: Und ich kann das aus meinen eigenen gemachten Erfahrungen ohudern, ist ja nach der Hälfte der olympischen Spiele glücklicherweise dann beendet.

00:24:20: Ich kann das nur bestätigen, das ist eine unglaubliche Gesamtsituation im olympischem Dorf.

00:24:28: die man dann erlebt, aber mir ist auch wichtig, nochmal zu betonen, keiner, wirklich keiner der Sportlerinnen und Sportler müht sich, dahin kommen zu können, nur um die Party dann dazu erleben.

00:24:41: Das ist ein Randprodukt, was absolut einmalig und außergewöhnlich ist, aber das ist nicht der Grund dessen, warum man sich dann den Hintern aufreißt, um da hinkommen zu können.

00:24:52: Aber

00:24:52: vielleicht ist es der Grund, warum man sich immer wieder sehr gern auch wieder dahin zurück erinnert.

00:24:56: Ja,

00:24:56: natürlich.

00:24:57: Da sind Erlebnisse bei, wir haben ja schon darüber gesprochen, wie erlebe ich noch im Nachgang meiner Gefühlswelt die olympischen Spiele.

00:25:06: So haben wir Situationen erlebt damals.

00:25:09: Also, aus der Eiseine Vorhang war es ja noch mit Ost und West und du hast keinen Kontakt.

00:25:15: Jetzt zu sowjetischen Sportlern, das waren ja keine Russischen, sondern die wurden ja aus den ganzen Ländern, die jetzt mittlerweile einzeln sind, dann zu einer Gemeinschaft zusammengefährigt.

00:25:27: Und wir haben dort dann tatsächlich ... begrenzt heimlich Kontakt zu den russischen Ruder an gehabt und wir haben gemeinsam Party gestaltet, obwohl wir gar nicht miteinander reden konnten, weil wir konnten kein russisch und die haben wenig Englisch gesprochen.

00:25:41: und trotzdem ging das irgendwie.

00:25:43: und das sind Erlebnisse, die kann man natürlich, die verliert man nicht mehr.

00:25:47: Was kannst du dir mitgeben?

00:25:48: Er wirkt gut betreut, hat einen tollen Trainer, worauf muss er achten?

00:25:52: Ich glaube, An erster Stelle ist erstmal, dass du die Freude und die Leichtigkeit an deinem Sport behältst und dann daraus dann auch immer bereit bist, eine extra Meile zu gehen, in deinem Fall zu radeln, weil das glaube ich am Ende dann dich sehr unterstützen kann, dir die Ziele nicht nur vorzunehmen, sondern auch zu erreichen, die du dir eben selbst stellst.

00:26:18: Und du hast völlig recht, ich habe mir mit, mit fünfzehn.

00:26:22: Auch nicht vorgestellt, ich will zu Olympischen Spielen.

00:26:25: Das ist so weit weg.

00:26:26: Aber du hast mit Sicherheit, ich will bei der nationalen Meisterschaft dabei oder ich will dahin, ich will bei dem internationalen Wettkampf, ich will hier abschneiden.

00:26:36: Und wenn du dir diese Ziele setzt und die immer versuchst, die gradlinig zu verfolgen, dann gehst du seinen Weg.

00:26:42: Und wer weiß, vielleicht bist du dann, thirty- vierzig, mit dabei.

00:26:47: Es ist nicht ausgeschlossen.

00:26:48: Wie eng ist denn die Konkurrenz in Deutschland?

00:26:50: Sind das viele, die das wollen?

00:26:52: Ja, vor allem bei den Jungs ist es auch, irgendwann später im Herringfeld ist das ja klar, aber auch jetzt schon ist es extrem dicht.

00:27:00: Also

00:27:01: sehr ähnliches Leistungsletter.

00:27:02: Ja,

00:27:04: und

00:27:05: natürlich gibt es auch die ersten zehn, dann die dann zwanzig andere, die nah beieinander sind und die ersten zwei sind dann auch vorne weg.

00:27:13: Wie viel dürfen denn überhaupt mitfahren?

00:27:15: Achst zu den Spielen.

00:27:17: Ich glaube, manche Nationen dürfen beim Mountainbike dürfen zwei.

00:27:22: Also bei den Männern zwei Schicken und bei den Frauen glaube ich auch ein oder zwei und manche dürfen auch nur einen Fahrer

00:27:27: schicken.

00:27:27: Das ist wenig, das ist wenig.

00:27:29: Ja, aber bei anderen Rennen ist es eigentlich fast unbegrenzt, also aber da sind dann auch meistens hundert Leute dabei.

00:27:35: Also das ist dann echt viel.

00:27:36: Ach, irgendwas sagt mir, wir sehen dich wieder.

00:27:39: Und sei es so bei den vielen Meisterschaften, wo du ja ohnehin auch immer wieder einen zweiten Platz holst und so weiter, wird ja reichen.

00:27:44: Wenn wir zwei schicken, reicht Platz zwei.

00:27:47: Wenn Sie dich bedanken, bin ich ganz herzlich.

00:27:49: Was steht jetzt noch an, in Kürze?

00:27:52: Im Sommer die deutsche Meisterschaft.

00:27:54: Und sonst noch bundesweiten paar andere Rennen in der Bundesnachbesichtung.

00:27:58: Vincent Laurich, danke für deine Zeit.

00:28:01: Danke.

00:28:12: Ich dachte, du gibst ihm vielleicht mit auch immer nach guten Begleitern.

00:28:16: zu suchen.

00:28:17: Vielleicht liege ich falsch, aber ich habe sogar das Wortkampf von dir.

00:28:21: Spitzensportler, das sind ja schon Ego-Mahnen, die in jedem Lebensbereich auch gute Partner brauchen.

00:28:27: Absolut.

00:28:28: Ich bin speziell jetzt in meinem Fall zu tiefst davon überzeugt, ich hätte nicht annähernd, nicht mal mini annähernd die Erfolge im Rudern erzielen können, wenn ich nicht die ganz wenigen außergewöhnlichen Persönlichkeiten wie Joachim Goffi-Erik, der mich als Jugendlicher aufgegriffen hat in meinem Heimatruderverein und geformt hat, die Basis und die Grundlage vermittelt hat, die ich gebraucht habe, um dann meinen Weg weitestgehend eigenständig selber gehen zu können.

00:29:07: In Kupferdreh war das, ne?

00:29:08: Das war dann in Kupferdreh.

00:29:10: Und das ist auch der Mann, der bei Olympia

00:29:12: war?

00:29:13: Der war auch bei den Olympischen Spielen.

00:29:15: Auch im Rudern dabei hat eine Bronzemedaille gewonnen.

00:29:18: Und ohne deren Einfluss wäre ich davon, bin ich.

00:29:23: Felsenfest überzeugt, wäre ich nie dahin gekommen, wo ich denn dann später angekommen bin.

00:29:29: Und sicherlich am Ende war auch sicherlich Ralph Holtmeier, der langjährige, verantwortliche Trainer im Rudern für den Achter, für den Deutschlandachter mit Sitz in Dortmund, mit verantwortlich.

00:29:42: Das sind Persönlichkeiten, ohne dem geht's nicht.

00:29:46: Dein Leben ist so vielseitig.

00:29:48: Einen Sechzig in Essen geboren, wenn wir mal Sport anfangen.

00:29:52: Du musst es ja schon deswegen rudern, weil du sonst untergegangen wärst.

00:29:56: Du konntest sehr spät noch nicht schwimmen.

00:29:59: Das war zweifelts ohne einer meiner herausfordernden sportlichen Meilensteine, so würd ich's mal sehen.

00:30:06: Mit

00:30:06: zwölf nicht schwimmen, oder?

00:30:09: Ja, gut, aber ich glaub, das war zur damaligen Zeit nicht völlig ungewöhnlich.

00:30:14: Mittlerweile, so bedauerlich wie es ist, scheint es ja heute auch wieder in diese Richtung zu gehen, dass das so kommt und passiert.

00:30:21: Aber ja, in der Tat, ich konnte nicht schwimmen und ohne Freischwimmer.

00:30:26: Kein Ruder.

00:30:27: Kannst du dich im Ruderverein nicht anmelden.

00:30:30: Und es hat dann tatsächlich geschlagene zwei Jahre mit Hundeschwimmen gedauert.

00:30:34: Bis dann, ich glaube, ich glaube, es war eher aus reinen purem Mitleid des damaligen Bademeisters, dass er mir den Freischwimmer dann aushändigte.

00:30:44: Und dann in der Tat, am nächsten Tag, war ich im Ruderverein in Kupferdrian gemeldet.

00:30:49: Das war damals eine erste Medaille, ne?

00:30:51: Das war sicherlich einer der am härtesten Erarbeiteten.

00:30:55: Erfolge.

00:30:57: Ich glaube, eines meiner Markenzeichen ist dann auch, dass ich eher ein Spätentwickler war, bin und von daher ich eben einen Tackenmeer an Anlauf gebraucht habe, um dann eben mich zu positionieren, aber dann aber auch konsequent in der Lage war, oben ankommen zu können.

00:31:17: Das galt für die sportliche Karriere.

00:31:19: Da war es dann zweiundneinzig, dreinundzig Schluss gemacht.

00:31:22: Immer den Beruf natürlich nebenher gehabt.

00:31:24: Wie kamen jetzt diese Hörsysteme Optiker in dein Leben?

00:31:28: Gab's da Vorbilder?

00:31:29: Es gab Lebenszufälle in der Pubertät, hab ich eine Brille tragen müssen.

00:31:35: Also die wurde mütterlicherseits verordnet.

00:31:39: Okay.

00:31:40: Und dann ging's zum Augenoptiker und dann hieß es so, das war ja auch noch eine etwas andere Zeit, ne, dass dann älterlich gesagt wurde, Junge, das wär doch auch was für dich.

00:31:49: Ich war nicht der allerbeste Schüler in meiner Schulzeit.

00:31:53: Und dann hieß es also, wäre doch vielleicht eine Überlegung.

00:31:56: Und ich kürze das Ganze ab.

00:31:58: Ich habe dann nach Beendigung meiner Schulzeit eine Augenoptika-Ausbildung hier in Essen begonnen.

00:32:04: Und dazu ist es aber erforderlich, einmal die Woche die Berufsschule in Duisburg zu besuchen und habe dort dann eine ausgesprochen charmante, nette junge Dame aus Wesel kennengelernt, die auch den gleichen Beruf erlernte.

00:32:18: Und hab sie nicht nur kennengelernt, sondern auch lieben gelernt, die wiederum dann aber mit Hörakustik nach Beendigung dieser Ausbildung anfangen.

00:32:28: Dadurch hab ich dann Kontakt zur Hörakustik bekommen, fand das so spannend, dass für mich feststand, das will ich auch.

00:32:35: Und am Ende, nach Beendigung bei der Ausbildung, wollte ich beides machen, hab auch dann tatsächlich hier in Essen bei der Firma Bagus dann mit Beidem begonnen, dann aber nach wenigen Tagen für mich festgestellt.

00:32:48: Das ist nix.

00:32:50: Weil wenn du beides machst, das sind zwei völlig getrennte Berufe, die nichts miteinander zu tun haben.

00:32:55: Also Augen und Ohren haben nichts im beruflichen Sinne miteinander zu tun.

00:32:59: Hat auch in der ganzen Umsetzung der Habilitation, der Umsetzung der Technik, Brille wie Hörgerät, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, habe ich für mich festgestellt, ich will nicht gehobener Durchschnitt sein, ich habe den Anspruch damals, war es vielleicht noch nicht den Olympischen Anspruch, aber den Anspruch, ich will der Beste sein und ab dem damaligen Arbeitgeber dann abgestimmt, dass ich nur noch in der Hörakustik beruflich tätig sein möchte, weil die Hörakustik damals zumindest um ein Vielfaches spannender war.

00:33:34: Das hatte noch so ein Start-up.

00:33:37: Niveau.

00:33:38: Also damals gab es ja keine Startups, hätte man so nicht bezeichnet.

00:33:41: Das war aber damals so.

00:33:42: Das war so spannend, dass ich mich da einfach zwingend verortet sah.

00:33:48: Das ging ja dann immer weiter, wurde immer größer.

00:33:50: Du hast ja nichts Hörsysteme, Wesslingen von deinem Vater übernommen, sondern das war es dir alles, du.

00:33:56: Drei Neunzig mit einer Filiale Geldgeliehen dafür, das immer größer aufgebaut.

00:34:00: Welche Eigenschaften haben dir geholfen?

00:34:02: Ja, die die Welt vielleicht schon im Ruderachter bei dir gesehen hat.

00:34:06: Also ich glaube, was mir schon mal aus dem Sport geholfen hat, war mit einer gewissen Struktur und mit einer gewissen Druck und Nachhaltigkeit da dran zu gehen.

00:34:17: Und auch, auch das lernt man im Sport, wenn Dinge dann mal nicht aufgehen.

00:34:22: Du hast eine Niederlage, es funktioniert nicht.

00:34:25: Du sagst, das waren die wertvollsten Momente?

00:34:26: Das

00:34:27: sind immer die wertvollsten Momente, weil spätestens dann fängst du an, darüber nachzudenken, warum willst du ein gewinnendes Team oder eine gewinde Dynamik verändern?

00:34:36: Du fängst ja erst an, tatsächlich dich selbst zu reflektieren, wenn du auf die Schnauze gefallen bist.

00:34:42: Und ich fand das unglaublich spannend, für mich Dinge entwickeln zu können.

00:34:48: Und ich glaube, da ... kam dann sicherlich das Rudern, also das Mannschaftsrudern mit dazu.

00:34:53: Ich habe meine Firma im Ein-Mann-Start-Up sozusagen gegründet, aber dann war das so erfolgreich, dass sehr schnell der erste, der zweite, der dritte, der vierte dazu kam.

00:35:04: Und dann kommt natürlich eine andere Mannschaftsdynamik auf.

00:35:07: Und ich glaube, das war mir immer wichtig.

00:35:09: Und das ist mir, glaube ich, auch ganz gut gelungen, die anderen immer mitnehmen zu können.

00:35:14: Fünfzehn für Jahre und siebzig Leute.

00:35:16: Das

00:35:16: waren am Ende sogar fast neunzig Leute.

00:35:20: Es waren fünfzehn Betriebsstätten.

00:35:23: Und es war mir immer wichtig zu gucken, wie kriegen wir alle?

00:35:30: in unserem Boot.

00:35:31: Das ist dann kein Achter, sondern wenn es dann im Achtzig sind, ist es ein Achtziger.

00:35:35: Wie kriege ich das hin, dass alle darin möglichst ihr Maximum abrufen, möglichst ihr leidenschaftliches Maximum in dem ganzen Abgeben, weil wenn in einem Achtzig-Zylinder-System ein Zylinder nicht funktioniert, dann läuft er nicht rund.

00:35:52: Und das habe ich jetzt meine Aufgabe dann angesehen.

00:35:56: Ich habe mich dann auch ... gerne als Happiness Manager, meiner eigenen Firma oder als erster Dienstleister, meiner Kolleginnen und Kollegen in meiner Firma gesehen, dafür Sorge zu tragen, dass es denen richtig gut geht, weil wenn es denen richtig gut geht und die Rahmenbedingungen stimmen, dann kommt auch alles andere.

00:36:14: Hast es dann doch aber sein gelassen, ... ... im Jahr ist ja auch ein Sparkassenpodcast.

00:36:22: Wir müssen uns jetzt finanziell keine Sorgen mehr machen, um dich Zeit führt.

00:36:26: Ich rede von mir, ich bin zweimal zwei Kinder, drei Söhne, eine Tochter.

00:36:30: Drei Söhne, eine Tochter, ja.

00:36:32: Ja.

00:36:32: Aber alle erwachsen, wobei erstaunlich die machen trotzdem noch Arbeit.

00:36:37: Aber nur Schöne und Freudige.

00:36:40: Ach, die machen dir Arbeit, dass die noch arbeiten müssen.

00:36:43: Wenn die auf ihr Millionenerbe warten, dann haben sie aber blöderweise ein Leistungssport als Vater.

00:36:48: Also ...

00:36:50: völlig unabhängig davon habe ich meinen Kindern und der älteste ist mittlerweile ein und dreißig und und alle alle vier sind gut das wären wahrscheinlich väter immer von ihren Kindern sagen sind unglaublich wohl geraten.

00:37:04: dabei wird das nicht immer so hatten also wir haben auch auch ordentliche Ruckelstrecken mitunter erlebt und gemeinsam gestaltet.

00:37:14: Aber auch das gehört mit dazu.

00:37:16: Und das sind, glaube ich, auch wieder die mit Abstand wertvollsten Momente in der Entwicklung einer Familie, weil auch da dann man eine Chance hat, Kurskorrekturen zu machen, die eben unglaublich viel bringen.

00:37:29: Aber völlig losgelöst davon habe ich schon vor vielen, vielen, vielen Jahren meinen Kindern zwei Dinge.

00:37:35: kriegt ihr von eurem Papa mit auf den

00:37:37: Weg.

00:37:37: Ich bin gespannt.

00:37:39: Ihr kriegt eine wunderbare Lebensausbildung, damit meine ich nicht eine Schul- und Berufsausbildung, sondern eine Lebensausbildung, weil die Dinge, die in der Schule mitunter dann vermittelt werden, ich halte das für katastrophal, weil Dinge, die wirklich fürs Leben wichtig sind.

00:37:55: Wie kann ich zufrieden, glücklich, gesund, erfüllt leben?

00:37:59: Das sind so Dinge, die ja gar nicht vermittelt werden.

00:38:02: Ich hab mich bemüht.

00:38:03: glaub nicht, dass mir das immer gut und perfekt gelungen ist, aber ich hab mich zumindest bemüht, dass eben auch mein Kind damit zugeben, also ihr kriegt eine gute Lebensausbildung und ein Klaps auf den Po.

00:38:13: Das war's.

00:38:14: Und ob da am Ende irgendeine Erdmasse, federlicherseits dann auch übrig bleibt, da sollen sie sich mal nicht fest drauf verlassen, weil es könnte ja im bödesten Fall sein, dass ich was ich mir fest vorgenommen habe, hundert Werte.

00:38:28: Davon habe ich die letzten fünfzehn, zwanzig Jahre Hochdement bin und eine intensive Begleitung und Betreuung brauche und die dann womöglich die gesamte Erdmasse dadurch aufgefressen hat.

00:38:38: Oder

00:38:38: wieder ein neues Hobby, irgendwas richtig kostspieliges.

00:38:41: Ja, nee, man wird, man wird, also das ist ja faszinierend.

00:38:44: Man wird ja mit zunehmendem Alter, ich möchte mich jetzt nicht als alt bezeichnen, aber mit zunehmendem Alterungsprozess, man wird ja tatsächlich auch bescheidener.

00:38:55: Und völlig auch da wieder losgelöst davon.

00:38:59: Ich habe während meiner beruflichen Tätigkeit war ich schon reich und zwar nicht reichmonitär, sondern reich in dem, dass ich diese Kolleginnen und Kollegen über über einund dreißig Jahre in meiner Firma hatte, die mich da begleitet haben.

00:39:15: Das sind unglaubliche Geschenke.

00:39:17: Und dann kommt noch hinzu, vielleicht so als Meteorit außen fliegend, dass ich noch die Ruder Kumpels von früher, also mit denen ich als junger Mann Zeit verlebt habe, dass ich die heute immer noch wieder treffe, dass wir immer noch mal wieder ins Ruderboot reinkommen.

00:39:33: Das sind unglaubliche Geschenke, die auch mit Geld gar nicht aufzuwiegen sind.

00:39:40: Und am Ende, ja, ich glaube auch, da muss ich mir keine Sorgen machen.

00:39:46: Ansonsten, wenn es um Schenkungsfreibeträge geht, also ich kenne viele Top-Leute bei der Sparkassessen, die beraten gerne.

00:40:00: Das große Finale, du bist Essener, du hast dein Leben fast komplett hier verbracht.

00:40:05: Was verbindest du mit dem Begriff Heimatessen?

00:40:07: Ich verbinde diese Stadt mit mir.

00:40:11: Ich habe zwar immer im Essener Süden gelebt, also ich bin in Überhoburg, Altendorf aufgewachsen, noch habe viele Jahre dann auch in Holsterhausen gelebt und bin dann vor v.a.

00:40:23: sechs, zwanzig Jahre nach Kettwig gezogen.

00:40:26: Aber durch meine berufliche Tätigkeit, das war mir immer wichtig, ganz regelmäßig und oft alle Betriebsstandorte, also alle Filialen abzufahren, mich mit meinen Leuten dort vor Ort intensiv zu treffen, zusammenzusetzen, bin ich auch im Essener Norden ständig unterwegs gewesen und habe die Stadt als Ganzes dadurch eben auch kennen, auch Schätzen gelernt.

00:40:49: Ich bin Während meiner Berufsausbildung auch viele, viele Jahre nicht in Essen gewesen.

00:40:54: Ich habe in Osnabrück, Hannover, Lübeck, Hildesheim gelebt.

00:41:00: Aber ich fühle mich hier verankert, ich fühle mich hier verwurzelt.

00:41:05: Für mich ist es nicht vorstellbar, obwohl es, da bin ich ganz sicher im Süden von Deutschland oder vielleicht auch im Norden, landschaftlich bestimmt viel schönere Ecken noch gibt, ist das hier, das ist meine Heimat.

00:41:20: Was natürlich primär den Menschen hier, mit denen ich verbunden bin und mich verbunden fühle, geschuldet ist, aber selbst der Essener Norden ist.

00:41:30: Es gibt wunderschöne Ecken da, der Süden sowieso.

00:41:35: Es gibt für mich keine Veranlassung dieser Stadt, in irgendeiner Weise den Rücken zu kehren und trotzdem auch Dinge, die eben nicht gut laufen.

00:41:45: trotzdem die auch kritisch wahrzunehmen.

00:41:48: Das ist ja die fährste Position zu sagen, ich bleibe, aber dann darf ich auch mal sagen, was wir hier im besten Sinne verändern können.

00:41:56: Die Stadt hat sich in diesen sixty-fünf Jahren, auf die du bald, irgendwann mal schaust, im Mai, ja schon sehr verändert.

00:42:03: Wie sehr hat sie sich für dich verändert?

00:42:05: Du kennst ja wirklich noch die Zeiten der Schlote und auch der Wäsche im Essen an Norden, die man nicht raushängen konnte.

00:42:11: Auch das, das war nicht schön.

00:42:13: Ich sehe es auch so, Ja, unser Bundeskanzler Herr Merz sagt, wir haben ein Stadtbildproblem.

00:42:20: Ja, wer haben wir uns?

00:42:21: Wir haben ein ganz erhebliches Problem, was bestimmten Personen Gruppen oder Gruppierungen geschuldet ist.

00:42:29: und ich sehe das so und ich erlebe das so und das ist in Essen so und das mag in anderen Städten.

00:42:36: Ich habe auch einen Standort in Gelsenkirchen gehabt, da ist es Noch extremer Erleber.

00:42:44: Und wer da schön redet, der ist für mich naiv.

00:42:48: Wir haben eine wunderbare Folge dazu gemacht, nämlich genau die hier vor, die Nummer sixty-fünf Streetwork im Esner Norden.

00:42:56: Auch nochmal ein Aspekt, wie wir mit den Menschen umgehen, mit den Personengruppen, die hier sind.

00:43:00: Das heißt, eine Verantwortung hatten wir da auch und auch ganz sicherlich nicht in Gänze immer wahrgenommen.

00:43:05: Aber klar, wir haben jetzt diese Aufgabe.

00:43:08: Olympia wäre dann für uns alle.

00:43:09: Für uns alle gut.

00:43:10: Am neunzehnten April stimmt Essen ab, gemeinsam mit sechzehn weiteren Städten.

00:43:15: Dann wird es zumindest das Stimmungsbild geben, soll sich Essen an diesem Bewerbungsprozess teilnehmen.

00:43:21: Das wäre schon wichtig, weil Köln-Düsseldorf-Essen gelten als die drei wichtigsten Städte.

00:43:25: Sonst können wir es fast sein lassen.

00:43:27: In München haben so viele Menschen mitgemacht, wie wohl noch nie, bei einem Bürgerentscheid.

00:43:31: Und dann auch zwei von dreien haben gesagt, super, die Spiele zu uns.

00:43:34: Also München hat schon gut vorgelegt.

00:43:36: Schaffen wir das auch?

00:43:37: Das kann ich nicht beantworten.

00:43:39: Ich würde es mir leidenschaftlich und von Herzen wünschen, dass wir zumindest alles das, was wir politisch und medial tun können, in die Wege leiten, um, und das ist, glaube ich, entscheidend, um die Bevölkerung, die Menschen mitzunehmen und zu überzeugen, dass erst mal der Bewerbungsprozess als solches für uns, für unsere Region und für alle, die wir hier leben, Nur Positives erbringen wird, davon bin ich tief und fest überzeugt.

00:44:12: Und ich würde es mir von Herzen wünschen, wenn wir da hinkommen, aber zweifelsohne, du hast es gerade schon erwähnt, München hat die Messlatte sehr hochgelegt.

00:44:23: Wenn wir da drüber sprengen wollen, dann geht das nur, indem wir jetzt jegliche Kraft und jegliche Energie zusammennehmen.

00:44:32: und so dermaßen beschleunigen und den Anlauf in das Ganze reinwerfen, weil sonst kommen wir nicht über diese hochliegende Latte.

00:44:41: Das wäre entscheidend.

00:44:42: Und wenn wir am Ende, das ist ja nicht ausgeschlossen, es nicht schaffen sollten, aber wir haben uns gemeinsam voll reingehangen und wir haben das, was wir tun können, abgeliefert, dann ist das auch okay.

00:44:56: Und am Ende, und das ist entscheidend, wird es uns der Region Und all denen, wie wir hier leben, nur Gutes tun.

00:45:04: Und deswegen würde ich mir wünschen, dass wir an der Stelle konsequent durchziehen.

00:45:08: Als wäre die Bewerbung schon eine Sportart.

00:45:10: Naja, es ist ja wie immer im Leben.

00:45:13: Es spielt ja keine Rolle, ob ich ein Pullover strecken will, ob ich einen Kreuzworträtsel löse, ob ich beruflich eine Aufgabe habe, ob ich in der Schule einen Test abgebe und schreibe oder ob ich versuche den Bus da vorne noch zu kriegen.

00:45:29: Ja, das Leben ist immer eine Herausforderung.

00:45:33: Entweder ich stelle mich dem oder ich packe mich im Extremfall in die Opferposition, stecke den Kopf in den Sand und sage,

00:45:40: da

00:45:41: kann man sowieso nichts machen.

00:45:42: Lass es uns doch anpacken aufs Gasptrampeln und es zweifelsohne sportlich nehmen, was in dem Fall aber ja auf das Projekt als solches hervorragend passt.

00:45:53: Und versuchen das bestmögliche daraus zu holen und das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

00:45:59: Dann schreiben wir das noch auf die Plakatwand, die ich dir noch angeboten hätte.

00:46:02: Kleines Sparkassen S, ansonsten viel freie Fläche mit Blick auf die Olympia Bewerbung.

00:46:07: Es lohnt sich, einfach zu versuchen, der Beste

00:46:11: zu sein.

00:46:12: Sehr schön.

00:46:13: Olympiasieger Ansgar Wesling, danke für deine Zeit.

00:46:16: Danke dir.

00:46:18: Wir sehen die Faszination von Olympia gerade wieder in diesem Jahr mit den... Winter spielen, das ist schon fantastisch.

00:46:25: Aber ich will es nicht vorweg nehmen.

00:46:26: Sie können natürlich auch mal Ihre Meinung sagen, bitte freu mich auf Feedback.

00:46:29: Was halten Sie von der Olympia Bewerbung von Essen?

00:46:32: Schreiben Sie es gerne als Kommentar unter diese Folge oder über Social Media.

00:46:38: Ich habe in den Shownotes eine Menge Bonusmaterial, also den weiteren Podcast ganz tief hinein für Ruder Nerds.

00:46:46: Alles zum Deutschlandachter und derzeit damals und heute.

00:46:49: Dann natürlich nochmal das Finale von Zoll, und alles zur Olympia Bewerbung für Rheinland und Rohgebiet.

00:46:56: Ein wichtiger Hinweis mal, das hatte ich auch erst nicht verstanden.

00:46:59: Sie bekommen Post und nur die Briefwahl ist dazugelassen.

00:47:03: Sie müssen

00:47:03: nur wohin.

00:47:04: Es gibt also keinen prächtigen Wahlsonntag mit Wahlparty und so.

00:47:07: Sie lösen das alles per Brief.

00:47:10: Und natürlich halte ich Sie hier sehr gern weiter auf dem Laufenden.

00:47:12: Abonnieren Sie uns einfach.

00:47:14: Geben Sie uns auch gerne

00:47:14: fünf Sterne.

00:47:15: Sie verpassen dann keine Folge mehr auf dem Weg zu Olympia.

00:47:19: Hier in unserer schönen

00:47:21: Stadt.

00:47:22: Das war Zuhause in Essen.

00:47:26: Ein Podcast der

00:47:27: Sparkasser Essen.

00:47:29: Die neue

00:47:29: Folge.

00:47:30: Jeden zweiten Dienstag im Monat.

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